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THC (Tetrahydrocannabinol) | Haschisch | Cannabis

cannabis-bluetenTetrahydrocannabinol, auch Haschisch (Hasch), Gras, Cannabis oder "Dope", gehört zu den psychoaktiven Cannabinoiden und ist der Hauptwirkstoff der Hanfpflanze (Cannabis Sativa und Cannabis Indica). Cannabis wird in der Regel als getrocknetes Gras oder in Platten gepresst angeboten. Haschisch wird traditionell geraucht - selten in Tee oder Kakao gelöst getrunken.

Cannabis kann dich psychisch abhängig machen. Unter Cannabiskonsum ist deine Verkehrstüchtigkeit stark herabgesetzt, bzw. nicht mehr gegeben. Vereinzelt kann es bei psychisch labilen Personen zum Auftreten akut psychotischer Reaktionen kommen. Bei Überdosierung können Herzrasen, starke Halluzinationen und Angstzustände auftreten.

cannabis

Allgemeines zu Cannabis (THC)

Cannabis ist eine alte Kulturpflanze, aus der wichtige Rohstoffe gewonnen werden. Aus dem Material der Pflanze wurde schon im Altertum Papier hergestellt, aus den Fasern wurden Hanfseile gedreht und auch die Hanfsamen (sie enthalten Fett, Kohlenhydrate, Proteine, Vitamin E, Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und besonders hohe Anteile an Vitamin B) sind und waren als Ernährungsquelle für Mensch und Tier von großer Bedeutung. Auch heute sind nach EU-Recht noch immer 14 Sorten Nutzhanf zum Anbau zugelassen. Neben dem Nutzen des Hanfs in der Agrarwirtschaft, haben das THC und andere Cannabinoide eine große Bedeutung in der medizinischen Anwendung - hier vor allem bei der Behandlung von Morbus Crohn, Multipler Sklerose und Autoimmunkrankheiten. Cannabis Sativa und Cannabis Indica werden in vielen Kulturkreisen wegen ihrer leicht berauschenden Wirkung hoch geschätzt.

Dr. Kleiber zur Gefährlichkeit von Cannabis

Häufiger Cannabiskonsum in Verbindung mit Tabak führt natürlich auch zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko, die Ausbildung einer chronischen Bronchitis ist möglich. Cannabiskonsum kann latente (verborgene) Psychosen aktivieren, wobei davon ausgegangen werden muss, dass diese bei entsprechender Anlage mehrere Jahre früher auftreten, als im Normalfall (Katalysator). Nicht belegt ist das sogenannte amotivationale Syndrom, da bei Cannabiskonsumenten weder geringere Leistungsfähigkeit noch schlechtere akademische Leistungen (im Vergleich zu Nichtkonsumenten) nachgewiesen werden konnten (Kleiber-Studie).

Beachte:

praeventionBeimMischkonsum von Cannabis und Alkohol kann es unter Umständen zur Verstärkung negativer Symptome (Übelkeit, Erbrechen) kommen. Vermeide besser Mischkonsum! Space Cakes (Haschkekse) zu essen, ist riskant, da die Dosis schwer abzuschätzen ist und die Wirkung spät, oft plötzlich einsetzt. Auch ist zu beachten, dass psychisch kranke Menschen, Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen und Krampfleidende keine Cannabisprodukte konsumieren sollten. Unter Cannabiseinfluss solltest du auf die Teilnahme am Straßenverkehr in jeglicher Form verzichten.

Mythos THC (Tetrahydrocannabinol):

Immer wieder wird neuerdings der angeblich gestiegene Wirkstoffgehalt als Grund für die wachsende Cannabisgefahr angegeben. Die europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogenabhängigkeit (EMCDDA) in Lissabon stellt in ihrem diesjährigen Jahresbericht zur Drogensituation in der EU und in Norwegen allerdings fest, dass von einem allgemeinen Anstieg des THC-Gehalts in den meisten Ländern nicht die Rede sein kann. Im EMCDDA-Bericht heißt es auf Seite 115 dazu:
Langfristig war keine markante Erhöhung der Stärke von nach Europa importiertem Cannabiskraut oder Cannabisharz zu beobachten... Die in den Massenmedien verbreiteten Behauptungen, dass sich die Cannabisstärke in den letzten Jahrzehnten um das Zehnfache oder mehr erhöht hat, werden durch die beschränkt vorliegenden Daten aus den USA oder Europa nicht bestätigt.
Links:Stand der Drogenproblematik in der Europäischen Union
siehe auch: Bundesverband-Gruene-Jugend.de

Frau Dr. Merkel verharmlost Tabak- und Alkoholsucht und verteufelt Cannabis. Mit veralteten und wissenschaftlich widerlegten Fakten versucht die Kanzlerin erneut die Interessen der Pharma-Industrie ( welche diese Produkte in Deutschland legal verkauft) und der Tabaklobby zu waren.

Für uns ist diese Haltung jugendgefährdent, unsachlich und beinhaltet die Aussage, dass ein selbstverantwortlicher und bewusster Konsum von Cannabis unmöglich sei, was natürlich faktisch falsch und widerlegt ist.

Studien belegen: Wirkstoffgehalt im Cannabis zurückgegangen

Mit der Forderung nach Legalisierung von so genannten Cannabis-Clubs hat sich der Gesundheitsausschuss in einer öffentlichen Anhörung unter Vorsitz von Dr. Carola Reimann (SPD) am Mittwoch, 25. Januar 2012, beschäftigt. Anlass war ein Antrag der Fraktion Die Linke (17/7196). Bei dieser Anhörung wurde gleich von mehreren Sachverständigen von einem zunehenden THC-Gehalt in Cannabisprodukten berichtet.

Nach Ansicht der Oberstaatsanwältin Hannelore Biniok von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main sei eine Legalisierung des Besitzes von bis zu 30 Gramm Cannabiserzeugnissen nicht angezeigt. »Das Festhalten des Gesetzgebers an der Verbotsentscheidung in Bezug auf Cannabis erscheint umso mehr geboten, da in den letzten Jahren bei illegalen Cannabisprodukten im Wege genetischer Umformung (Züchtung) kontinuierlich der Wirkstoffgehalt an THC (Tetrahydrocannabinol) intensiviert wurde«, heißt es in der Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft. Und Dr. Rainer Dahlenburg, Apotheker für experimentelle Pharmakologie und Toxikologie beim Bundeskriminalamt, führte weiter aus, dass der Wirkstoffgehalt bereits auf »einen Gehalt von mehr als zehn Prozent THC« in Cannabispflanzen und -erzeugnissen gestiegen sei. Die Fakten – THC-Gehalt im Haschisch und im Gras

Für das Jahr 2010 gibt die Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) für 2010 einen durchschnittlichen THC-Gehalt von 8,2% für Gras und von 6,8% für Haschisch an. Wörtlich heißt es im Jahresbericht (Reitox-Report 2011) der DBDD auf Seite 214: »Von 2004 (10,8%) bis 2007 (7,4%) sank der mittlere THC-Gehalt im Marihuana kontinuierlich. Zwischen 2007 und 2008 gab es keine Veränderung, 2009 stieg der Wirkstoffgehalt wieder leicht auf 8,3% und war auch 2010 nahezu unverändert (8,2%). Nachdem sich der mittlere THC-Gehalt im Haschisch von 2005 (8,6%) nach 2006 stark verringerte und mit 6,7% den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre erreichte, stieg er bis 2009 wieder auf 7,4% an und ist 2010 auf 6,8% gesunken. Im Vergleich mit den Angaben von 1997 zeigen sich insgesamt nur geringe Veränderungen, wobei der Wirkstoffgehalt des Marihuanas leicht gestiegen und der des Cannabisharzes sogar leicht zurückgegangen ist.«

jennifer aniston Gemäß der Studie von P. B. Baker, K. R. Bagon und T. A. Gough, die im Jahre 1980 in der Zeitschrift »Bulletin on Narcotics« (Nr. 1/1980, S. 47-54) erschien, lag der durchschnittliche THC-Gehalt in untersuchten Haschischproben im Jahr 1978 bei 7,9%. Haschischsorten aus Indien und Nepal enthielten durchschnittlich 11% THC, die aus der Türkei 10%, die aus Marokko 7,4%, die aus Pakistan 6,2% und die aus dem Libanon 4,2%. Der höchste Wert (26%) wurde in einer Haschischprobe aus Indien festgestellt. Vor dreissig Jahren wurden in Haschischsorten also ähnlich hohe THC-Gehalte vorgefunden wie in den letzten zehn Jahren. Früher wurde mehr Haschisch als Gras geraucht

In Deutschland wurde vor dreissig Jahren fast nur Haschisch und kaum Gras Geraucht. Auch vor zwanzig Jahren war das Rauchen von Gras eher eine Seltenheit. So betrafen 1993 von allen erfassten Cannabisdelikten 88% Haschisch und nur 12% Marihuana. Erst Mitte der 90er Jahre wurde Marihuana hierzulande populärer. Betrafen 1996 von den polizeilichen Sicherstellungen von Haschisch und Marihuana noch 63% Haschisch, so waren es 2010 nur noch 23%. Entsprechend stiegt der Anteil von Marihuana im gleichen Zeitraum von 37% auf 77%. Joints von damals und heute

So wie vor dreissig Jahren zumeist Haschisch mit einem Wirkstoffgehalt von knapp 8% in die Tüte kam, so kam 2010 zumeist Gras mit einem Wirkstoffgehalt von durchschnittlich 8,2% in die Tüte. Die Tüte von damals unterschied sich also kaum von der Tüte heute. Anzumerken ist hierbei, dass vor dreissig Jahren hierzulande weit mehr Shillums als Joints geraucht wurden, und in einem Shillum pflegte man bei weitem mehr Haschisch zu füllen als in einem Joint einzurollen. Das Rauchen von Shillums führt zu einer ähnlich starken Erlebnisintensität wie das Rauchen von Bongs oder Eimern.

Hast du das Gefühl, du kiffst zu viel? Schätzt du selbst deinen Konsum als problematisch ein? Melde dich bei uns! Wir informieren dich gerne über sogenannte "niedrigschwellige" Angebote, bei denen es zunächst um Konsumreduzierung und Kontrolle deines Konsumverhaltens geht.

Nachweiszeit von Cannabis (THC)
- 2 - 4 Stunden (akute Wirkdauer)
- einmalig: 7-10 Tage
- bei Dauerkonsum: bis zu 8 Wochen (Urintest)

Weiterführende Informationen

Informationen zu synthetischen Cannabinoiden (JWH 18)
Informationen zu Dronabinol
Informationen zur Hanfparade
Informationen zu Hanfsamen

PDF-Download:
Fachinformation "Wie gefährlich ist Cannabis?" Metastudie von Frau Dr. Nicole Krumdiek

Haschisch ist in Deutschland verboten und fällt unter das BtmG. Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum der Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Die AutorInnen können keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen übernehmen, die sich aus dem Gebrauch der Substanz ergeben!

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