Ritualdynamik beim Gebrauch von psychoaktiven Substanzen (zurück)
Drogenkonsum bei Jugendlichen
RISA ist ein Forschungsprojekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Abteilung für Medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg getragen wird. Seit Sommer 2002 führt RISA als Teil des DFG-Sonderforschungsbereichs Ritualdynamik eine Langzeitstudie zum Gebrauch und Missbrauch psychoaktiver Substanzen durch.
Die Studie interessiert sich für Rituale, kontrollierten Drogengebrauch und Informationen, die zur Verbesserung von Harm-Reduction-Ansätzen (d.h. Schadensbegrenzung oder Safer-Use) führen. RISA ist die Abkürzung von Ritualdynamik und Salutogenese (Gesundheitsentwicklung).
In einer auf 10 Jahre konzipierten, prospektiven Längsschnittstudie soll die Entstehung, die Dynamik und der entwicklungspsychologische Stellenwert von Ritualisierungen im Umgang mit legalen und illegalen psychoaktiven Substanzen bei Jugendlichen erforscht werden (Nikotin, Alkohol, Marihuana, Ecstasy, LSD, Kokain).
Es geht darum, das Vorhandensein, die Funktionen und Veränderungen von Ritualisierungen beim Substanzkonsum festzustellen und auf längere Sicht deren Relevanz und Beeinflussbarkeit zu beurteilen.
Für welche Jugendliche und unter welchen Umständen kann Drogenkonsum die Funktion eines Übergangsrituals erfüllen? Schutz- und Risikofaktoren auf der Grundlage des Salutogenesekonzepts sollen bestimmt werden, die auch einen Ausgangspunkt für neue Präventionsansätze im Rahmen des Harm-reduction-Modells bilden können. Des weiteren ist zu fragen, ob, bei wem und wie sich eine mit schamanischen Ritualtraditionen verwandte sakrale Dimension des Substanzkonsums in modernen Subkulturen manifestieren kann (Techno-Szene?)
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Weiterführende Informationen:
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