Methoxetamine (MKet, MXE): ein hochpotentes Ketamin-Analog (zurück)

Methoxetamin ist eine recht neue und gezielt entwickelte dissoziative Droge

methoxetamine Methoxetamin (2-(3-methoxyphenyl)-2-(ethylamino)cyclohexanone) oder (3-MeO-2-Oxo-PCE), gehört zur Gruppe der Arylcyclohexylamine. Diese umfassen eine pharma­kologisch diverse Gruppe von Stimulanzien, Opioiden und vor allem Dissoziativa, wie PCP und Ketamin. Weitere Bezeichnungen und Synonyme für Methoxetamin sind 3-MeO-2-Oxo- PCE, MXE, MXE100 und "metoksetamiini" (Finnish).

Außerdem wurden folgende Bezeichnungen verwendet: MXE, Mexxy, M-ket, MEX, Kmax, Special M, MA, legal ketamine, Minx, Jipper and Roflcoptr.

Bei Raumtemperatur ist Methoxetamin ein kristallines, weißes Pulver.

Methoxetamin ist ein Dopamin-Wiederaufnahmehemmer und wirkt als Kanalblocker an den NMDA-Rezeptoren. Eine pathologische Fehlsteuerung der NMDA-Rezeptoren wird mit der Krankheit "Schizophrenie" in Verbindung gebracht. Auch für die sogenannten Nahtod-Erfahrungen wird eine Beeinflussung von NMDA-Rezeptoren verantwortlich gemacht, denn NMDA-Antagonisten wie Ketamin oder PCP können solche Effekte hervorrufen. Außerdem besitzt Methoxetamin eine starke Opioid-Affinität.

Diese Dissoziativa können eine recht dunkle Seite haben, die den klassischen Serotonin-Wiederaufnahme-hemmenden Psychedelika (wie MDMA) fehlt. Methoxetamin sollte nur in sehr kontrolliertem Setting und nur von erfahrenen Usern verwendet werden. Methoxetamin ist keine Partydroge!

Methoxetamin ist nicht erforscht, es gibt keine wissenschaftlichen Belege über die Wirkung, Nebenwirkungen und Langzeitschäden dieser Substanz. Deshalb kann man im Moment nur auf Usererfahrungen zurückgreifen.

Dosierung von Methoxetamin

Die Dosis ist vom Körpergewicht abhängig. Nach Berichten wird mit ca. 10 - 20 mg begonnen (siehe auch: Infos bei Erowid), nach ca. 20 Minuten flutet die Substanz an. Es kann genieft oder i.m. injiziert werden. Beim i.m. Injizieren sollte man auf alle Fälle Mikrofilter benutzen, da die Gefahr einer Abszessbildung groß ist.

Wirkung von Methoxetamine

Methoxetamin ist eine Substanz, welche dissoziativ wirkt. Der Zustand wird als eine Mischung aus Ketamin und LSD beschrieben. Zu erwarten ist außerdem ein Verlust des Zeitgefühls, ebenso können Artikulationsschwierigkeiten auftreten.

Die Koordination von Bewegungsabläufen kann unter Umständen sehr schwer fallen, oder sich anfühlen, als würde man auf Wolken gehen (ähnlich wie beim Ketamin). Da die Signalübertragung an den Nervenenden verlangsamt abläuft, kann es dazu kommen, dass man Hitze oder Kälte erst sehr spät realisiert. Außerdem können selbst die einfachsten Dinge in ihrer Umsetzung äußerst kompliziert sein. Die Realitätswahrnehmung scheint Brüche zu haben und splittet sich auf.

Optische und akustische Halluzinationen können auftreten. Identifikationen mit Objekten sind möglich, allerdings ist ein Zurückgreifen auf das klare Bewusstsein und die Selbstreflektion jederzeit umsetzbar. Die Wirkdauer liegt zwischen 3 und 8 Stunden. Das vollständige Erinnerungsvermögen an die Substanzerfahrung bleibt. In der anstrengenden Hochphase der Substanzwirkung am besten hinlegen und die Augen schließen, wenn dies möglich ist.

Erfahrungsbericht zu Methoxetamine

Also: Richtig ist, es wirkt dissoziativ, wie ich jetzt gelernt habe. Also, du hast das Gefühl, dein Alltagsbewusstsein – welches wir ja in der Regel als recht konstant empfinden - wird "zerschnitten". Und genau so ist auch oft der Zustand. So, dass du das Gefühl hast, dass eben deine Realitätswahrnehmung "Brüche" hat. In der Hochphase der Wirkung hast du das Gefühl, deine Wahrnehmung splittet sich immer und immer und immer wieder auf.

Trotzdem hatte ich jederzeit ein recht klares Bewusstsein. Ich wusste, wer ich bin und war mir bewusst darüber, dass ich diese Substanz genommen hatte und diese jetzt wirkt. So konnte ich all mein Erleben in diesen (beruhigenden) Kontext stellen und auch recht analytisch die Situation reflektieren (also: Selbstreflektion war möglich, das Dissoziative bezieht sich - bei mir jedenfalls - weniger auf eine "Ich-Auflösung", sondern eher auf dieses "Zerschneiden" der Realitätswahrnehmung).

Es kam allerdings auch zu "Identifikationen". Das bedeutet, als ich in Embryonalhaltung im Wald lag, wo ein Feuer brannte, habe ich mich visuell und auch sehr gefühlsmäßig mit dem Feuer identifiziert. Vor meinem geistigen Auge habe ich so was wie ein Feuermandala gesehen und habe mich selbst als das Zentrum des Feuers empfunden. Allerdings ohne jede Gefahr, da reinzuspringen. Wie gesagt, ich war mir die ganze Zeit bewusst, was ich da mache.

Das Gruppengefühl war sehr ausgeprägt. Das heißt, die ganze Zeit hatte ich das Wissen darüber, was in der Gruppe läuft, wer auf wen fixiert war und was die Gruppe als nächstes machen wird, also unmittelbar bevor das passierte. Das bedeutet: Wenn wir halt alle aufgestanden sind, um in die "Küche" zu gehen, war das eine absolut gemeinsame Entscheidung und es war allen klar, dass dies jetzt der richtige Entschluss ist. Es lag so in der Luft, das zu tun und war absolut logisch.

Insgesamt eine Erfahrung, die schon in Richtung "psychedelisch" geht, allerdings aufgrund dieser ständigen "Aufspaltung" der Realität etwas anstrengend, zumal die Körperkoordination zeitweise extrem schwierig ist. Auch die Artikulation. Das macht die ganze Sache etwas unschön, da du dich die gesamte Zeit über ziemlich konzentrieren musst. In der Hochphase habe ich mich deshalb lieber hingelegt und die Augen zugemacht.

Interview mit dem Chemiker, der Methoxetamin hergestellt hat

M. ist einer der angesehensten Chemiker der Untergrundszene. Er zeichnet sich für die Entdeckung und Popularisierung zahlreicher Drogen des grauen Marktes verantwortlich. Seine jüngsten Untersuchungen zu Ketamin und dessen chemischen Variationen haben das neuste dissoziative Anästhetikum hervorgebracht, das seit Kurzem unter dem Namen Methoxetamin seinen Weg in die Nasen und After experimentierender Laien auf der ganzen Welt findet. Methoxetamin ist ein beispielhaftes Endprodukt einer vorsätzlichen und genau geplanten Drogenentdeckung.

Das ganze Interview ist zu lesen auf: Vice.com

PDF-Download zu Methoxetamin

PDF-Download:Methoxetamin
The EMCDDA–Europol Joint Report on new psychoactive substance methoxetamine (2-(3-methoxyphenyl)-2-(ethylamino)cyclohexanone), submitted in December 2013 to the Council of the EU, the European Commission and the EMA.

Recht und Gesetz zu Methoxetamin

In Deutschland unterliegt Methoxetamin (2-(Ethylamino)-2-(3- methoxyphenyl)cyclohexanonm auch MXE genannt) seit 2013 dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Siehe auch "Siebenundzwanzigste Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften" unter: Research Chemicals PDF-Download

Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum der Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Die AutorInnen können keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen übernehmen, die sich aus dem Gebrauch der Substanz ergeben!

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