Salvia divinorum | Azteken-Salbei (zurück)

Salvia divinorum - psychoaktive Minze der Atzteken

Salvia divinorum oder auch "Wahrsagesalbei" ist eine hochpotente
psychoaktive Minze aus der Familie der Salvia Divinorum Lippenblütler (Lamiaceae). Salvinorin A ist der psychoaktive Wirkstoff der Salbeiart und gilt als das potenteste natürlich vorkommende Halluzinogen.

Salvia Divinorum wurde von den Mazatec Indianern entdeckt und von den Schamanen des Mazatec Stammes als heilige Medizin verwendet um eine Trance hervorzurufen. In dieser Trance kann man durch das Unterbewusstsein einer kranken Person reisen um so die Ursache seiner Krankheit zu finden.

Die psychoaktive Minze Salvia divinorum, oder das Wahrsager-Salbei, ist heimisch in dem Hochland des Bundesstaat Oaxaca in Mexiko, wo Mazatec-Schamanen es für medizinische Zwecke in heilenden Zeremonien benutzen. Traditionell werden die frischen Blätter gekaut oder gedrückt, um ein Getränk zu machen. Seit den späten 1990er Jahren hat sich die "Freizeit"- Verwendung von Salvia divinorum als pflanzliches Halluzinogen vor allem unter jungen Erwachsenen weltweit verbreitet.
(Bild rechts mit freundlicher Genehmigung von azarius)

Harvard-Studie zu Salvia Divinorum

Wissenschaftliche Forschung zu Salvia divinorum ist selten, aber jetzt holt selbst die berühmte Harvard Universität auf! Zur Zeit untersucht sie die subjektive Wirkung dieser wunderbaren Pflanze. Hast Du jemals Salvia divinorum eingenommen? Leiste einen Beitrag zur Wissenschaft und fülle den Fragebogen aus.

Die Studie ist vollkommen anonym. Es werden Fragen zu Konsum, Erfahrungen und einigen persönlichen Eigenschaften gestellt. Abhängig von der Menge an Informationen, die Du zur Verfügung stellen willst, dauert es zwischen 30 Minuten und einer Stunde, um den Fragebogen auszufüllen.
den Link zur Studie der Harvard Universität.

Dosierung und Wirkung von Salvia Divinorum

Salvia Divinorum "kickt" sehr schnell, sehr intensiv und sehr kurz. 0,25-0,75 g getrocknete Blätter zerstoßen und in einer Rohr-oder Wasserpfeife geraucht, bieten tiefgreifende Halluzinationen und einzigartige "out-of-body"-Erfahrungen, welche etwa eine Minute und bis zu 15-20 Minuten anhalten.

Diese Dosis ist vergleichbar mit der wirksamen oralen Dosis von etwa 100 µg (Mikrogramm) des halbsynthetischen LSD, oder des synthetischen DOB (4-Brom-3, 5 -dimethoxyphenylisopropylamine) bei etwa 1000 µg.

Die subjektiven Wirkungen sind qualitativ aber sehr verschieden: Salvia Divinorum ist das stärkste natürliche Halluzinogen. Da der psychoaktive Bestandteil Salvinorin A am Opioid-Rezeptor wirkt, unterscheidet sich die Rauschqualität von der des LSDs. Der oben genannte Vergleich soll nur eine grobe Orientierung sein.

Bei hohen Dosen kann es zu ungewöhnlichen psychischen Effekten kommen. User berichten davon, das Gefühl zu haben, sich in ein Objekt zu verwandeln. Unerfahrene Personen können während des Rausches dem Trugschluss erliegen, dass die Welt in der bisher dagewesenen Form aufgehört hat zu existieren und sie wahnsinnig geworden sind. Die Droge wird von vielen Konsumierenden unterschätzt und als harmlos eingeordnet.

Salvinorin A: die psychoaktive Komponente in Salvia Divinorum

Im Gegensatz zu klassischen Halluzinogenen (wie Psilocybin oder LSD), die am Serotonin-Rezeptor wirken (5-HT2A-Rezeptor), wirkt Salvinorin A als selektiver Opioid-Rezeptoragonist , dies wurde durch die jüngsten Röntgenkristallstrukturuntersuchungen bestätigt.

Der κ-Agonismus ist der Grund für die halluzinogene Wirkung; diese tritt schon bei Dosen zwischen 150 und 500 μg auf. Salvinorin A ist der einzige psychoaktive Vertreter der Stoffgruppe der Salvinorine und kommt im Salvia Divinorum in einer Konzentration von maximal 3,7 mg/g Trockengewicht vor.

Das therapeutische Potential von Salvia Divinorum

In niedrigen, nicht-halluzinogenen Dosierungen dient es den mazatekischen Heilern bei der Behandlung diverser körperlicher Beschwerden. Nur in deutlich höheren Dosierungen dient es der Induktion eines Rauschzustandes mit lebhaften Visionen.

Die analgetischen und entzündungshemmenden Wirkungen des Salvinorin sind bei Forschern von besonderem Interesse. Es laufen intensive Forschungen, um das therapeutische Potential der strukturell Verwandten Opioid-Rezeptor-Agonisten oder-Antagonisten zu bestimmen.

Nebenwirkungen von Salvia Divinorum

Vorläufige Experimente zeigen eine geringe Toxizität von Salvia Divinorum aber keine Studie hat die akuten oder chronischen physiologische Nebenwirkungen von Salvia divinorum Blättern oder Extrakten untersucht.

Zubereitungen aus getrockneten Blättern sind oft mit Auszügen aus anderen Salbeiarten angereichert. Divinorum Blätter, sind weit verbreitet, aber reines Salvinorin A ist selten anzutreffen. Analysen von Salvia Blattproben enthalten, je nach Anbieter große Unterschiede im Salvinorin A-Gehalt (schwankt zwischen 0,13 bis 5,0 mg / g).

Eine Übersicht natürlicher psychoaktiver Substanzen

Psychoaktive Substanzen haben den neugierigen Geist der Schamanen, Wissenschaftler, Künstler und Laien seit der Antike fasziniert. Während des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die chemische Zusammensetzung der wichtigsten psychoaktiven Drogen, wie Opium, Cannabis, Koka-und "Magic Mushrooms", vollständig aufgeklärt. Die Wirkungsweise der Hauptbestandteile hat sich auch auf molekularer Ebene entschlüsselt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Verwendung von pflanzlichen Drogen, wie Kava, Kratom und Salvia divinorum, über ihre traditionelle geografische und kulturelle Grenzen hinweg ausgedehnt.

PDF-Download:

Weiterführende Informationen zu Naturdrogen/Salvia Divinorum

sensi seeds hanfsamen skunk #1 Informationen zu Kratom
Informationen zu Stechapfel
Informationen zu Morning Glory
Informationen zu Psychoaktive Pilze

Recht und Gesetz zu Salvia Divinorum

Mit der 21. BtMÄndV wurde Salvia divinorum (Pflanzen und Pflanzenteile) wirksam zum 1. März 2008 in Anlage 1 des Betäubungsmittelgesetz (BtMG) aufgenommen und damit rechtlich ein nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel. Der Status synthetisch hergestellter Salvinorine ist ungeklärt.

Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum der Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Die AutorInnen können keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen übernehmen, die sich aus dem Gebrauch oder Nichtgebrauch der Substanz ergeben!

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