Methylon(zurück)
Methylon (3,4-Methylendioxy-N-methylcathinon) ist eine psychoaktive Substanz und gehört zu den Cathinon-Derivaten. Cathinon ist ein Amphetamin und zählt zu den Stimulantien. Es ist eines der Alkaloide aus dem Kathstrauch (Catha edulis). Methylon ist ein Empathogen und gehört zu der Gruppe der Phenethylamine.
Research Chemicals: jetzt nochmal genau...
...sofern das möglich ist, weil das Charakteristischste von Reserach Chemicals ja
eigentlich ist, dass man nicht wirklich viel genaues sagen kann. ☺
Und genau darin liegt auch das erhöhte Risikio. Über genaue Wirkmechanismen,
Giftigkeit, mögliche Langzeitfolgen und ob es eine tödliche Dosierung gibt bzw. wo
die liegt weiß man meist so gut wie nichts, weil es keine wissenschaftlich
aussagekräftigen Studien gibt. Der aktuelle Stand des Wissens reduziert sich fast
ausschließlich auf Berichten von KonsumentInnen. Dass die meisten Research
Chemicals im Moment auch noch legal erhältlich sind, vermittelt bei vielen
KonsumentInnen fälschlicherweise das Bild, sie würden gefahrlos konsumieren.
Wir raten von einem Konsum ab!
Wirkung
Die Wirkung kann als MDMA-ähnlich beschrieben werden: Zu
Beginn überwiegen anregende Effekte (beschleunigter Herzschlag, Unruhe, Hitzewallungen,
Schwitzen), die allerdings schnell nachlassen. UserInnen beschreiben ein angenehmes
Wärmegefühl in Bauch, Nacken und Brust. Ein Gefühl der Zufriedenheit, ruhiger Euphorie,
Gelassenheit und Entspannung wird häufig genannt. Die Gedanken bleiben klar, der
Gedankenstrom wird nicht durch Abdriften und Beeinträchtigung der Kurzzeitgedächtnisses
unterbrochen.
Bei sehr hoher Dosierung stehen die stimulierende Effekte im Vordergrund. Es kommt zu
Unruhe, beschleunigtem Herzschlag, erhöhtem Blutdruck und starkem Zittern (Tremor) des
gesamten Körpers. Darüber hinaus ist das Auftreten von Augenzittern (Nystagmus),
Verkrampfungen der Kaumuskeln und Zuckungen der Gesichtsmuskeln wahrscheinlich. (siehe auch :Research Chemicals)
Metyhlon wird immer öfter als Ersatz zuMDMA angeboten und genutzt. Es unterscheidet sich in seiner molekularen Struktur nur geringfügig vom MDMA-Molekül. Durch diese molekulare Ähnlichkeit ist auch das Wirkungsspektrum analog zu dem des MDMA. Das heißt, Methylon ist ein Entaktogen und ein Emphatogen. Es öffnet innere Kanäle, fördert die Kommunikation, und macht euphorisch.
Nebenwirkungen
Zu den Nebenwirkungen von Methylon ist aufgrund mangelnder Langzeitstudien leider nichts bekannt. Aus diesem Grund gibt es auch keine verlässlichen Angaben zu Wechselwirkungen mit anderen Drogen beiMischkonsum. Fest steht allerdings, dass beim Konsum anderer Psychostimulanzien wie Amphetamin, hohe Dosen Koffein, Kokain, oder bei der Einnahme von MAO-Hemmern es zu lebensbedrohlichem Situationen kommen kann. Beim Mischkonsum mit Medikamenten kann es zu mitunter gefährlichen Wechselwirkungen kommen. Auf keinen Fall sollte Methylon konsumiert werden, wenn die Person mit Antidepressiva, Dextromorphan (Hustenmedikament) oder Tramadol (Schmerzmittel) behandelt wird.
Es ist anzunehmen dass Methylon genau wie MDMA eine starke Belastung für Herz, Leber und Nieren darstellt.
Aus diesem Grund raten wir vom Konsum dieser Substanz ab.
Die Stoffklasse der Phenethylamine
Die Stoffklasse der Phenethylamine ist eine Gruppe von Substanzen, deren molekulare Struktur ähnlich ist. Zahlreiche Verbindungen dieser Stoffgruppe, insbesondere die Amphetamine, besitzen psychotrope Eigenschaften. Immer wieder finden auch synthetisch hergestellte Phenylethylamine als Arzneimittel verwendung, so zum Beispiel bei "Verapamil".
Zu den Phenylethylaminen gehören aber auch Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, das Meskalin, MDMA, Mephedrone, DOB und 2C-B (2C-I, 2C-C) - um nur einige zu nennen.
Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum von Drogen animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Die AutorInnen können keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen übernehmen, die sich aus dem Gebrauch dieser Informationen ergeben!
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