Kratom (Roter Sentolbaum)(zurück)

Kratom | Mitragynin | Mitragyna speciosa

kratom Kratom, Mitragyna speciosa, auch Kratombaum oder Roter Sentolbaum genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Sie stammt aus Malesien. Kratom wächst in den Regenwäldern in Süd-Ost-Asien, hauptsächlich Thailand und Malaysia, wo es traditionell zur medizinischen Behandlung verwendet wird. Synonyme lauten Biak, Gra-tom, Biak-Biak, Katawn, Krton, Mabog oder Mambog.

Kratom ist ein Laubbaum mit grünen, ovalen Blättern (siehe unten) und er treibt gelbe bis orangerote, langgestielte Blüten. In Thailand werden die Blätter getrocknet und meistens in Form von Tee konsumiert. Kratom gilt in Asien als gängiges Mittel zum Abnehmen, aber auch beim Opiatentzug und ist dort weit verbreitet und sehr beliebt, er wird so schon seit Jahrhunderten als medizinische Heilpflanze eingesetzt.

Die geernteten Laubblätter werden frisch oder getrocknet als Arzneimittel verwendet und enthalten mehr als 25 verschiedene Alkaloide. Das Hauptalkaloid der Blätter ist das psychoaktive Mitragynin (Mitragyn), es wurde nur in dieser Art nachgewiesen, das Hauptalkaloid der Früchte ist 7-Hydroxy-Speciociliatin.

Die Anwendung von Kratom (Mitragyna speciosa) und allgemeine Informationen

Kratom wird in Asien seit Jahrhunderten als Heilmittel angewendet. Die Wirkungen des Kratoms sind sehr unterschiedlich. Er hat bei niedrigen Dosierungen eine aufputschende und stimulierende Wirkung, aber auch eine dämpfende opiat-ähnliche Wirkung bei hoher Dosierung. Im allgemeinen wirkt es schmerzlindernd und steigert die Euphorie. Außerdem beruhigt Kratom das ZNS (zentrales Nervensystem). Als (seltene) Nebenwirkungen können ein trockener Mund, Appetitverlust, Harndrang, Verstopfung und Kreislaufprobleme auftreten. Kratom wirkt relativ schnell und die Wirkung hält einige Stunden an.

Kratom beeinhaltet viele Alkaloide, wie beispielsweise Mitragynin, Mitraphyllin und 7-Hydroxymitragynin, was vermutlich den hauptsächlich effektiven Wirkstoff Kratoms darstellt.

Auch wenn diese Substanzen in ihrer chemischen Struktur Yohimbin und anderen Tryptaminen sehr ähnlich sind, ist ihre pharmakologische Wirkung dennoch sehr unterschiedlich. Kratom enthält darüber hinaus weitere Alkaloide, denen eine große Rolle im Immunsystem zugeschrieben wird, sowie Epicatechin, was auch in dunkler Schokolade vorkommt und ein wirksamer Antioxidant ist. Diese Substanz ist verwandt mit dem Wirkstoff, dem die gesunde Wirkung des grünen Tees zugeschrieben wird.

Kratom bei der Behandlung von Entzugssymptomen nach Opiat-Konsum

Kratom wirkt bei der Behandlung von Entzügigkeit insofern, dass das Gliederreißen merklich gemindert wird, sowie das Gefühl der Schlappheit. Außerdem behebt es Durchfälle und Übelkeit. Eine leichte Steigerung der Motivation, also Erhellung des Gemüts ist außerdem zu erwarten.

Dosierung und Wirkdauer von Kratom

Kratomblätter Die Wirkdauer bei der Einnahme von ca. 1 g getrockneter Blätter Thai-Kratom (welches als potenteste Form gilt) beläuft sich auf etwa zwei bis drei Stunden. Der Wirkungseintritt ist unmittelbar, bzw. bedarf etwa 15 bis 20 Min.

Die Darreichungsform von Kratom als getrocknete Blätter (Tee) besitzt in jedem Fall eine potentere Wirksamkeit als z. B. Harz. Es empfiehlt sich, die Blätter zu kauen und direkt heißes Wasser oder Tee nachzutrinken, anstatt einen Tee aufzubrühen, da ansonsten eine Menge an Wirksamkeit eingebüßt wird.

Verwendet man Kratomharz, muss dieses zunächst in heißem Wasser oder Tee aufgelöst und eine wesentlich größere Menge verwendet werden. Die Wirkung tritt aber ebenfalls spätestens nach etwa 15 bis 20 Minuten ein. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, auf keinen Fall während oder nach der Substanzaufnahme Blasen- und Nieren-Tee (oder Entschlackungstee) zu verwenden. Dies verkürzt die Wirkdauer und kann zu unverhofft plötzlichem Wiederauftreten der eventuellen Entzugssymptomatik führen.

Toleranzbildung bei Kratomkonsum

Bei dauerhafter oder längerer Anwendung kommt es zu einer Toleranzbildung, was bedeutet, dass Kratom dann kaum noch wirkt. Zunächst kann mit einer Dosissteigerung diesem Phänomen entgegengewirkt werden. In der Regel sollte allerdings das Kratom dann abgesetzt werden. Nach ein bis zwei Wochen Konsumpause stellt sich die gewohnte Wirkung bei normaler Dosierung wieder ein.

Weiterführende Informationen zu Kratom

Das Hauptalkaloid der Blätter des Roten Sentolbaum (Mitragyna speciosa), Mitragynin, ist ein Analgetikum, seine Wirkung ist der des Codeins sehr ähnlich, jedoch ohne viele seiner Nebenwirkungen. Regelmäßiger unkontrollierter Ktatomgenuss kann zu einer leichten Abhängigkeit führen.

Das Verbot von Kratom in Thailand

Am 3. August 1943 wurde der Kratombaum durch den "Kratom Act 2486" als verboten deklariert. Der Handel, der Besitz sowie der Konsum von Kratomprodukten war verboten. Ebenso durften keine Kratombäume gepflanzt werden. Hinzu kam, dass alle bestehenden Kratombäume abgeholzt werden mussten. Da der Kratombaum jedoch in Thailand beheimatet ist, stellte dies ein realitätsfernes Vorhaben dar.

Es ist anzunehmen, dass nach dem Jahr 1942, als der “East Asian War” ausbrach und der Preis für Opium extrem anstieg, die thailändische Regierung, die in den Opiumhandel involviert war, veranlasste, Ersatzprodukte - wie Kratom - zu verbieten, da viele Opium- und Heroin-Konsumenten auf das günstigere Kratom umstiegen.

Eine Übersicht natürlicher psychoaktiver Substanzen

Psychoaktive Substanzen haben den neugierigen Geist der Schamanen, Wissenschaftler, Künstler und Laien seit der Antike fasziniert. Während des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die chemische Zusammensetzung der wichtigsten psychoaktiven Drogen, wie Opium, Cannabis, Koka-und "Magic Mushrooms", vollständig aufgeklärt. Die Wirkungsweise der Hauptbestandteile hat sich auch auf molekularer Ebene entschlüsselt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Verwendung von pflanzlichen Drogen, wie Kava, Kratom und Salvia divinorum, über ihre traditionelle geografische und kulturelle Grenzen hinweg ausgedehnt.

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Rechtliche Implikationen zu Kratom (Mitragynin)

In Deutschland unterliegt Mitragynin nicht dem BtMG. Es fällt aber unter die Definition von § 2 Abs. 1 des AMG (Arzneimittelgesetz), sobald es für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt ist.

In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.

Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum der Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren.

Weiterführende Informationen zu Naturdrogen

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