Tracking und Tracing: Vom mundigen Burger zum mündigen Bürger(zurück) print-button

Sicher Surfen im Internet - oder: Ein Freund klopft an, bevor er in dein Haus kommt und dein Bücherregal durchforstet

Normalerweise fragt ein Freund um Einlass, wenn er in deine Wohnung oder in dein Haus eintritt. Das Stören der Privatshpäre ist ein Eingriff in Grundrechte, die seit jeher durch die Verfassung geschützt ist. Niemand würde es zulassen, wenn ein ungebetener Gast, den er nicht einmal kennt, sich heimlich und unbemerkt Zutritt zu seiner Wohnung verschafft, dort im Bücherregal herumstöbert oder die Privatpost liest.

Dass dies in jedem Moment, in dem wir online gehen, passiert, ist kaum jemandem bekannt. Die gerufene Polizei würde sicher die Personalien aufnehmen, ist jedoch selbst solch ein ungebetener Gast in der Welt des www. Zum Glück gibt es Fachleute - wie den CCC (Chaos Computer Club) die überhaupt noch in der Lage sind, entsprechende verfassungswidrige Verhaltensformen aufzudecken (Stichwort "Staats-Trojaner") und zur Zeit ist die Piraten-Patei die einzige Partei, welche programmatisch den Schutz des Einzelnen - z. B. kein Monitoring seines Surfverhaltens - einfordert.

We don’t like the "Like-Button" - and we don't need it

Jedes Mal, wenn du online gehst, wirst du beobachtet. Sogenannte "Tracking-Methoden" arbeiten im Hintergrund und werden von dir nicht erkannt. Jede Webseite, jeder "Share-Button" (wie die "Like-it"-Buttons von facebook, Twitter und Co.) und jedes Banner, welches du anklickst oder auch nur aufrufst, werden in Form von "Cookies" gespeichert und zeitgleich an große Firmen weitergeleitet, welche damit arbeiten und mit diesen Informationen jede Menge Geld verdienen.

So wird dein "User-Verhalten" beobachtet und Konzernen sowie Nachrichtendiensten (facebook, google, LKA, BND, DEA, NSA) zur Verfügung gestellt, die dann in der Folge zielgerichtet dein Surf-Verhalten zu manipulieren versuchen (gezielt Werbung schalten), oder dich "einordnen" ("potenziell strafrechtlich relevantes Verhalten" systematisieren).

Ein Video, welches sehr anschaulich die Logik des Trackings darstellt:

Tracking, Tracing - vom mundigen Burger zum mündigen Bürger

Der Begriff "Tracking" heißt übersetzt "Spurbildung" und steht für die Möglichkeit, online jedes User-Verhalten zeitgleich verfolgen zu können. Davon unterschieden wird das "Tracing", das eine zeitlich versetzte Verfolgung anhand von Aufzeichnungen (Datenspeicherung) betrifft.

Ziel dieser Verfolgung ist das permanente Abbilden der tatsächlichen Bewegungen von Personen oder Institutionen zu marktwirtschaftlichen oder potenziell strafrechtlichen Verwendungen. Solche Verwendungen können das Zusammenführen der gesammelten Informationen mit anderen Personen oder Firmen sein. Sie können aber auch schlicht die jeweilig erwünschte Kenntnis des momentanen Aufenthaltsortes der beobachteten Person sein.

Wir von Drogen-Information-Berlin sprechen uns gegen jede Form dieser datenschutzrelevanten Grauzone aus und werden so weit es geht versuchen, zukünftig unsere Besucher zu schützen (unser YouTube-Konto und unseren Twitter-Account lassen wir davon unberührt - zu Gunsten einer zukünftigen, paranoid-freien Netzwerkarbeit). Wir werden in den nächsten Tagen eine kleine Auswahl von freier Software zum Download (siehe unten) anbieten und unsere Website umbauen, um ein relativ sicheres Surfen ermöglichen zu können.

Weiter haben wir den Account bei Google-Analytics gelöscht, nachdem uns bekannt wurde, dass die dort gesammelten Daten einem konkreten Personenkreis gut bezahlender Institutionen zur Verfügung gestellt wurden und aktuell werden. Dein Surf-Verhalten auf der Seite "Drogen-Info-Berlin.de" wird somit nicht mehr von großen Konzernen beobachtet werden können.
Lediglich zur internen Nutzung von Daten, die ausschließlich eine Qualitätsüberwachung der online-gestellten Medien dienen, findet eine Analyse statt. Nur wir, die diese Seite erstellt haben und auf einem aktuellen Stand halten - wie jeder andere Administrator - haben Zugriff auf analytischer Ebene auf die internen Informationen. Aber auch dieses "Monitoring" kannst du selber ausschalten.

Der "Like-Buttton" von facebook

Wenn man auf eine Seite mit eingebundenem Like-Button kommt, kann Facebook seine Nutzer in vielen Fällen direkt identifizieren. Es verknüpft den Besuch auf der externen Seiten mit dem Nutzerprofil – und zwar ohne, dass man auf den Like-Button überhaupt klicken muss. "Facebook's watching you, brother". Das funktioniert, weil Facebook über den iFrame die Möglichkeit schafft, Cookies auf der externen Seite zu hinterlegen und wieder abzurufen. Bei üblichen Share-Buttons ist das nicht möglich. Der iFrame ist dabei eine zweite eigenständige Facebook-Seite in der externen Seite, die den Like-Button enthält. Dass man jetzt "liken" kann, ohne Facebook zu besuchen, ist also falsch: Man IST auf Facebook, wenn man auf eine Seite mit Like-Button kommt. Ist der Button auf CNN, besucht man gleichzeitig Facebook und CNN.

Seitenbetreiber locken ahnungslose Besucher eigener Seiten so in eine Datenfalle. Ihr Surf-Verhalten wird von Facebook notiert, ohne dass sie überhaupt eine bewusste Aktion ausführen. Die Besucher haben dabei weder die Möglichkeit zum Opt-In noch zum Opt-Out: Sie können weder im Vorhinein noch im Nachhinein über die Daten-Übertragung entscheiden, sie bewusst erlauben oder untersagen.

"TOR-Client" für anonymes Surfen, "Hide my Ass" und "Anonymouse"

Client-Software "TOR" ermöglicht das anonyme Surfen. Einfach die Software herunterladen ( hier ) und TOR installieren, welches einen anonymisierten Zugang zum Internet ermöglicht. Bei Fragen z. B. bei Wikipedia nachschauen: Wikipedia/TOR Netzwerk

Tipp: Anonymouse

Dein Browser stellt die Anfrage nach der gewünschten Website nicht mehr direkt an den Web-Server auf dem diese Website gehostet wird, sondern an den Anonymouse-Server. Der Anonymouse-Server stellt diese Anfrage dann an den eigentlichen Web-Server auf dem die Website gehostet wird und sendet die Anfrage dieses Web-Servers an Dich zurück. Der Web-Server "sieht" also nicht mehr Dich, sondern nurmehr den Anonymouse-Server, d.h. man ist anonym. Zusätzlich filtert Anonymouse einige Informationen wie z.B. Browser & Betriebsystem, die man normalerweise zum Web-Server übertragen würde. Anonymouse

Tipp: Hide my Ass

Hide my Ass : Web-Proxy-Anwendung für sicheres surfen (surf anonymously online).

Privates Surfen mit Plug-Ins (firefox)

Für keine der angebotenen Plug-Ins oder Websites können wir eine grundsätzliche verbindliche Unbedenklichkeit aussprechen. Lediglich die Erfahrung von nunmehr fünf Jahren intensiver Recherche und "www"-Praxis ist hier der Indikator für eine Idee, deren Umsetzung jeder selbst zu verantworten hat.

privacysuite
private-browsing
switch-private-browsing
Anonymouse Erweiterungen für Firefox

Anonymus und Co

anonymous.to
anonym.to
anonymsurfen.com

Web of Trust (WOT)

wot-safe-browsing-tool
mywot.com

Tracking und Tracing

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Ablaufverfolgung/Tracing
Anonym surfen.com

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