Pillenwarnungen 2010, Pillencheck und "Böse Pillen"(zurück)

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Auf dieser Seite stellen wir die aktuellen Warnungen zu Pillen und anderer Drogen zur Verfügung. Die angebotenen Informationen kommen - unter anderem - freundlicherweise von "ChEck iT!", Wien. ChEck iT! ist ein gemeinsames Projekt des Vereins Wiener Sozialprojekte, des Klinischen Instituts für medizinische und chemische Labordiagnostik - AKH Wien und wird gefördert aus Mitteln der Sucht- und Drogenkoordination Wien gGmbH, sowie des Bundesministeriums für Gesundheit.

ChEck iT! hat beim letzten Event-Einsatz-Wochenende am 3./4.Juni 2010 insgesamt 126 Proben getestet - darunter eine Reihe an gesundheitlich bedenklichen Substanzen. Wie bereits beim letzten Testing ist ein vermehrtes Vorkommen des Research Chemicals MMC zu beobachten. Auffällig bei diesem Event ist, dass MMC als eine Reihe anderer Substanzen verkauft wurde. Anbei eine ausführliche Bescheibung der getesteten Substanzen:

Eine Tablette ist weiss und hat auf der Vorderseite das Dolce & Gabbana - Kürzel als Logo. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke in etwa 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (42mg).

Eine Tablette ist rosa und hat eine nicht erkennbare Prägung auf der Vorderseite (Szenename: Red Bull). Der Durchmesser beträgt ca. 10 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (25mg).

Drei Tabletten sind weiss und haben eine Krone als Logo auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt sie mCPP (40mg/22mg/10mg).

Eine Tablette ist vergilbt und hat eine Krone als Logo auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (20mg).

Eine gelbe Tablette mit einer Krone als Logo auf der Vorderseite hat einen Ducrhmesser von ca. 8 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (21mg).

Eine Tablette ist hellbraun und hat ebenfalls auf der Vorderseite eine Krone als Logo. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 3 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette Koffein, mCPP, und eine unbekannte Substanz.

stierDrei Tabletten sind rosa und haben als Logo einen Stierkopf auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielten die Tabletten mCPP (73mg/14mg/13mg).

Eine Tablette ist rosa und hat einen Durchmesser von ca. 9 mm. Die Dicke beträgt ca. 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (14 mg).

sternEine Tablette ist weiß und hat einen Stern als Logo auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (30 mg).

roter elephantEine Tablette wurde in zerbröckelter Form zur Analyse gebracht. Die Farbe der ursprünglichen Tablette ist rosa, verkauft wurde sie unter dem namen „roter Elephant“. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (100 mg).

herzEine Tablette ist rot gesprenkelt und hat ein Herz als Logo auf der Vorderseite. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette Amphetamin, Lidocain, mCPP und Koffein.

Als „Ecstasy“ zur Analyse gebrachte Substanzen: (22.05.2010)

Eine Tablette ist rosa gesprenkelt, und hat auf der Vorderseite einen Delphin als Logo. Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke in etwa 5 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP.

Eine Tablette ist weiß. Die Prägung auf der Vorderseite ist eine Krone. Der Durchmesser beträgt 8 mm und die Dicke 4,5 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (60mg)..

Eine Tablette ist vergilbt und mit roten und grünen Punkten gesprenkelt. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 5 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP..

Eine weitere Tablette ist hellgrün. Das Logo auf der Vorderseite ist ebenfalls ein Delphin. Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke in etwa 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP und eine unbekannte Substanz..

Was ist mCPP?

mCPP gehört zu der Gruppe der Piperazine, die Wirkung von mCPP ist ähnlich der von MDMA, wobei neben der vergleichsweise schwachen psychoaktiven Wirkung, wie Glücksgefühlen und optischen Veränderungen beim Konsum von mCPP sehr häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Nierenschmerzen, Nervosität, Schweratmigkeit, Müdigkeit, und mehrere Tage anhaltender „hangover" auftreten. Im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Konsum von MDMA kann es zu Krampfanfällen kommen!

Als „MDMA“in Pulverform zur Analyse gebrachte Substanzen: (22.05.2010)

Sieben Proben wurden als MDMA in Pulverform abgegeben. Sechs dieser Proben enthielten anstelle von MDMA ausschließlich das Reseach Chemical 4-Methylmethcathinon (MMC) in Dosierungen von 850-1000mg/g. Eine weitere Probe enthielt neben MMC (460mg/g) noch zusätzlich eine unbekannte Substanz.
(siehe auch :Research Chemicals)

Was ist MMC ?

MMC (4-Methylmethcathinon) ist chemisch verwandt mit Cathinon, dem stimulierenden Wirkstoff des Kath Strauches, und Methcathinon (Ephedron). MMC ist ein Stimulans und Empathogen und kommt als weißes Pulver bzw. auch in Tablettenform vor. Mephedron gehört zu den sogenannten Research Chemicals, d.h. es ist weitgehend unerforscht, daher gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wirkmechanismen, Risiken, Langzeitfolgen sowie möglichen Gefahren beim Mischkonsum. Durch die stimulierende Wirkung von MMC kann es zu einer, als unangenehm empfundenen Hyperaktivität, starker Erhöhung des Blutdrucks und Herzrasen (bzw. unangenehmen Gefühl in der Herzgegend) kommen. Insbesondere bei Konsum von hohen Dosen können Wahnvorstellungen und Paranoia auftreten. KonsumentInnen berichten weiters von unangenehmen Körpergeruch und Kältegefühl, Hautausschlägen, Kopfschmerzen und Gewichtsverlust. Beim Herunterkommen kann es laut Erfahrungsberichten zu erhöhter Nervosität und Verstimmungen kommen. Langanhaltende Schlaflosigkeit, sowie Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnis und Erinnerungslücken können ebenfalls vorkommen.

Als Kokain zur Analyse gerbrachte Substanzen: (3./4.Juni 2010)

herzFünf als Kokain zur Analyse gebrachte Substanzen enthielten gesundheitlich bedenkliche Beimengungen. In vier Proben wurde neben Kokain das Antihelmintikum Levamisol in unterschiedlichen Dosierungen nachgewisen (min. 6mg/g-max.47mg/g). Eine Probe enthielt neben Kokain (415mg/g) auch Levamisol (75mg/g), das Lokalanästhätikum Lidocain (32mg/g) und Phenacetin. Eine weitere als Kokain verkaufte Probe stellte sich als MMC (250mg/g) heraus.

Was ist Phenacetin ?

Phenacetin ist ein Aminophenol-Derivat, welches bis 1986 zur Schmerzbehandlung und Fiebersenkung eingesetzt wurde. Wegen seiner karzinogenen und insbesondere nierenschädigenden Wirkung in Kombination mit anderen Schmerzmedikamenten wurde es aus dem Handel genommen. Phenacetin kann auch Erregung und Euphorie auslösen und wird vermutlich deshalb als Streckmittel eingesetzt.

Warnung: Kokain mit Levamisol im Umlauf!

Am 27.02.2010 wurde eine als „Kokain“ zur Analyse Substanzen gebracht (Wien), in der neben dem erwarteten Inhaltsstoff Kokain (150mg/g) auch noch das in der Veterinärmedizin angewandte Arzneimittel Levamisol (21mg/g) und eine weitere unbekannte Substanz in hohen Dosen nachgewiesen. Eine weitere als Kokain zur Analsye gebrachte Substanz, wurde am 13.03.2010 getestet: auch diese Probe enthielt neben Kokain (340mg/g) Levamisol in der Dosierung von 114mg/g.

Was ist Levamisol?

Levamisol ist ein Antihelmintikum (wird in der Tiermedizin gegen Wurmbefall eingesetzt), welches früher auch in der Humanmedizin Anwendung fand. Als Beimengung zu Kokain ist die Substanz bereits in den vergangenen Jahren öfters aufgetaucht. Meldungen anderer europäischer Pill-Testing Projekte und des Frühwarnsystems der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (2010) zu folge ist die Beimengung mit Kokain jedoch in letzter Zeit gehäuft aufgetreten. (siehe auch: Kokain mit Entwurmungsmittel)

Es wurden verschiedene Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Levamisol berichtet, unter anderem: allergische Reaktionen (Schwierigkeiten beim Atmen, Anschwellen der Lippen, der Zunge, des Gesichts) und Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems (Verwirrungszustände oder Bewußtlosigkeit, extreme Müdigkeit,...)1. Die bedenklichste Nebenwirkung von Levamisol ist die Veränderung des Blutbildes, Agranulocytosis genannt. Im Zuge dieser kommt es zu einer Reduktion der weißen Blutkörperchen, was in weiterer Folge –aus Mangel an Abwehrkräften- zu lebensbedrohlichen Infektionen führen kann.

Warnung: Pulver mit Methylon im Umlauf!

Eine weiteres weißes Pulver, welches am 27.02.2010 als „unbekannt“ zur Analyse gebracht wurde, stellte sich als das Empathogen Methylon heraus. Da diese Substanz bis dato relativ unerforscht ist, und potentielle Nebenwirkungen, sowie mögliche Langzeiteffekte ungenügend dokumentiert sind, wurde vor der Substanz gewarnt.

Was ist Methylon?

Methylon (3,4-methylanadioxymethcathinone) ist ein Empathogen und gehört zu der Gruppe der Phenethylamine. Die Wirkung kann als MDMA-ähnlich beschrieben werden: Zu Beginn überwiegen anregende Effekte (beschleunigter Herzschlag, Unruhe, Hitzewallungen, Schwitzen), die allerdings schnell nachlassen. UserInnen beschreiben ein angenehmes Wärmegefühl in Bauch, Nacken und Brust. Ein Gefühl der Zufriedenheit, ruhiger Euphorie, Gelassenheit und Entspannung wird häufig genannt. Die Gedanken bleiben klar, der Gedankenstrom wird nicht durch Abdriften und Beeinträchtigung der Kurzzeitgedächtnisses unterbrochen.

Bei sehr hoher Dosierung stehen die stimulierende Effekte im Vordergrund. Es kommt zu Unruhe, beschleunigtem Herzschlag, erhöhtem Blutdruck und starkem Zittern (Tremor) des gesamten Körpers. Darüber hinaus ist das Auftreten von Augenzittern (Nystagmus), Verkrampfungen der Kaumuskeln und Zuckungen der Gesichtsmuskeln wahrscheinlich. (siehe auch :Research Chemicals)

Warnung: Pulver mitButylon (bk-MBDB) im Umlauf!

Eine braune, pulverförmige Substanz wurde als „Mitseez“ zur Analyse gebracht. Sie enthielt das Research Chemical Butylon (bk-MBDB). Wie andere Research Chemicals ist auch diese Substanz weitgehend unerforscht, daher gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wirkmechanismen, Risiken, Langzeitfolgen sowie möglichen Gefahren beim Mischkonsum.

Warnung: Pillen mit Mephedrone im Umlauf!

Diese Pille enthält Methylmethcathinon, auch als Mephedrone oder 4-MMC bekannt. Siehe auch: Informationen zu Mephedrone

Warnung: Pillen mit Methamphetamin im Umlauf!

Die Tablette ist weiß und hat einen Haifisch als Logo auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ist eine Bruchrille. Der Durchmesser der Tablette beträgt ca. 9mm und die Dicke 4mm. Anstelle von MDMA anthielt die Tablette Metamphetamin (30mg). Wenn Du eine Tablette mit besagtem Logo hast, teste sie vorsichtig an (d.h. maximal eine halbe Tablette). Nimm keine weitere Tablette, da die Wirkung von Metamphetamin eine sehr lange Wirkdauer hat (8-24 Stunden). Die Kombination von MDMA und Metamphetamin stellt eine starke Belastung für das Herz-Kreislaufsystem dar!

Warnung: Pillen mitMephedrone im Umlauf!

Über die Wirkung dieser Substanz gibt es bisher so gut wie keine wissenschaftlichen Angaben, nur User-Berichte. Es wird eine stark empathogene, euphorisch machende Wirkung beschrieben und das User einen starken Rededrang entwickeln. Als Nebenwirkungen sind Durchblutungsstörungen beobachtet worden, die Knie, Ellenbogen und Lippen blau werden ließen. Auch ist bekannt, dass Mephedrone ein starkes Verlangen zum Nachlegen erzeugen kann. Nach häufigem Nachlegen wurden Angstzustände und Wahnvorstellungen von Usern beschrieben. Logo: Spirale, Inhalt: 156 mg Methylmethcathinone (4-MMC) & 15.4 mg Koffein

Warnung: XTC mit 4-MMC (Mephedrone) getestet 15.01.2010

Diese Pille enthält neben MDMA auch Methylmethcathinon, auch als Mephedrone oder 4-MMC bekannt. Über die Substanz sind keine wissenschaftlichen Fakten zu Risiken und Nebenwirkungen bekannt. Unsere Infos beziehen sich auf veröffentlichte User-Erfahrungen. Die Risiken des Konsums sind somit nicht abschätzbar! Der Mischkonsum von MDMA und 4-MMC ist ebenfalls nicht erforscht und bedeutet ein nicht abschätzbares Risiko!

Warnung: XTC mit m-CPP, Amphetamin und Coffein (getestet im Dezember 2009)

Diese Pille enthält kein MDMA, sondern m-CPP, Amphetamin und z.T. auch Coffein. Eine schwache wahrnehmungsverändernde Wirkung und leichte Glücksgefühle können sich in seltenen Fällen einstellen. Kurzzeitnebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Deprimiertheit, Nervosität, Schweratmigkeit und Übelkeit bis hin zum Erbrechen.

Warnung: XTC mit m-CPP, Amphetamin und Coffein (getestet im Dezember 2009)

Diese Pille enthält kein MDMA, sondern m-CPP, Amphetamin und z.T. auch Coffein. Eine schwache wahrnehmungsverändernde Wirkung und leichte Glücksgefühle können sich in seltenen Fällen einstellen. Kurzzeitnebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Deprimiertheit, Nervosität, Schweratmigkeit und Übelkeit bis hin zum Erbrechen.

XTC mit m-CPP und Domperidon/Metoclopramid (getestet im Dezember 2009)

Diese Pillen enthalten kein MDMA, sondern m-CPP und Domperidon/Metoclopramid. Eine schwache wahrnehmungsverändernde Wirkung und leichte Glücksgefühle können sich in seltenen Fällen einstellen. Kurzzeitnebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Deprimiertheit, Nervosität, Schweratmigkeit und Übelkeit bis hin zum Erbrechen.

XTC mit m-CPP und Domperidon/Metoclopramid (getestet im Dezember 2009)

Diese Pillen enthalten kein MDMA, sondern m-CPP und Domperidon/Metoclopramid. Eine schwache wahrnehmungsverändernde Wirkung und leichte Glücksgefühle können sich in seltenen Fällen einstellen. Kurzzeitnebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Deprimiertheit, Nervosität, Schweratmigkeit und Übelkeit bis hin zum Erbrechen.

Warnung: XTC mit Methamphetamin! (getestet 04.09.2009)

Diese Pille enthält kein MDMA, sondern Methamphetamin. Bei Methamphetamin handelt es sich um ein sehr potentes Amphetamin, diese Pille ist mit 34.9 mg Methamphetamin sehr hoch dosiert!

Was ist Domperidon und Metoclopramid?

Domperidon ist ein Antiemetikum (Mittel gegen Erbrechen Übelkeit), hat aber selbst keine psychoaktive Wirkung.

Metoclopramid (auch ein Antiemetikum) kann mit vielen anderen Substanzen Wechselwirkungen eingehen und Nebenwirkungen anderer Substanzen verstärken! Es verlangsamt das Reaktionsvermögen, besonders in Kombination mit Alkohol. Desweiteren ist über mögliche Wechselwirkungen von m-CPP und Metoclopramid nichts bekannt!

Warnung: Diese Pillen enthalten unerwartete Substanzen!

ChEck iT! hat am letzten Mai-Wochenende (29./30.5.2009) eine Reihe mCPP-haltiger Tabletten getestet. Zwei als Ecstasy verkaufte Tabletten enthielten mCPP und Metoclopramid. Bei einer Tablette wurde das Piperazin-Derivat TFMPP und eine weitere unbekannte Substanz nachgewiesen. 17 als Ecstasy verkaufte Tabletten enthielten mCPP in unterschiedlichen Dosierungen. Auch in einer als „Amphetamin-Derivat“ verkauften Tablette wurde mCPP nachgewiesen. In mehreren als „Ecstasy“ verkauften Tabletten wurden außerdem anstelle von MDMA unbekannte Substanzen nachgewiesen. Anbei die detailierte Beschreibung der Tabletten.

Die Pille ist weiß und trägt das „Mitsubishi“ Logo auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Pille mCPP (50mg) und Metoclopramid (10mg).

Eine Tablette ist rosa und trägt ebenfalls das „Mitsubishi" Logo auf der Vorderseite. Der Durchmesser liegt bei 8 mm und die Dicke bei 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (54mg) und Metoclopramid (10mg).

Eine Tablette ist weiß und trägt die Prägung in Form eines Sterns auf der Vorderseite. Der Durchmesser liegt bei 8 mm und die Dicke beträgt 4,5 mm. Die Tablette enthielt TFMPP (60mg) und eine weitere unbekannte Substanz.

Als „Ecstasy“ gekaufte Tabletten, die mCPP enthielten:

Eine Tablette ist weiss und hat das „Ying Yang“ Symbol als Logo auf der Vorderseite. Sie enthielt mCPP (40mg).

Zwei Tabletten sind gelb gesprenkelt. Das Logo auf der Vorderseite ist eine Musiknote. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm. Beide Tabletten enthielten jeweils 26mg mCPP.

Eine Tablette ist rot und trägt das „Dolce & Gabbana“ Logo auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 5 mm. Die Tablette enthielt mCPP (30mg).

Vier getestete Pillen sind weiß und sind unter dem Namen „Rolex“ bekannt. Die Prägung auf der Vorderseite ist eine Krone. Der Durchmesser ist ca. 8 mm und die Dicke 4 mm. Die Tablette enthielt mCPP (50mg/50mg/31mg/30mg).

Drei Tabletten sind gelb und tragen ebenfalls das Symbol einer Krone auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt 8 mm, die Dicke ca. 4 mm. Die Tabletten enthielt mCPP (54mg/70mg/40mg).

Eine Tablette ist hellblau und hat auf der Vorderseite ein Fragezeichen als Prägung. Der Durchmesser liegt bei 7 mm und die Dicke bei 3 mm. Die Tablette enthielt mCPP (23mg).

Zwei getestete Pillen sind hell rosa. Das Logo auf der Vorderseite ist ein Stierkopf. Der Durchmesser liegt bei 9 mm und die Dicke bei ca. 4mm. Die Tablette enthielt mCPP (57mg/34mg).

Eine Tablette ist weiß und auf der Vorderseite mit dem „Batman“ Logo versehen. Der Durchmesser liegt bei ca. 9 mm, die Dicke bei 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (105mg).

Als „Ampehtamin-Derivat“ gekaufte Substanz:Eine Tablette ist gelb und hat das Zeichen einer Krone auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt 8 mm, die Dicke ca. 4 mm. Die Tablette enthielt mCPP (43mg).

Was ist mCPP?

mCPP gehört zu der Gruppe der Piperazine, die Wirkung von mCPP ist ähnlich der von MDMA, wobei neben der vergleichsweise schwachen psychoaktiven Wirkung, wie Glücksgefühlen und optischen Veränderungen beim Konsum von mCPP sehr häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Nierenschmerzen, Nervosität, Schweratmigkeit, Müdigkeit und mehrere Tage anhaltender „hangover" auftreten. Im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Konsum von MDMA kann es zu Krampfanfällen kommen!

Was ist TFMPP?

TFMPP ist genauso wie mCPP ein Phenylpiperazin. Die Effekte von TFMPP ähneln jenen von MDMA, wobei die Wirkung stark dosisabhängig ist: Bei hohen Dosen reicht das Wirkspektrum in den entheogenen Bereich (ähnlich Meskalin und Psilocybin).

Allein aufgrund der Einzelwirkungen von Piperazinen und der nicht einschätzbaren Wechselwirkungen zwischen Piperazinen und einer unbekannten psychoaktiven Substanz raten wir vom Konsum ab.

Warnung: Am 4.7. und 7.7.2009 hat ChEck iT! je eine als Ecstasy verkaufte Tablette getestet, die anstelle von MDMA den Wirkstoff PMA (Paramethoxyamphetamin) enthielt.

Die am 4.7.2009 auf einer Technoveranstaltung getestete Pille ist weiß und hat keine Prägung. Die Tablette hat einen Durchmesser von ca. 7mm und eine Dicke von ca. 5mm, ihr Gewicht beträgt rund 0,18g.

Die am 7.7.2009 von ChEck iT! getestete Pille ist ebenfalls weiß und hat keine Prägung. Durchmesser, Dicke und Gewicht sind mit der am 4.7.09 getesten Probe vergleichbar.

Bereits am 30.01.2009 hat die Polizei Bremen vor als Ecstasy verkauften Pillen, die statt MDMA den Wirkstoff Paramethoxyamphetamin (PMA) enthalten, gewarnt. Die Pillen waren ebenfalls weiß und ohne Prägebild.

Was ist PMA/PMMA?

Ca. eine Stunde nach der Einnahme von PMA /PMMA steigen Blutdruck und Körpertemperatur plötzlich und stark an. Da UserInnen selten wissen, dass sie PMA und kein Ecstasy nehmen und die erwünschte Wirkung nach 30 bis 40 Minuten nicht eintritt, kommt es vor dass "nachgeworfen" wird, noch bevor die toxischen Symptome auftreten. Dieser Irrtum kann lebensgefährlich sein. Bereits eine Einnahme von 2 Pillen (Dosierung knapp über 50mg) kann zu einer lebensbedrohlichen Überhitzung des Körpers und Blutdrucks und damit zu multiplen Organversagen führen.

Aus diesen Gründen sollte beim Konsum von Ecstasy hohe Dosierungen und „nachwerfen“ unterlassen werden. Weltweit sind bereits mehrere Personen (darunter im Jahr 2000 ein Österreicher) an PMA/PMMA gestorben.

Wie erkenne ich eine PMA Überdosierung?
Starkes Schwitzen, Körpertemperatur bis über 40 Grad, Muskelkrämpfe, Anstieg von Blutdruck, Herzrhythmusstörungen, schnelle aber schwere Atmung, Einschlafen der Glieder, sprunghafte Bewegung der Augen; Bei diesen Symptomen (Verdacht auf PMA/PMMA Einnahme) sofort Rettung (112) rufen!


Aktuelle PMA-Warnung als PDF downloaden

Achtung: Pillen mit völlig unbekannten Substanzen im Umlauf!

Drei der getesteten Tabletten sind rosa und tragen auf der Vorderseite einen Stern als Logo. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke ca. 5 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette eine neue unbekannte Substanz.

Eine Tablette ist weiß und hat auf der Vorderseite eine Herz-Prägung. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm, die Dicke: 5 mm. Sie enthielt anstelle von MDMA eine neue Substanz.

Eine Tablette ist hellblau. Die Prägung auf der Vorderseite ist eine Musiknote. Der Durchmesser liegt bei 8 mm. Die Pille ist ca. 5 mm dick. Sie enthielt eine neue unbekannte Substanz.

Warnung: mit Insektizid versetzte Ecstasy- Tabletten in der Türkei im Umlauf

In der Türkei wurden mehrere als "Ecstasy" verkaufte Tabletten beschlagnahmt, die mit dem Insektizid Carbaryl versetzt waren. Carbaryl wird hauptsächlich zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. In erster Linie wird das Insektizid gegen den Befall einer bestimmten Falterart eingesetzt, desweiteren wird es verwendet, um Haustiere vor Flöhen und Läusen zu schützen. In der Türkei wurden seit September 2007 sechs als Ecstasy verkaufte Pillen beschlagnahmt, die bis zu 100mg Carbaryl enthielten. Diese Dosis reicht aus, um beim Menschen psychische Effekte zu verursachen. Mögliche Symptome werden wie folgt beschrieben: verzerrte Wahrnehmung, Übelkeit, Schwindel, Schwächegefühl, vermehrtes Schwitzen.

Da über Wechselwirkungen mit anderen Substanzen bis dato nichts bekannt ist, sowie aufgrund der Einzelwirkungen der Substanz, raten wir vom Konsum ab. Es ist nicht abzuschätzen inwieweit die Vorfälle auf die Türkei beschränkt bleiben. In jedem Fall sollten sich UrlauberInnen, die sich trotz des rechtlichen und gesundheitlichen Risikos zum Konsum und/oder Erwerb von XTC Tabletten entschließen, besonders Acht geben.

Pillenwarnungen Seite 1

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