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LSA - Heilmittel der Azteken (Ololiuqui)

LSALSA ist auch bekannt als d-lysergic acid amide, d-lysergamide, ergin und LA-111. Es ist ein Alkaloid aus der Ergot-Familie und tritt in einigen Windengewächsen und in einigen Pilzarten – wie dem Mutterkorn – auf. Es ist das dominante Alkaloid in Ololiuhqui (Rivea corymbosa) und Morning Glory (Ipomoea violacea). In Deutschland auch bekannt unter dem Namen Himmelblaue Trichterwinde.(Bild rechts)

LSA ist ein Vorläufer von LSD (Lysergsäurediethylamid) und hat ähnliche Eigenschaften wie das LSD.

LSA wurde 1947 von Albert Hofmann in Selbstversuchen getestet – lange bevor das eigentlich psychoaktive Alkaloid entdeckt wurde. Auch war ihm zu dieser Zeit noch nicht bewusst, dass erginhaltige Pflanzen eine lange traditionelle Nutzung besaßen.

Jahrhundertelang verfügten ausschließlich die Indianer in Mexico über Kenntnisse bezüglich der Anwendung von Ololiuhqui. In dieser Umgebung wurden die Samen öfter gebraucht als andere Halluzinogene. Auch heutzutage kann man in fast jedem Dorf in Oaxaca erleben, wie die Einwohner Ololiuqui anwenden, um Antworten und Hilfe von 'oben' zu bekommen.

Aztekische Priester gebrauchten es für psychedelische Zwecke wie Kommunikation mit den Göttern. Die Samen sind ebenfalls ein traditionelles Heilmittel in Mexico. Man sagt, dass sie Wunder bewiken, vorausgesetzt, sie werden auf richtige Weise angewendet. Auch hier sind, wie bei allen Psychedelika, Set und Setting von entscheidender Bedeutung.

Eine der ersten Beschreibungen und die erste Darstellung der Ololiuqui wurden von Francisco Hernandez, gegeben. In seinem berühmten "Rerum medicarum Novae Hispaniae Thesaurus, seu plantarum, animalium, Mineralium mexicanorum historia", die im Jahre 1651 in Rom erschien, beschriebt und klassifiziert Hernandez Ololiuqui unter der Überschrift "De Oliliuhqui, seu planta orbicularium foliorum". In dieser Arbeit behauptet Hernandez, dass Priester die Ololiuqui aßen in ein Delirium fielen, in dem sie waren in der Lage waren, Meldungen aus der übernatürlichen welt zu erhalten und mit ihren Göttern zu kommunizieren.

Dosierung und Dauer der Wirkung von LSA (d-lysergic acid amide)

Eine Dosierung von 500 Microgramm löst einen traumartigen Zustand, mit der Unfähigkeit, klar und strukturiert zu denken, aus. Nach einer kurzen Periode des Schlafens lassen die Effekte nach und innerhalb von 5 Stunden stellt sich der normale Bewusstseinszustand wieder ein.

Die Wirkung hält in der Regel 4 bis 8 Stunden an, wobei die eigentliche Wirkung je nach Zubereitungs- und Konsumform nach etwa 30 Minuten bis zwei Stunden einsetzt. Bei mangelnder Zerkleinerung der Samen kann eine Wirkung auch erst Stunden später (Gefahr der Überdosierung) oder gar nicht eintreten.

Vom Mischkonsum mit anderen Drogen wird abgeraten!

Vorkommen

In der stärksten natürlich vorkommenden Konzentration liegt LSA aber in den Samen der Hawaiianischen Baby-Holzrose (Argyreia nervosa) vor, bei der die Konzentration bis zu 10 Mal höher als bei Ipomoea tricolor angegeben wird. Wie bei den meisten Naturdrogen ist der Gehalt der Stoffe je nach Anbauregion und Sorte schwankend.

PDF-Download zu natürlichen psychoaktiven Substanzen

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Eine Übersicht natürlicher psychoaktiver Substanzen (eng): Psychoaktive Substanzen haben den neugierigen Geist der Schamanen, Wissenschaftler, Künstler und Laien seit der Antike fasziniert. Während des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die chemische Zusammensetzung der wichtigsten psychoaktiven Drogen, wie Opium, Cannabis, Koka-und "Magic Mushrooms", vollständig aufgeklärt. Die Wirkungsweise der Hauptbestandteile hat sich auch auf molekularer Ebene entschlüsselt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Verwendung von pflanzlichen Drogen, wie Kava, Kratom und Salvia divinorum, über ihre traditionelle geografische und kulturelle Grenzen hinweg ausgedehnt.

Weiterführende Informationen zu Naturdrogen

Informationen zu Kratom
Informationen zu Stechapfel
Informationen zu Psychoaktive Pilze

Auch wenn LSA und LSA-haltige Pflanzen generell als legal angesehen werden, da sie nicht dem BtMG unterliegen, ist davon auszugehen, dass LSA unter die Definition von § 2 des AMG fällt, sobald es für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt ist. Somit ist Herstellung und Verkauf einer Substanz nach dem AMG reguliert, unabhängig davon in welcher Form die Substanz vorliegt. Der Verkauf und die Herstellung von Arzneimitteln ohne Genehmigung ist strafbar.

Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum der Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Die AutorInnen können keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen übernehmen, die sich aus dem Gebrauch der Substanz ergeben!

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