MDMA, Ecstasy, XTC(zurück)
MDMA ist ein Entaktogen, aus der Gruppe der Amphetamine (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin). Es
wird meist als Tablette oder in Form von Kristallen angeboten, und wurde erstmals 1898 synthetisiert
MDMA bewirkt die Ausschüttung von Serotonin, einem körpereigenen
Botenstoff und verschafft so ein befristetes Glücksgefühl. Die
Droge verleiht dem Konsumenten die Fähigkeit sich in andere Menschen
einzufühlen, sie steigert das Mitteilungsbedürfnis und die Körpertemperatur.
MDMA ist meist in Ecstasy-Pillen enthalten. Diese bestehen allerdings nicht immer nur aus MDMA, sondern manchmal auch aus anderen Stoffen wie MDA, MDEA oder MDDB, die sich in ihrer Wirkung mehr oder weniger stark von MDMA unterscheiden (siehe auch:Research Chemicals). MDMA wird aber auch in Kapseln verkauft, ist jedoch nur noch selten in dieser Konsumform zu haben. Kapseln enthalten im Durchschnitt ca. 80-120 mg MDMA (selten 150 mg oder mehr).
Wirkung:
MDMA wirkt 30-40 Minuten nach der oralen Einnahme zuerst leicht euphorisierend. Diese Euphorie steigert sich im Laufe der Substanzwirkung stetig. Im Gehirn werden große Mengen von Serotonin ausgeschüttet, was unter Umständen - bei entsprechender Dosis - ein extremes "Draufgefühl" auslöst. Trotzdem wirkt MDMA allgemein entspanntend und macht kommunikativ. Die Kontakte wirken emotional gefärbt und von tieferer Bedeutung als im alltäglichen Bewusstsein. Ganz allgemein löst MDMA seelische Verspannungen und macht eine intensive und tiefe Exploration der inneren Welten möglich. Nach etwa 6 Stunden klingt die Wirkung von MDMA langsam ab.
Im Gehirn wirkt MDMA auf die Synapsen, indem es die Serotoninausschüttung
erhöht und die Rückaufnahme hemmt, und ist somit ein ein sogenannter "Rückaufnahmehemmer",
was zuWechselwirkungen mit diversen Psychopharmaka führen kann. Der Puls wird durch die Substanz
beschleunigt und die Pupillen werden erweitert. Viele User spüren auch eine Verkrampfung der Kaumuskulatur.
Etwa 15 - 20 Minuten nach der Einnahme macht sich meist eine Unruhe bemerkbar. Diese Phase kann auch von Angst begleitet sein.
Doch meist stellt sich bald darauf eine allgemeine Beruhigung ein.
Nebenwirkungen:
MDMA hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin, während dieses gleichzeitig vermehrt ausgeschüttet wird.
MDMA wirkt euphorisierend, in hohen Dosen kann es in seltenen Fällen leichte Halluzinationen auslösen.
Die Hauptwirkung sind jedoch empathogener Art (das Empfinden für Gefühle anderer Menschen verstärkend)
und entaktogener Art (innere Empfindungen erzeugend).
Nach dem Konsum von MDMA kann es unter Umständen zu einem Stimmungstief oder zu Depressionen kommen - dass liegt in der Regel an dem fehlenden Serotonin. Sobald sich der Serotoninspiegel wieder erholt hat, gehen diese Symptome schnell wieder zurück.
Wieterführende Informationen:
(siehe auch:psycholytische Therapie)
(siehe auch:MDMA bei der Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörung)
(siehe auch: Ritualdynamik beim Gebrauch von psychoaktiven Substanzen)
Weierführender Link zum Thema:Ecstasy in der Technoszene - Eine Form integrierten Drogengebrauchs?
Diplomarbeit von Jörn Dreissigacker
MDMA fällt unter das BtmG und der Besitz ist strafbar! Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum der Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Die AutorInnen können keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen übernehmen, die sich aus dem Gebrauch der Substanz ergeben!
Social Bookmarks:
