Harm Reduction - was ist das? (zurück)

Neue Internetplattform: Harm Reduction.de

Unter dem Begriff "Harm Reduction" (Risikominimierung) versteht man eine Strategie der Aufklärung und Gesundheitsförderung. Zur Zeit wird dieser Begriff immer öfter im Zusammenhang mit Drogenpräventions-Konzepten genannt.

Nachdem in Deutschland die Prohibition gescheitert ist, zumindest was illegalisierte Substanzen angeht, gibt es nach wie vor viele vor allem "akzeptierende Angebote", welche mit diesem nicht ganz neuen Ansatz, seit geraumer Zeit verstärkt in der Jugend- und Partykultur, konzeptionelle Rahmenbedingungen geschaffen haben, in deren Zentrum "Drogenmündigkeit", "Eigenverantwortung", "Konsum-Reflektion" und sachliche Information stehen.

Die einfache Feststellung, dass in unserer Kultur seit Jahrtausenden Drogen konsumiert werden, fordert von Verantwortungsträgern und Institutionen eine klare und sachliche Aufklärung unserer Jugend. Dies ist bisher von den etablierten Institutionen bewusst vermieden worden.

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Wenn über gemeinsam genutzte Konsumutensilien Infektionskrankheiten übertragen werden können, so ist es an uns, in den geeigneten Räumen zum Beispiel "Ziehröhrchen" für den Konsum vonSpeed oder Kokain zur Verfügung zu stellen und die Drogengebraucher für den Einsatz dieser Röhrchen zu sensibilisieren, indem eben jeder sein eigenes benutzt. Dies nennt man "Safer-Use", was zweifellos emanzipatorische Handlungskonzepte darstellt.

Weiter ist eine sachliche und neutrale Aufklärung über Drogen und deren Wirkung der Kernpunkt, wenn es um das Ziel "Drogenmündigkeit" geht. Wer heute noch von "Flashbacks" und "Horrortrips" bezüglich des Konsums vonLSD berichtet, zeigt damit seinen konservativen Hintergrund. Sachliche und neutrale Information sieht anders aus (siehe zum Beispiel: "Psycholytische Therapie" Link: http://www.drogen-info-berlin.de/htm/psycholytische-therapie.html).

Eines der zentralen "Harm Reduction"-Strategien in Europa ist das Drug-Checking. In Deutschland noch weitestgehend unerhört und fern des politischen Tagesgeschehens, wird das Testen von illegalisierten Substanzen (Drogen) im benachbarten Ausland seit vielen Jahren erfolgreich angewendet. Und nicht nur das: die Projekte des Drug-Checking im europäischen Ausland vernetzen sich gegenseitig konsequent, partizipieren von gemeinsamen Datenbanken und stehen so im Austausch. (Link: http://www.drugchecking.de)

Es scheint nun an der Zeit, unsere Kräfte zu bündeln und bundesweite Initiativen und Vereine zielgerichtet und selbst-organisierend in einen gemeinsamen Bezug zu setzen. Dazu sind nun Internetseiten absolut geeignet, aber auch andere Publikationen.

Die neue Webpräsenz: www.harmreduction.de ist ein solcher Versuch, Projekte mit gemeinsamen Interessen auf einer Plattform zu vereinen – und das unter dem einen gemeinsamen Motto: Harm Reduction.

Hier findet ihr Projekte und Initiativen, welche seit vielen Jahren sehr selbstverständlich akzeptierende Drogenarbeit leisten und die für "Safer Use", "Harm Reduction", "Drogenmündigkeit" und sachlich kompetente Aufklärung einstehen. Das Ziel könnte eine emanzipierte, drogenmündige Gesellschaft sein.






Diese Utopie könnte Teil der Selbstverwirklichung des Einzelnen werden.

Weblink:
http://www.harmreduction.de
Wir freuen uns auf deinen/Ihren Besuch.

Weiterführende Informationen

Konsumkompetenz oder Abstinenz :Suchthilfe für Kiffer - eine Kritik (von Kai Morgenstern)

Aktuelle Publikation: Therapie mit psychoaktiven Substanzen - Praxis und Kritik der Psychotherapie mit LSD, Psilocybin und MDMA, Verlag Hans Huber, ISBN 978-3-456-84606-4

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