Research Chemicals, Cathinone, Phenethylamine(zurück)

Der Trend zu Research Chemicals verstärkt sich

Alle 5 Tage ein neuer Stoff

In den letzten Jahren hat das europäische Frühwarnsystem für neue psychoaktive Stoffe in zunehmendem Maße Informationen über synthetische psychoaktive Stoffe übermittelt, die in Europa bislang noch nicht aufgetreten sind.

Im Jahr 2011 wurde innerhalb der Europäischen Union eine Rekordzahl von 49 erstmalig entdeckter Stoffe gemeldet. Im Jahr 2009 wurden insgesamt 24 und im Jahr 2010 insgesamt 41 neue psychoaktive Stoffe (NPS) gemeldet. 2012 stieg die Zahl der im Rahmen des europäischen Informationssystems gemeldeten neuen psychoaktiven Stoffe auf 73, was im Durchschnitt einem neuen Stoff in fünf Tagen entspricht.

Synthetische Cannabinoide sowie Phenylethylamine und Cathinone machen seit 2005 zwei Drittel aller neuen über das Frühwarnsystem gemeldeten Stoffe aus. Häufig handelt es sich dabei um chemische Variationen der Cathinon-Gruppe (wie z. B. Mephedron,Methylon und Ephedron). Cathinon ist der psychoaktiv stimulierende Wirkstoff des Kath-Strauchs.

Kath, auch Kat, Qat, Khat, ist eine Alltagsdroge im Jemen, sowie in Äthiopien, Somalia und Dschibuti. Es handelt sich dabei um die Zweigspitzen und jungen Blätter des Kathstrauchs, die als leichtes Rauschmittel konsumiert werden. Von ihrer anregenden Wirkung her sind sie vergleichbar mit Koffein.

Cathinon ist ein Amphetamin und zählt zu den Stimulanzien. Es ist eines der Alkaloide aus dem Kathstrauch (Catha edulis) und dem Spindelbaumgewächs (Maytemus krukovii).

Cathinon (Cathinone) ist als Reinsubstanz beim Menschen auf seine Wirkung hin gut untersucht, hat eine kreislaufanregende Wirkung und wirkt psychisch stimulierend (euphorisierend). Über Wirkungen des Khat-Kauens berichten viele arabische Quellen des Altertums und Quellen der neueren medizinischen Literatur. Die häufigsten körperlichen Symptome sind neben der bereits für (isoliertes) Cathinon beschriebenen kreislaufanregenden Wirkung (Herzfrequenzerhöhung, Herzklopfen, Gesichtsrötung) auch eine mäßiggradige Erhöhung der Körpertemperatur mit Schwitzen und eine Pupillenerweiterung.

Research Chemicals und XTC

Als Research Chemicals bezeichnet man chemische psychoaktive Substanzen, deren molekulare Struktur Variationen von vorhandenen (illegalisierten) Substanzen sind, oder völlig neue chemische Strukturen darstellen, deren Wirkung aber bestehenden Substanzen gleicht. Für die chemische und medizinische Forschung und Verwendung haben sie nur eine geringe Bedeutung, werden also nur zum Teil zu medizinischen Zwecken verwendet. Ihre spezifischen Wirkmechanismen machen sie allerdings für einzelne Gebraucher sehr interessant.

Da diese Substanzen nicht immer explizit im bestehenden BtMG aufgeführt sind, konnte man sie zu Forschungszwecken legal bestellen. Sie werden aus diesem Grunde auch häufig als legaler Ersatz für bekannte illegalisierte Substanzen vermarktet und oft mit zweckentfremdenden Begriffen deklariert (wie Dünger für Kakteen oder als Badesalz). Auch das eine Bestellung leicht machende Internet und hoch technologisierte pharmazeutische Billiglabors vor allem in Asien haben dazu beigetragen, die Marktsituation für Research Chemicals zu verändern.

Der legale Status wiegt die Konsumenten häufig in falscher Sicherheit, auch bei der legalen Produktion von Research Chemicals können Fehler auftreten und/oder Substanzen gestreckt werden. Ein legaler Status sagt nichts über die Gefährlichkeit dieser Substanzen aus. Die meisten Research Chemicals sind weitgehend unerforscht, über Wirkungen und vor allem (langfristige) Risiken sind nur sehr wenige Fakten bekannt. Beim Konsum ist man somit auch immer „Versuchskaninchen“, umso wichtiger ist es, grundlegende Safer Use-Regeln zu beachten.

Zu den Substanzen aus der Reihe der Research Chemicals, die alternativ zum MDMA verwendet wurden, gehören unter anderem Mephedrone, Methylon, mCPP und das PMA.

Einige Research Chemicals, die in "Ecstasy", als LSD-Ersatz und in "Speed" gefunden wurden

2C-B wird synthetisch hergestellt (4-Bromo 2,5-dimethoxyphenetylamin) und gehört zur Stoffklasse der Phenylethylamine. Die chemische Struktur zeigt Ähnlichkeiten mit dem halluzinogen wirkenden Meskalin, eine Komponente des von mittelamerikanischen Indianern während ritueller Zeremonien genutzten Peyote Kaktus'.

2C-B wird in Pillenform und als Pulver angeboten, entweder rein oder auch als Zusatz in XTC-Pillen.

25I-NBOMe 25I-NBOMe ist eine Research Chemical mit stark psychedelischer Wirkung, 2C-I-NBOMe oder auch NBOMe-2C-I und 25I wurde im Jahr 2003 in Berlin, Deutschland entwickelt und ist das Derivat von 2C-I. Im Jahre 2010 trat 25I-NBOMe zum e rsten Mal auf und war nun in Online Shops verfügbar. 25I-NBOMe wurde manchmal als pure Chemikalie verkauft, aber in den meisten Fällen wurden die Dosen bereits auf Blotter (Pappen) vorbereitet, ähnlich dem LSD. Bei Überdosierung oder besonders empfindlichen Menschen ist es schon zu tödlichen Nebenwirkungen gekommen, da die Substanz das Herz-Kreislauf-System beeinflussen kann.

Informtationen zu 25H-NBOMe, 25C-NBOMe, und 25I-NBOMe

25C-NBOMe (2C-C-NBOMe) zählt, wie die bereits von uns auf vermeintlichen LSD Trips gefundenen Substanzen 25B-NBOMe und 25I-NBOMe, zur Gruppe der Phenethylamine (wie z.B. auch Amphetamin und MDMA) und ist ein Derivat von 2C-C. Es hat eine stark halluzinogene Wirkung und ist noch sehr wenig erforscht. UserInnen-Berichten zu folge tritt die Wirkung bereits in sehr geringen Mengen auf (Mikrogramm-Bereich!), was eine Dosierung schwierig macht und das Risiko für Überdosierungen erhöht. Phenethylamine wirken sehr stark auf das Herz-Kreislauf-System, wodurch Überdosierungen auch auf körperlicher Ebene bedrohliche Konsequenzen haben können.

25H-NBOMe zählt wie die chemisch verwandten Substanzen 25B-NBOMe, 25C-NBOMe und 25I-NBOMe zu den halluzinogen wirkenden Phenethylaminen. Wie bei anderen Research Chemicals auch, liegen uns derzeit keinerlei Informationen zu 25H-NBOMe vor.

25I-NBOMe (2C-I-NBOMEe, 25I-N-Bomb) ist chemisch mit dem halluzinogen wirkenden Phenetylamin 2C-I verwandt. Die Substanz ist bis dato in verschiedenen europäischen Ländern auf LSD-Trips, aber auch in Pulverform aufgetaucht. UserInnen-Berichten zu folge tritt die Wirkung bereits in sehr geringen Mengen auf (Mikrogramm-Bereich!), was eine Dosierung schwierig macht und das Risiko für Überdosierungen erhöht.

5-IT / 5-API bzw. 5 - (2 -Aminopropyl )-indol, ist ein synthetisches Phenetanyl-Derivat und gehört zur Familie der Tryptamine. 5-IT (5-(2-aminopropyl)indole) zeigt viele halluzinogene und andere psychoaktiven Wirkungen beim Menschen. 5-API ist erst vor kurzem auf dem illegalen Schwarzmarkt aufgetaucht und wird als Pulver, Kapsel sowie in Tablettenfrom verkauft.

5-BPDi (1- (2,3-dihydro-1H-inden-5-yl) -2- (pyrrolidin-1-yl) hexan-1-on) ist strukturell mit dem synthetischen Cathinone alpha-PHP verwandt (und wird deshalb voraussichtlich stimulierende Wirkung haben). Es gibt in den gängigen Online-Drogen-Foren einige Diskussionen zu dieser Substanz.

5-BPDi wurde in einer gesammelten Probe von 0,3 Gramm als weiß/beige Pulver in Polen am 18. Februar 2015 in Pabianice, identifiziert. Die Substanz wurde analytisch durch LC-MS / MS-TOF, GC-MS und NMR von der National Medicines Instituts in Warschau bestätigt.

Ocfentanil(N-(2-fluorophenyl)-2-methoxy-N-[1-(2-phenylethyl)-4-piperidyl]acetamide) hat in Europa, bzw. in den Niederlanden und Belgien zwischen 2013 und 2015, wo sie als synthetisches Heroin (als braunes Pulver) verkauft wurden, zu mehreren Todesfällen geführt. Der Fund enthielt auch Paracetamol und Koffein. Ocfentanil ist doppelt so stark wie Fentanyl.

Ocfentanil ist ein hoch potentes synthetisches Opioid und mit Fentanyl strukturell verwandt. Ocfentanil wurde als eines aus einer Reihe von potenten Naloxon-reversiblen Opioiden in einem Versuch entwickelt, ein Opioid herzustellen, welches bessere therapeutische Wirkungen hinsichtlich der Sicherheit in Bezug auf das kardiovaskuläre System und der verminderten Atemdepression aufwies. Verglichen mit Fentanyl haben Untersuchungen der analgetischen Aktivität von Ocfentanil eine ungefähr 2,5 mal so potente Wirkung ergeben!

m-CPP (meta-Chlorophenylpiperazine) ist bisher nur in der Hirnforschung verwendet worden, vereinfacht gesagt, um die Wirkungsweisen von Antidepressiva und Migränemedikamenten zu testen. Die Wirkung ist ähnlich der von MDMA (der eigentliche Wirkstoff von Ecstasy) nur schwächer in der gewünschten psychoaktiven Wirkung (Glücksgefühle, optische Veränderungen, ca. 1 bis 2 Stunden). Unangenehme Nebenwirkungen sind allerdings vergleichsweise häufig (Kopfschmerzen bis zu Migräneanfällen, Nierenschmerzen, Nervosität, Schweratmigkeit, Müdigkeit, Verwirrtheit, Ängstlichkeit, Zittern, Schwindelgefühl und Übelkeit bis hin zum Erbrechen). Die Wirkdauer beträgt 4 bis 8 Stunden. Außerdem kann ein mehrere Tage anhaltender "Hangover" auftreten, es tritt keine leistungs-steigernde Wirkung ein, Herzschlag und Puls sind nicht erhöht. Im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Konsum von MDMA kann es zu Krampfanfällen kommen!

Nach dem Konsum tritt oft mehrere Tage lang starke Niedergeschlagenheit und depressive Verstimmung auf, der Urin kann sich für 2-3 Tage rostbraun bis rötlich verfärben. Regelmäßiger Konsum kann zu Depressionen, Angstzuständen, psychomotorischer Unruhe, sowie sexuellen Funktionsstörungen führen.

MDAI Während MDAI (5,6-Methylenedioxy-2-aminoindane) chemisch nicht den Arycyclohexylaminen zuordenbar ist, weist diese Forschungssubstanz ähnliche Merkmale zu Methoxetamin und N-Ethyl-Ketamin auf. Verbindungen aus dieser Gruppe fungieren nachweislich als NMDA Rezeptorkanal Blocker zusammen mit der daraus resultierenden dissoziativen und anästhetischen Wirkung, was auch Laboruntersuchungen von Diphenidin Eigenschaften andeuten.

Behalten Sie im Auge, dass Diphenidin neu auf dem research chemicals Markt ist, daher wird zu vorsichtigen Umgang mit dieser Substanz hingewiesen. Sie finden Diphenidin unter seinem systematischen Namen 1-(1,2-Dyphenylethyl)Piperdin und ist ein Piperdin Analogon von Lefetamin. Die Molekülmasse ist 301,85356 g/mol und seine Molekülformel lautet C19H24CIN. Obwohl Diphenidin derzeit kaum erforscht ist, präsentiert sich seine chemische Struktur als Funktionär von Dopamin Wiederaufnahme Hemmer. Diphenidin ist erhältlich in Pulverform. Dies ist für Lagerung sowie Handhabung gut geeignet.

Diphenidin wurde schnell ein bekannter Begriff in der research chemicals Welt. Laut Vertragsbedingung ist die Nutzung dieses Stoffs ausschließlich für kontrollierte in vitro Experimente vorgesehen. Diphenidin ist nicht für menschlichen Verzehr geeignet und ist als empfindliches, wissenschaftliches Material zu betrachten.

Im Jahre 2004 tauchte "Explosion" in den Niederlanden auf, es enthielt eine Lösung mit dem Inhaltsstoff Methylon (Methylenedioxymethcathinone). Es gibt mittlerweile "Raumluftverbesserer", die Methylenedioxymethcathinone als Inhaltsstoff aufweisen. Heutzutage wird es vorallem über das Internet angeboten, oft aus Asien importiert. Es hat den Status eines Research Chemicals, die Substanz wurde kaum erforscht.

Butylon (β-keto-N-methylbenzodioxolylpropylamine) wird zur Zeit auch als braune, pulverförmige Substanz, genannt „Mitseez“, angeboten. Wie andere Research Chemicals ist auch diese Substanz weitgehend unerforscht, daher gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wirkmechanismen, Risiken, Langzeitfolgen

Mephedron (4-Methylmethcathinone) taucht ebenfalls immer öfter in als "Ecstasy" verkauften Tabletten auf. Mephedrone wird aufgrund seiner Wirkung gelegentlich als Alternative zu Speed oder MDMA genommen. Der Konsum von Mephedron ist allerdings mit einer Fülle von Nebenwirkungen verbunden und über die Langzeitfolgen liegen keine Studien vor.

TFMPP (Trifluormethylphenylpiperazin) ist genauso wie mCPP ein Phenylpiperazin. Die Effekte von TFMPP ähneln jenen von MDMA, wobei die Wirkung stark dosisabhängig ist: Bei hohen Dosen reicht das Wirkspektrum in den entheogenen Bereich - ähnlich dem Meskalin undPsilocybin. Allein aufgrund der Einzelwirkungen von Piperazinen und der nicht einschätzbaren Wechselwirkungen zwischen Piperazinen und einer anderen psychoaktiven Substanz wird oft von einem Konsum abgeraten.

PMA – (Paramethoxyamphetamin) taucht ebenso immer wieder als Ersatzstoff im Ecstasy auf. Es ist bei der Verwendung von PMA in Ecstasy-üblichen Dosierungen schon zu Todesfällen gekommen.

MDHOET (3,4-Methylendioxy-N-(2-Hydroxyethyl)-Amphetamin) scheint eine Substanz zu sein, welche nicht sehr aktiv ist. MDHOET hat einen schmerzlindernden Effekt. In hohen Dosen verändert sich die optische Wahrnehmung, Farben werden intensiver wahrgenommen. User berichten auch darüber, dass sie Dinge tiefer erleben, ohne aber einen euphorischen Effekt zu bemerken. Die Wirkung wird mit einer leichten Ketamindosis verglichen. Die Risiken von sind gänzlich unbekannt, deshalb soll man auf den Konsum verzichten.

Bei MDHOET handelt es sich um eine Substanz, welche seit Beginn des Jahres 2011 in Europa vermehrt als Ecstasy verkauft wird. Das erste Mal tauchte die Substanz in Frankreich auf, seit dem ist sie auch schon in Holland aufgetaucht. In der Schweiz sind bis zum jetzigen Zeitpunkt nur wenige MDHOET-haltige Pillen analysiert worden, daher gibt es sehr wenig Infos über MDHOET.

MDPV (Methylenedioxypyrovalerone) gehört zur Gruppe der Cathinone und ist wie andere Research Chemicals bis dato sehr wenig erforscht. Die Wirkung ist in erster Linie stimulierend. Zu den positiven Effekten zählen unter anderem Euphorie, erhöhte Empahtie und Geselligkeit, gesteigertes Redebedürfnis und geistige Klarheit. Es werden auch aphrodisierende Effekte beschrieben. Negative Wirkungen sind Appetitverlust, Schlafschwierigkeiten, unwillkürliche Körperbewegungen (z. B. Zuckungen), Verwirrung, Nervosität und Ängstlichkeit. Das "Runterkommen" wird häufig als sehr unangenehm beschrieben, was gelegentlich zu erneutem "Nachlegen" führt. Risiken und Langzeitfolgen sind unbekannt.

MMA (3 -Methoxy -4- Methylamphetamin) ist ein Entaktogen und eine psychedelische Droge. MMA gehört zu den Phenetylaminen und ist verwandt mit Amphetamin. MMA wurde durch David E. Nichols als nicht neurotoxisches MDMA-Analog getestet und wieder vergessen. Erst seit dem Jahr 2000 taucht es immer wieder im Internet auf und wird dort als Research Chemical angeboten. In Tierstudien hat sich gezeigt, das MMA an den selben Rezeptoren andockt wie MDMA, MBDB und zum Teil auch LSD. Es hat sich gezeigt, dass sich bei einer Dosierung von 20-60 mg eine dem 2C-ähnliche, psychedelische Wirkung einstellt. Bei höheren Dosen - um 120 mg - verstärken sich die psychedelischen Effekte erheblich.

Methoxetamin (2-(3-methoxyphenyl)-2-(ethylamino)cyclohexanone) oder (3-MeO-2-Oxo-PCE) ist ein Dopamin-Wiederaufnahmehemmer und wirkt als Kanalblocker an den NMDA-Rezeptoren. Eine pathologische Fehlsteuerung der NMDA-Rezeptoren wird mit der Krankheit "Schizophrenie" in Verbindung gebracht. Auch für die sogenannten Nahtod-Erfahrungen wird eine Beeinflussung von NMDA-Rezeptoren verantwortlich gemacht, denn NMDA-Antagonisten wie Ketamin oder PCP können solche Effekte hervorrufen. Außerdem besitzt Methoxetamin und eine starke Opioid-Affinität. Als negative Effekte sind beispielsweise der Verlust des Zeit- und Raumgefühls, Kopfschmerzen, unkontrolliertes Schwitzen, starke Verwirrtheit, Herzrhythmusstörungen, Angstzustände sowie das Gefühl völliger Gleichgültigkeit aufgetreten. Ferner wird von Gedächtnislücken berichtet. Methoxetamin ist eine dissoziative Droge.

Flephedron (4-FMC) (4-Fluoromethcathinone) ist eine psychoaktive Substanz mit stimulierender Wirkung aus der Gruppe der synthetischen Cathinone. Wie bei den meisten Research Chemicals handelt es sich um eine weitgehend unerforschte Substanz, weshalb bis dato keine zuverlässige Aussage über Risiken und Langzeitfolgen möglich ist.

4-Fluoramphetamin (4-FA), auch bekannt als para-Fluoramphetamin (PFA), ist eine bis dato kaum erforschte Substanz, die von ihrer Struktur her große Ähnlichkeit mit der Gruppe der Amphetamine aufweist. Ebenso ist 4-FA mit den Phenethylaminen (Methamphetamin, Cathinon und Methcathinon) verwandt. Die Wirkung setzt nach ungefähr 60 Minuten ein, entfaltet sich voll nach ca. 90 – 120 Minuten und dauert ungefähr 6 - 7 Stunden an.

Es wird als Speed- und Ecstasy-ähnlich beschrieben. Die gefühlsbetonte Komponente wird milder wahrgenommen als bei MDMA. Neben dem euphorischen Zustand wird ein erhöhtes Mitteilungsbedürfnis beschrieben, die Gedanken bleiben klar. Da 4-Fluoramphetamin noch wenig erforscht ist, sind Risiken und Nebenwirkungen kaum abschätzbar. User-Berichten zufolge können nach dem Konsum von 4-FA Kopfschmerzen und eine mehrere Tage andauernde Niedergeschlagenheit auftreten. Über mögliche Auswirkungen bei chronischem Gebrauch ist bis dato nichts bekannt.

4-Methylamphetamin (4-MA) ist ein synthetisches Phenethylamin. Als Medikament wurde es in den 1950er Jahren in klinischen Studien am Menschen als Appetitzügler (Handelsname "Aptrol ') erprobt. Allerdings hat es keine aktuell bekannte legitime Anwendung in der Industrie, in der Kosmetik-, Human-oder Veterinärmedizin. Am häufigsten wird 4-Methylamphetamin zusammen mit Amphetamin und Koffein gefunden. Vertrieben wird 4-Methylamphetamine in Pulverform oder als weiß bis weiß-gelbliche Paste. 4-Methylamphetamin wird allerdings auch in Flüssigkeiten nachgewiesen und zu einem geringeren Grad in Tabletten bzw. Pillen. Die berichteten Dosen umfassen einen Bereich von 10 bis 300 mg.

JWH: Der Chemiker, der den einzelnen neuen Cannabinoiden seinen Namen gab ist John W. Huffmann. Die synthetischen Cannabinoide welche heute in "Spice", "K2", "Maya" oder "Kronic" enthalten sind, haben vielfältige unerwünschte Nebenwirkungen und werden als gefährlich eingestuft.

Propylamphetamin (N-(1-methyl-2-phenylethyl)propan-1-amin) ist eine bis dato weitgehend unerforschte Substanz aus der Klasse der Phenethylamine. Die Wirkung ist stimulierend und der von Amphetamin ähnlich. Dem Resultat einer älteren Studie zufolge hat die Substanz eine höhere Potenz als Amphetamin. Deshalb wird es auf dem Schwarzmarkt oft auch unter dem Namen "Speed" verkauft. Nachdem über Effekte und Risiken beim Konsum bzw. Langzeitfolgen wenig bis gar nichts bekannt ist, wird die Substanz zu den Research Chemicals gezählt.

BZP, ebenfalls ein Piperazin-Derivat, ähnelt hinsichtlich der Wirkung den Amphetaminen, bzw. Amphetaminderivaten, wie MDMA. Durch die Kombination von BZP und MDMA kann es zu einer bedrohlichen Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck kommen. Auch das Mischen mit anderen Substanzen, insbesondere mit Alkohol, kann sehr gefährlich sein. Die Wirkungen sind kaum einschätzbar und die Belastung für Körper und Psyche besonders groß.

Verordnungen zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Bestimmungen 2012/2013

PDF-Download:
26. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Bestimmungen vom 20. Juli 2012.

PDF-Download:
27. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Bestimmungen, Juli 2013.

PDF-Download:
Entwurf der 28. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Bestimmungen, November 2014.

PDF-Download:
Alternativer Sucht- und Drogenbericht 2015

Weitere Informationen zu Research Chemicals als PDF

PDF Download:
Informationen zu 4-MA (4 Methylamphetamin) von der EMCCDA (European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction).

PDF Download: BESCHLUSS DES RATES vom 7. März 2013 über Kontrollmaßnahmen für 4-Methylamphetamin

PDF-Download:synthetische Cannabinoide
Broschüre zu synthetischen Cannabinoiden: Für Mitarbeiter/-innen aus den Bereichen Prävention, Erziehung, Medizin und natürlich für Gebraucher illegalisierter Substanzen.

PDF-Download:Methoxetamin
The EMCDDA–Europol Joint Report on new psychoactive substance methoxetamine (2-(3-methoxyphenyl)-2-(ethylamino)cyclohexanone), submitted in December 2013 to the Council of the EU, the European Commission and the EMA.

PDF-Download:
Ralf Heim, Freie Universität Berlin, Dissertation: " Synthese und Pharmakologie potenter 5-HT2A-Rezeptoragonisten ", PDF 180kb

PDF-Download:
Entwurf der 28. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Bestimmungen, November 2014. Neue Bestimmungen zu 25B-NBOMe, 25C-NBOMe und 25I-NBOMe.

PDF-Download:
Informationen zu 25I-NBOMe

Download als xls-Datei:
In dieser Datei sind alle im BtMG aufgeführten Stoffe mit Stoffbezeichnung, Ausnahmeregelungen und Strukturformel aufgeführt. Sehr umfangreich und informativ!

Die Stoffklasse der Phenethylamine - Alexander Shulgin und Research Chemicals

Research Chemicals Anders als Timothy Leary oder Terence McKenna hat Alexander Shulgin (Bild links) nie versucht, andere zum Konsum von psychedelischen Drogen zu bekehren. Stattdessen "erfindet" er neue psychoaktive Substanzen, lässt Experimente laufen, um ihre pharmakologischen Effekte festzustellen und veröffentlicht seine "Rezepte". Dies sind in der Regel Phenethylamine. Seine Synthese von MDMA (3,4-methylenedioxymethamphetamine), auch bekannt als "Ecstasy", ist das bekannteste Resultat seiner Arbeit.
Aber er stellte auch Dutzende anderer psycho-aktiver Mittel, einschließlich DOM (2,5-dimethoxy-4-methylamphetamine) und 2-CB her. Zusammen mit seiner Frau Ann hat Shulgin zwei Bücher geschrieben, die zum Kultklassiker geworden sind: PIHKAL: Chemichal Love Story (kurz für "Phenethylamines I have known und loved") und TIHKAL: Die Fortsetzung (über Tryptamine).

Phenethylamine, eigentlich 2-Phenylethylamine, auch β-Phenethylamine, Phenylalkylamine und PEA genannt, sind chemische Verbindungen, nämlich Amine, die sich von der Stammsubstanz 2-Phenylethylamin ableiten.

Phenethylamine kommen in Mensch und Tier und überall in der Natur vor. Es existieren zahlreiche psychoaktive Phenethylamine vom Entaktogen- und Halluzinogentypus. Die Stoffklasse der Phenethylamine ist eine Gruppe von Substanzen, deren molekulare Struktur ähnlich ist. Zahlreiche Verbindungen dieser Stoffgruppe, insbesondere die Amphetamine, besitzen psychotrope Eigenschaften. Immer wieder finden auch sythetisch hergestellte Phenylethylamine als Arzneimittel Verwendung, so zum Beispiel bei "Verapamil".

Zu den Phenylethylaminen gehören aber auch Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, das Meskalin, MDMA, Mephedrone, Methylon, DOB und 2C-B (2C-I, 2C-C) - um nur einige zu nennen. Vor allem neue Substanzen aus dieser Reihe nennt man Research Chemicals

Buchtipp zum Thema "Phenethylamine" aus dem Nachtschatten-Verlag

phenethylamine_nachtschatten Phenethylamine-Von der Struktur zur Funktion
Die Grundstruktur der Phenethylamine findet sich in Pflanzen, die Jahrtausende von prähistorischen Kulturen genutzt wurden, ebenso wie in marinen Spezies; in Schlankheitsmitteln, Antidepressiva und Stimulanzien, aber auch in hunderten Wirkstoffen, welche die Wahrnehmung tiefgreifend verändern, in den sogenannten Psychedelika. Eine umfassende und systematische Betrachtung der vielfältigen Aspekte von über 2.300 Substanzen. Das einzige allumfassende Standardwerk für Medizinalchemiker, Pharmakologen, Forensiker, Gesetzgeber, Historiker, Pharmazeuten, Ärzte, Psychiater und Sozialarbeiter.
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- Biochemische und pharmakologische Beschreibungen zu mehr als 2.300 Substanzen der Phenethylamin-Klasse. - Strenge Strukturierung und einfache Navigation (von der Struktur zur Funktion). - Detaillierte Abhandlung der pharmakologischen Profile von Klassenvertretern und ausführliche Präsentation von Struktur-Aktivitätsbeziehungen der verschiedenen Substanzklassen unter Einbezug neuer Gegenüberstellungen wissenschaftlicher Daten. - Schnelle Übersicht durch Tabellen (Referenzen, Werte sowie untersuchte Targets, Bindungsaffinitäten, funktionelle Potenz, Wirkdauer, Wirkart, Humandosis etc.) - Interdisziplinäre Betrachtung aller Aspekte der Phenethylamine: Geschichte, Entwicklung, Pharmakologie, Anwendungsbereiche und Missbrauch.

Phenethylamine-Von der Struktur zur Funktion und weitere Bücher zum Thema Drogen und Genusskultur

Weiterführende Informationen zu "legal highs" und "Research Chemicals"

Auf dem Horrortrip durch Badesalz: Kräutermischungen, die in Wahrheit Rauschdrogen sind: Der Drogenmarkt bringt immer neue gefährliche Substanzen hervor. US-Fahnder schlagen jetzt Alarm. Sie warnen vor Badesalzen, die Menschen in Depression, Selbstverstümmelung und Selbstmord treiben. (Informationen zu Legal Highs)

Lebensgefahr durch Speed mit PMA!
Am 21.01.2011 hat ChEck iT! in einer Speedprobe PMA gefunden. Darüberhinaus enthielt die Probe bk-MBDB.
Lebensgefahr durch Speed

Weitere Informationen zu neuen Substanzen, welche als Amphetamin-Ersatz angeboten werden

Immer öfter wird Methylamphetamin, Methylone und Mephedron in getesteten Speedproben gefunden. Hier findet ihr einen aktuellen Bericht zu diesen Research Chemicals.

Substanzinformationen zu illegalen Drogen

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