Kratom (Roter Sentolbaum)(zurück)
Kratom | Mitragynin | Mitragyna speciosa
Kratom, Mitragyna speciosa, auch Kratombaum oder Roter Sentolbaum genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).
Sie stammt aus Malesien. Kratom wächst in den Regenwäldern in Süd-Ost-Asien, hauptsächlich Thailand und Malaysia, wo es traditionell zur medizinischen Behandlung
verwendet wird.
Kratom ist ein Laubbaum mit grünen, ovalen Blättern (siehe unten) und er treibt gelbe bis orangerote, langgestielte Blüten.
In Thailand werden die Blätter getrocknet und meistens in Form von Tee konsumiert. Kratom gilt in Asien als gängiges Mittel zum Abnehmen, aber auch beim Opiatentzug
und ist dort weit verbreitet und sehr beliebt, er wird so schon seit Jahrhunderten als medizinische Heilpflanze eingesetzt.
Die geernteten Laubblätter werden frisch oder getrocknet als Arzneimittel verwendet. Synonyme lauten Biak, Gra-tom, Biak-Biak, Katawn, Krton, Mabog oder Mambog.
Das Hauptalkaloid der Blätter ist das psychoaktive Mitragynin (Mitragyn), es wurde nur in dieser Art nachgewiesen, das Hauptalkaloid der Früchte ist 7-Hydroxy-Speciociliatin.
Die Anwendung von Kratom (Mitragyna speciosa) und allgemeine Informationen
Kratom wird in Asien seit Jahrhunderten als Heilmittel angewendet. Die Wirkungen des Kratoms sind sehr unterschiedlich. Er hat eine aufputschende und stimulierende, aber auch eine dämpfende opiat-ähnliche Wirkung.
Im allgemeinen wirkt es schmerzlindernd und steigert die Euphorie. Außerdem beruhigt Kratom das ZNS (zentrales Nervensystem). Als (seltene) Nebenwirkungen können ein trockener Mund, Appetitverlust, Harndrang, Verstopfung
und Kreislaufprobleme auftreten.
Kratom beeinhaltet viele Alkaloide, wie beispielsweise Mitragynin, Mitraphyllin und 7-Hydroxymitragynin, was vermutlich den hauptsächlich effektiven Wirkstoff Kratoms darstellt.
Auch wenn diese Substanzen in ihrer chemischen Struktur Yohimbin und anderen Tryptaminen sehr ähnlich sind, ist ihre pharmakologische Wirkung dennoch sehr unterschiedlich. Kratom enthält darüber hinaus weitere Alkaloide,
denen eine große Rolle im Immunsystem zugeschrieben wird, sowie Epicatechin, was auch in dunkler Schokolade vorkommt und ein wirksamer Antioxidant ist. Diese Substanz ist verwandt mit dem Wirkstoff, dem die gesunde
Wirkung des grünen Tees zugeschrieben wird.
Kratom bei der Behandlung von Entzugssymptomen nach Opiat-Konsum
Kratom wirkt bei der Behandlung von Entzügigkeit insofern, dass das Gliederreißen merklich gemindert wird, sowie das Gefühl der Schlappheit. Außerdem behebt es Durchfälle und Übelkeit. Eine leichte Steigerung der Motivation, also Erhellung des Gemüts ist außerdem zu erwarten.
Dosierung und Wirkdauer von Kratom
Die Wirkdauer bei der Einnahme von ca. 1 g getrockneter Blätter Thai-Kratom (welches als potenteste Form gilt) beläuft sich auf etwa zwei bis drei Stunden.
Der Wirkungseintritt ist unmittelbar, bzw. bedarf etwa 15 bis 20 Min.
Die Darreichungsform von Kratom als getrocknete Blätter (Tee) besitzt in jedem Fall eine potentere Wirksamkeit als z. B. Harz. Es empfiehlt sich, die Blätter zu kauen und direkt heißes Wasser oder Tee nachzutrinken,
anstatt einen Tee aufzubrühen, da ansonsten eine Menge an Wirksamkeit eingebüßt wird.
Verwendet man Kratomharz, muss dieses zunächst in heißem Wasser oder Tee aufgelöst und eine wesentlich größere Menge verwendet werden. Die Wirkung tritt aber ebenfalls spätestens nach etwa 15 bis 20 Minuten ein.
Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, auf keinen Fall während oder nach der Substanzaufnahme Blasen- und Nieren-Tee (oder Entschlackungstee) zu verwenden. Dies verkürzt die Wirkdauer und kann zu unverhofft
plötzlichem Wiederauftreten der eventuellen Entzugssymptomatik führen.
Weiterführende Informationen zu Kratom
Das Hauptalkaloid der Blätter des Roten Sentolbaum (Mitragyna speciosa), Mitragynin, ist ein Analgetikum, seine Wirkung ist der des Codeins sehr ähnlich, jedoch ohne viele seiner Nebenwirkungen. Regelmäßiger unkontrollierter Ktatomgenuss kann zu einer leichten Abhängigkeit führen.
Rechtliche Implikationen zu Kratom (Mitragynin)
In Deutschland unterliegt Mitragynin nicht dem BtMG. Es fällt aber unter die Definition von § 2 Abs. 1 des AMG (Arzneimittelgesetz), sobald es für die Anwendung an Mensch oder Tier bestimmt ist.
In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum der Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren.
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