Pillenwarnungen, Pillencheck und "Böse Pillen"(zurück)
Aktuelle und archivierte PillenlisteSeite 1 | Seite 2 | Hochdosiertes MDMA
Auf den folgenden Seiten stellen wir die aktuellen Warnungen zu Pillen und anderer Drogen zur Verfügung. Die angebotenen Informationen werden - unter anderem - freundlicherweise durch "saferparty.ch" und "ChEck iT!", Wien zur Verfügung gestellt. ChEck iT! ist ein gemeinsames Projekt des Vereins Wiener Sozialprojekte, des Klinischen Instituts für medizinische und chemische Labordiagnostik-AKH Wien und wird aus Mitteln der Sucht- und Drogenkoordination Wien gGmbH, sowie des Bundesministeriums für Gesundheit gefördert.
Pillen-Warnungen aus Januar 2012
Diese Pille ist hellblau und hat eine "Hello Kitty"-Prägung (Katzenkopf). Sie wiegt 262,5 mg, der Durchmesser beträgt 8,0 mm und die Dicke 5,1 mm, hat keine Bruchrille.
Die Inhaltsstoffe sind 64,4 mg Methylon.
Was ist Methylon?
Methylone (Methylendioxy-Methcathinon) ist kein MDMA! Die Nebenwirkungen und die (Langzeit-)Risiken von Methylone sind kaum erforscht. Da es bis zum Wirkungseintritt von Methylone länger dauert, als bei MDMA, besteht die Gefahr, dass nachgelegt und Methylone in hohen Dosen konsumiert und somit überdosiert wird. Methylon ist vergleichbar mit MDMA, aber sanfter und weniger entaktogen. Die Wirkung ist konstanter, der Hangover geringer als bei MDMA.
Pillen-Warnungen aus Dezember 2011
Diese Pille ist weiß und hat ein "Kleeblatt"als Prägung (weiße Kleeblätter). Sie wiegt 230,2 mg, der Durchmesser beträgt 8,2 mm und die Dicke 4,0 mm, rückseitig ist eine Bruchrille.
Die Inhaltsstoffe sind 41,7 mg m-CPP.
Diese Pille ist hellgrün und trägt das "Rolex"-Logo oder Krone. Sie wiegt 294,82 mg, der Durchmesser beträgt 8,15 mm und die Dicke 5,36 mm, rückseitig ist eine Bruchrille.
Die Inhaltsstoffe sind 37,2 mg m-CPP und 10,1 mg Domperidon.
Diese Pille ist rot gesprenkelt/bräunlich und trägt als Prägung ein "Kreuz" (rote/braune Kreuze). Sie wiegt 283,4 mg, der Durchmesser beträgt 9,0 mm und die Dicke 3,9 mm.
Die Inhaltsstoffe sind 112,8 mg MDEA und 121,1 mg Koffein.
Die Wirkung ist vergleichbar mit der von Ecstasy, ohne einfühlende Wirkung und weniger euphorisierend, dafür berauschender; man fühlt sich eher "breit" oder "stoned".
Bei hohen Dosen sind Halluzinationen möglich (MDEA wird im Körper zu MDA). Über Langzeitwirkungen von MDEA ist nichts bekannt.
Die Kombination mit einer großen Menge Koffein verstärkt vermutlich die Wirkung und dehydriert zusätzlich.
Was ist MDEA?
3,4-Methylendioxy-N-ethylamphetamin (kurz MDEA oder MDE) ist eine synthetische Droge mit sehr enger molekular-struktureller Verwandtschaft zum MDMA und MDA.
Es zählt strukturell zu den Amphetaminen.
Die Auswirkungen von MDE sind in vieler Hinsicht ähnlich denen von MDMA. Es gibt eine plättenden Rausch, wie bei MDA, und die Eigenschaften der ungewöhnlich einfachen Kommunikation sowie die der
positiven Selbst-Betrachtung (entaktogene Wirkung) von MDMA scheinen zu fehlen.
Bayerns Staatsregierung blockiert Drug-Checking: Drogen testen verboten
In Bayern breiten sie sich als Alternative zu Ecstasy, Speed und Kokain unbemerkt aus: Research Chemicals. Konsumenten bestellen die unerforschten und potentiell tödlichen Chemikalien
im Internet - als puren Wirkstoff oder gestreckt als "Badesalz". Andere nehmen Research Chemicals, ohne es zu merken. Der Wiener Toxikologe Rainer Schmid sagt, jede fünfte Ecstasy-Pille
und jedes fünfte Speed- oder Kokain-Tütchen sind mit Research Chemicals verseucht.
Bernd Kreuzer vom LKA Bayern und Prof. Rainer Schmid, der wissenschaftliche Leiter des Wiener Drugchecking-Projekts "CheckIt!" diskutieren in dieser Sendung.
Die Sendung steht ab Freitag, den 11. November 2011 komplett online auf on3.de/suedwild.
Methamphetamin als XTC verkauft!
Diese rote Pille mit der Prägung "WY" wurde als XTC verkauft. Sie enthält aber kein MDMA, sondern Methamphetamin. 25 mg
Methamphetamin ist eine sehr hohe Dosis und kann dazu führen, dass man ungewollt bis zu 24
Stunden wach bleibt! Coffein dehydriert zusätzlich und kann die Wirkung von anderen Substanzen
verstärken.
Es besteht die Gefahr, dass bei ausbleiben der Ecstasy Wirkung "nachgeworfen" wird und somit sehr
hohe Mengen Methamphetamin konsumiert werden. Es wird vermutet, dass der Konsum von
Methamphetamin (vor allem bei Mischkonsum mit MDMA) zu irreversiblen Veränderungen oder
Schädigungen im Gehirn führen kann!
Aktuell im Umlauf befindliche 2C-B-Pille
Diese Pille taucht seit einiger Zeit immer wieder in Deutschland, der Schweiz und Österreich auf. Sie ist gelb mit weißen Sprenkeln und trägt einen "Fliegenpilz" als Logo (gelbe Fliegenpilze).
Sie wiegt 138,46 mg, der Durchmesser beträgt 7,08 mm und die Dicke 3,43 mm, auf der Rückseite befindet sich eine Bruchrille.
Diese Tablette beinhaltet 5,4 mg 2C-B und sollte nicht mit MDMA verwechselt werden.
Beschreibung und Dosisangaben hier: Substanzseite zu 2C-B
Pillen-Analysen aus November 2011
Diese Pille ist hellgelb, hat die Form eines Diamanten (gelbe Diamanten/Pyramiden) und trägt kein Logo. Der Durchmesser beträgt 8,15 mm und die Dicke 5,64 mm.
Die Inhaltsstoffe sind MDMA (58 mg) + Koffein (10 mg) und Spuren von Mephedron.
Analysen aus Oktober 2011
Diese Pille hat kein Logo (no name). Die Farbe ist hellblau/lila bis weiß, sie wiegt 287,6 mg, der Durchmesser bertägt 7 mm, die Dicke 6,4 mm.
Diese als XTC verkaufte Tablette enthält kein MDMA, sondern 142,2 mg 4-Fluoramphetamin.
Durch das langsamere Anfluten von 4-FA besteht die Gefahr, dass nachgeworfen wird
und somit eine sehr hohe Dosis 4-FA eingenommen wird. Auch wenn die Wirkung teilweise mit der von MDMA vergleichbar ist, handelt es sich bei 4-FA um ein
Research Chemical, dessen Wirkungen und Nebenwirkungen unerforscht sind. Man geht
somit beim Konsum von 4-FA ein unkalkulierbares Risiko ein.
Diese dreieckige orange Pille hat als Prägung das Superman-Logo (dreieckige orange Superman/Supermann). Der Durchmesser bertägt 9,04 mm, die Dicke 5,05 mm.
Inhaltsstoffe: bk-MDMA (Methylon) (136 mg) + Ephedrin (2 mg) + Spuren von MDMA und
4-MEC (4-MEC ist vermutlich eine synthetische Stimulantie und halluzinogene Droge vom Amphetamintypus, genauer: aus der Cathinongruppe. Es wurde festgestellt, dass es als Legal High verkauft wird
und oftmals als Ersatz für Mephedron dient) [Quelle: alamut.info].
Diese Pille hat kein Logo (no name). Die Farbe ist rosa. Der Durchmesser beträgt 13,22 mm, die Dicke 3,67 mm. Die Inhaltsstoffe sind drei völlig unbekannte Substanzen.
Diese Pille hat ein Android-Logo. Die Farbe ist hellgrün (hellgrüne Androids). Der Durchmesser beträgt 8,26 mm, die Dicke 5,10 mm. Die Inhaltsstoffe sind 4-MEC (162 mg) +
MDPV + zwei unbekannte Substanzen.
Diese Pille hat kein Logo (no name). Die Farbe ist hellblau. Der Durchmesser beträgt 6,09 mm, die Dicke 5,40 mm.
Inhaltsstoffe: Koffein (167 mg/g) + pFPP (siehe unten) + eine unbekannte Substanz.
Diese weiße Pille mit einer rosa Schicht wiegt 87,3 mg, hat einen Durchmesser von 6,1 mm und eine Dicke von 3,1 mm. Sie enthält kein MDMA, sondern Quetiapin.
Quetiapin ist ein Arzneistoff, der bei Schizophrenie, manisch-depressiven Episoden und anderen psychiatrischen Krankheitsbildern eingesetzt wird. In der Schweiz wird Quetiapin unter dem
Namen Seroquel vertrieben.
Was ist pFPP ?
Para-Fluorphenylpiperazin (pFPP) gehört – wie mCPP und TFMPP – zur Gruppe der Phenylpiperazine. pFPP hat eine leicht euphorisierende Wirkungsweise und wird deshalb – wie andere Piperazine auch – als Inhaltsstoff von legal erhältlichen Freizeitdrogen, sogenannten "Party Pills", eingesetzt.
14.09.2011 - Achtung!!!!! Lebensbedrohliche Heroin-Probe analysiert!
ChEck iT! hat am 14.09. eine abgegebene Heroinprobe analysiert, die als hoch giftig und potentiell lebensbedrohlich einzustufen ist.
Weitere Informationen gibt es hier.
Analysen aus September 2011
Bei Analysen wurde in verschiedenen Speed-Proben neben Amphetamin und Coffein nun auch "Dimethylterephthalate" festgestellt.
Es wurde auch schon in Kokainproben analysiert.
Dimethylterephthalate ist ein Grundstoff zur Herstellung von Kunststoffen und nicht zur Einnahme gedacht!
Es kann Haut, Augen und den Verdauungstrakt reizen. Die Kurzform der Substanz ist DMT, hat aber nichts mit dem Halluzinogen DMT / Dimethyltryptamin zu tun.
Diese grünen als XTC verkauften Pillen mit dem "Mitsubishi"-Logo (grüne Mitsubishis) enthalten kein MDMA, sondern eine hohe Dosis des Piperazins m-CPP und die Substanzen Metoclopramid
und Domperidon.
m-CPP ruft bei manchen Personen eine MDMA-ähnliche Wirkung hervor (eher halluzinogen, weniger entaktogen), bei vielen Personen
stellen sich aber nur die unten beschriebenen Nebenwirkungen ein. Es besteht die Gefahr, dass beim Ausbleiben der MDMA-typischen Wirkung nachgeworfen wird und somit hohe Mengen
m-CPP eingenommen werden.
Diese grauen als XTC verkauften Pillen mit dem "Rolex"-Logo enthalten kein MDMA, sondern eine hohe Dosis des Piperazins m-CPP und die Substanzen Metoclopramid und Domperidon.
m-CPP ruft bei manchen Personen eine MDMA-ähnliche Wirkung hervor (eher halluzinogen, weniger
entaktogen), bei vielen Personen stellen sich aber nur die unten beschriebenen Nebenwirkungen ein. Es besteht die Gefahr,
dass beim Ausbleiben der MDMA-typischen Wirkung nachgeschmissen wird und somit hohe Mengen m-CPP eingenommen werden.
Diese weißen als XTC verkauften Pillen ohne Prägung, aber mit einer Bruchrille enthalten kein MDMA, es handelt sich um ein rezeptpflichtiges Medikament zur Behandlung
von Tuberkulose. Ohne ärztliche Begleitung kann die Einnahme dieser Substanz zu starken Nebenwirkungen führen. In Verbindung mit Alkohol kann es zu einer temporären Alkoholunverträglichkeit
(chemische Alkoholintoleranz) führen. Von dem Konsum ist absolut abzuraten.
Was sind Domperidon und Metoclopramid?
Domperidon ist ein Antiemetikum (Mittel gegen Erbrechen, Übelkeit), hat aber selbst keine psychoaktive Wirkung.
Es verhindert, dass sich Dopamin an den zugehörigen D2-Dopamin-Rezeptor binden kann, indem es diesen belegt und somit blockiert.
Metoclopramid (auch ein Antiemetikum) kann mit vielen anderen Substanzen Wechselwirkungen eingehen und Nebenwirkungen anderer Substanzen verstärken!
Es verlangsamt das Reaktionsvermögen, besonders in Kombination mit Alkohol. Des Weiteren ist über mögliche Wechselwirkungen von m-CPP und Metoclopramid nichts bekannt.
Allein aber aufgrund der Einzelwirkungen der Substanzen ist vom Konsum dringend abzuraten!
Ende August 2011 als "Ecstasy" zur Analyse gebracht
Eine getestete Tablette ist hellblau und herzförmig (blaue Herzen). Zusätzlich zu MDMA (94mg) enthielt die Tablette Koffein (11mg).
Eine dreieckige, orange Tablette hat auf der Vorderseite das "Superman"-Symbol als Logo. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette Methylon (169mg).
Eine hellgrüne Tablette mit einer Krone ("Rolex") als Logo auf der Vorderseite hat einen Durchmesser von ca. 8 mm und eine Dicke von 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt
die Tablette mCPP (42mg) und Domperidon.
Zwei Tabletten sind weiß und haben auf der Vorderseite einen "Delphin" (Delfin) als Logo (weiße Delphine). Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von
MDMA enthielten beide Tabletten Mephedron und eine unbekannte Substanz.
Diese weißen mit rosa Sprenkeln und einem "Delphin" als Prägung (weiße Delphine) verkauften Pillen enthalten neben MDMA noch das Piperazin m-CPP
und eine kleine Menge Amphetamin. m-CPP ruft bei manchen Personen eine MDMA-ähnliche Wirkung hervor (eher
halluzinogen, weniger entaktogen), bei vielen Personen stellen sich
aber nur Nebenwirkungen ein.
Obwohl sich MDMA in diesen Tabletten befindet, wird sich in dieser Menge keine MDMA-typische Wirkung entfalten. Es besteht somit die Gefahr, dass nachgeworfen
wird und somit hohe Mengen m-CPP eingenommen werden. Die Wechselwirkungen zwischen m-CPP, MDMA und Amphetamin sind gänzlich
unerforscht! Die Mischung zwischen MDMA und m-CPP kann zu Krampanfällen führen.
Diese als XTC verkauften grünen Pillen mit einer "Note" als Prägung (grüne Noten) enthalten kein MDMA, es handelt sich um ein rezeptpflichtiges Antibiotikum (Amoxicillin). Auch wenn Penicilline
für den Menschen nicht toxisch sind, ist von einer nichtärztlich begleiteten Einnahme von Antibiotika absolut abzuraten. In Kombination mit Alkohol kommt es zu einer Wirkungsverstärkung,
wie sich diese Substanz in Wechselwirkung mit XTC, Amphetaminen oder Kokain verhält, ist nicht bekannt.
Was ist Amoxicillin?
Amoxicillinist ein Breitbandantibiotikum aus der Gruppe der Aminopenicilline und gehört damit zur Wirkstoffgruppe der β-Lactam-Antibiotika. Es wird zum einen gegen Infektionen des Magen-Darm-Traktes, der Gallenwege und der ableitenden Harnwege, zum anderen gegen Atemwegsinfektionen, Keuchhusten und Infektionen des Mittelohres, sowie mitunter gegen Infektionen der Haut, etwa nach Tierbissen, angewandt. Wie alle Penicilline kann auch Amoxicillin Nebenwirkungen in Form einer allergischen Reaktion unterschiedlicher Stärke, bis hin zum anaphylaktischen Schock (einer Überreaktion des Immunsystems) haben. Häufiger kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen wie Arzneimittelfieber. Außerdem muss auch mit Durchfällen, Übelkeit und Erbrechen gerechnet werden. Ansonsten sind Penicilline für den Menschen weitgehend ungiftig.
Butylon als "Ecstasy" verkauft (August 2011)
MDMA+Butylone:
Die Pille hat ein "VW" als Symbol und enthält eine hohe Dosis MDMA und zusätzlich noch das
Entaktogen Butylone (bk-MDBD). Butylone ist ein praktisch unerforschtes
Research Chemical. Somit ist über die Wirkung, die Nebenwirkungen und Langzeitfolgen dieser Substanz wenig bekannt. Dies gilt auch für den
Mischkonsum von MDMA und Butylone. Da sich Butylone und Methylone (bk-MDMA)
ähnlich verhalten, ist damit zu rechnen, dass der Mischkonsum von MDMA und Methylone Krämpfe hervorrufen kann. Aufgrund des niedrigen Informationsstands nimmt der Konsument die Rolle eines
Versuchskaninchens ein, wenn er diese Tablette konsumiert.
Butylone wirk stimulierend und entaktogen und somit ähnlich wie MDMA. Gemäß Erfahrungsberichten ist die Wirkung weniger stabil und
tritt in Wellenbewegungen auf, was als unangenehm empfunden wird.
Legal High mit PMMA versetzt (August 2011)
In einem in Spanien als "Legal High" verkauften Produkt namens "Doves Red" wurde eine besorgniserregende
Substanzmischung analysiert. Die in der links abgebildeten Verpackung befindliche Tablette ist hellrosa und enthielt neben den beiden
Research Chemicals Fluoramphetamin (4-FA) und Methylenedioxy-alpha-pyrrolidinopropiophenone (MDPPP) auch noch eine
unbekannte Substanz.
Zusätzlich wurde Para-Metoxymethamphetamin (PMMA) identifiziert - ein Amphetaminderivat,
welches bereits in geringen Dosen zu Überdosierungen und in weiterer Folge zu lebensbedrohlichen Zuständen führen kann.
In Schottland wurde im Laufe des Jahres bisher in folgenden "Legal High"-Produkten PMMA nachgewiesen: "E=XTC", "Mind Candy", "Xtacy ULTRA", "Doves Red" und "Doves Red Ultra".
Als "Ecstasy" verkaufte Pillen (Juli 2011)
Eine Tablette ist hellrosa und hat auf der Vorderseite einen "Stier" als Prägung (rosa Stiere). Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke 4 mm.
Die Tablette enthielt anstelle von MDMA mCPP (107 mg/g) und Koffein (1 mg/g).
Eine Tablette ist hellrosa und hat auf der Vorderseite "keine erkenntliche Prägung", auf der Rückseite keine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke 4 mm.
Die Tablette enthielt hauptsächlich mCPP (28 mg), etwas Amphetamin (3 mg), eine Spur MDMA und eine Spur Koffein.
Zwei dunkeltürkise, herzförmige Tabletten (blaue/türkise Herzen) haben einen Durchmesser von 8 mm und eine Dicke von ca. 6 mm. Eine Tablette enthielt MDMA (86mg) und Koffein (10 mg).
Die andere Tablette enthielt 100 Milligramm MDMA, Koffein (10 mg), das MDMA-Derivat Methylendioxydimethylamphetamin MDDM und eine unbekannte Substanz.
Eine Tablette ist hellgelb und hat eine Krone ("Rolex") als Logo auf der Vorderseite. Auf der Rückseite ist eine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt ca. 8 und die
Dicke 3 mm. Sie enthielt mCPP (27 mg), Koffein (9 mg) und das Antiemetikum Domperidon.
Eine Tablette ist weiß und hat auf der Vorderseite das "VW-Logo". Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 5 mm. Anstelle von MDMA
enthielt die Tablette 92 Milligramm Butylon (bk-MBDB) und MDPV (2 mg).
Eine Tablette ist weiß und hat auf der Vorderseite kein Logo auf der Rückseite ist eine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die
Dicke 3 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette Ephedrin (31 mg).
Zwei Tabletten sind weiß und haben auf der Vorderseite eine "Rose" als Logo (weiße Rosen). Auf der Rückseite ist eine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm.
Anstelle von MDMA enthielten beide Tabletten TFMPP (1 mg/66 mg) und eine unbekannte Substanz.
Eine weiße Tablette, ohne Prägung auf der Vorderseite, mit Bruchrille auf der Rückseite hat einen Durchmesser von ca. 8 mm und eine Dicke von 4 mm.
Anstelle von MDMA enthielt die Tablette das Piperazin TFmPP (136 mg) und eine unbekannte Substanz.
Eine Tablette ist hellrosa und hat auf der Vorderseite keine Prägung, auf der Rückseite ist auch keine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und
die Dicke 6 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette Koffein (6 mg), Methylon (21 mg) und Fluoramphetamin (43 mg).
Vier Tabletten sind grün und haben auf der Vorderseite als Logo das Symbol für "Mars", bzw. Männlichkeit, auf der Rückseite ist eine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm. Eine Tablette enthielt MDMA (2 mg), mCPP (45 mg), Metoclopramid (5 mg) und Domperidon. Zwei Tabletten enthielten mCPP (31 mg/23 mg), Metoclopramid
(3 mg/3 mg) und Domperidon. Die vierte Tablette enthielt MDMA (1 mg), mCPP (31 mg), Metoclopramid (1 mg) und Domperidon.
Diesmal musste vor außergewöhnlich vielen Speed-Proben gewarnt werden – in den meisten Fällen war die Beimengung von hoch dosiertem Koffein dafür verantwortlich.
Wie üblich wurden auch mehrere Kokain-Proben als gesundheitlich bedenklich eingestuft – da sie u. a. eine Reihe von Lokalanästhetika enthielten.
Als "Ecstasy" verkauft (Juni 2011)
In Norwegen wurde eine große Menge an Ecstasy-Tabletten beschlagnahmt. Die Tabletten enthielten neben kleinen Mengen MDMA und Methamphetamin die gesundheitlich
besonders bedenkliche Substanz PMMA (Para-Methoxy-Methamphetamin).
Alle Tabletten sind pink und haben auf der Vorderseite eine Krone ("Rolex") als Logo.
Auf der Rückseite ist eine Bruchrille. Seit Juli 2010 sind in Norwegen 16 Todesfälle in Zusammenhang mit PMMA-Konsum gemeldet worden - die letzten vier Fälle
im Frühjahr dieses Jahres. In den meisten Fällen scheint PMMA die Todesursache gewesen zu sein. Auch in Österreich gab es bereits einen Todesfall in Zusammenhang mit PMMA-Konsum.
Eine Tablette ist hellgrün und hat auf der Vorderseite als Logo folgendes Symbol „♀“, das Symbol der "Venus", bzw. der Weiblichkeit. Der Durchmesser der Tablette beträgt ca.
8 mm und die Dicke ca. 4 mm. Neben MDMA (2 mg) enthielt die Tablette mCPP (25 mg) und
Metoclopramid (3 mg).
Eine Tablette ist weiß und hat weder eine Prägung noch eine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA
enthielt die Tablette Fluoramphetamin (122 mg).
Eine Tablette ist vergilbt und hat auf der Vorderseite ein "Dreieck"-Symbol (weiße Dreiecke), bzw. das griechische "Delta" als Logo. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm
und die Dicke ca. 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette zwei unbekannte Substanzen.
Eine weitere Tablette ist hellbraun und hat ebenfalls auf beiden Seiten weder Prägung noch Bruchrille. Der Durchmesser ist ca. 8 mm und die
Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette Fluoramphetamin (42 mg), Mephedron (33 mg),
Methylon (13 mg), Koffein (2 mg) und Alpha-Pyrrolidinopropiophenon.
Zwei Tabletten sind vergilbt – eine ist eher bräunlich, die andere hat einen grünlichen Stich, eine ist hellblau. Auf der Vorderseite haben alle den "Playboy-Hasen" als
Logo (braune/grüne/blaue Playboys). Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 6 mm. Anstelle von MDMA enthielten die Tabletten: Fluoramphetamin (89 mg/64 mg),
Mephedron (51 mg/44 mg) und Methylon (20 mg/18 mg), die hellblaue noch
MDPV (2 mg) und Alpha-Pyrrolidinopropiophenon.
Vor mehreren "Speed"-Proben musste gewarnt werden, da Alpha-Pyrrolidinopropiophenon, MDPV, eine unbekannte Substanz und Koffein in sehr hohen Dosen enthalten waren.
Einige als "Kokain" abgegebene Proben mussten aufgrund der verschiedenen Inhaltsstoffe (Levamisol, Lidocain, Procain,
mCPP, Methamphetamin und Koffein) als gesundheitlich besonders bedenklich eingestuft werden.
4-Fluoramphetamin als "Ecstasy" verkauft (April 2011)
Diese als XTC verkaufte Pille enthält kein MDMA, sondern eine hohe Dosis 4-Fluoramphetamin. Auch wenn die Wirkung teilweise mit der von MDMA
vergleichbar ist, so handelt es sich bei 4-FA um ein Research Chemical, dessen Wirkungen und Nebenwirkungen unerforscht sind.
Man geht somit beim Konsum ein unkalkulierbares Risiko ein.
Was ist 4-Fluoramphetamin?
4-Fluoramphetamin (4-FA), auch bekannt als para-Fluoramphetamin (PFA), ist eine bis dato kaum erforschte Substanz, die von ihrer Struktur her große Ähnlichkeit mit der Gruppe der Amphetamine aufweist. Ebenso ist 4-FA mit den Phenethylaminen (Methamphetamin, Cathinon und Methcathinon) verwandt. Die Wirkung wird als speed- und ecstasy-ähnlich beschrieben. Die gefühlsbetonte Komponente wird milder wahrgenommen als bei MDMA. Neben dem euphorischen Zustand wird ein erhöhtes Mitteilungsbedürfnis beschrieben, die Gedanken bleiben klar. Da 4-Fluoramphetamin noch wenig erforscht ist, sind Risiken und Nebenwirkungen kaum abschätzbar. UserInnen-Berichten zufolge können nach dem Konsum von 4-FA Kopfschmerzen und eine mehrere Tage andauernde Niedergeschlagenheit auftreten. Über mögliche Auswirkungen bei chronischem Gebrauch ist bis heute nichts bekannt. (zurück)
Im März 2011 zur Probe gebrachtes "Speed":
Insgesamt wurden zehn Proben als Speed abgegeben. Eine Probe enthielt ausschließlich Koffein, sechs weitere enthielten
Amphetamin in Kombination mit Koffein. Aufgrund des überaus hohen Koffein-Anteils (595 mg/g - 712 mg/g) musste bei dreien dieser Proben wegen hoher Dosierung gewarnt
werden.
Was ist Phenacetin?
Phenacetin ist ein Aminophenol-Derivat, welches bis 1986 zur Schmerzbehandlung und Fiebersenkung eingesetzt wurde. Wegen seiner karzinogenen und insbesondere nierenschädigenden Wirkung in Kombination mit anderen Schmerzmedikamenten wurde es aus dem Handel genommen. Phenacetin kann auch Erregung und Euphorie auslösen und wird vermutlich deshalb als Streckmittel eingesetzt.
Im März 2011 zur Probe gebrachte "Ecstasy"-Pillen:
Die Tablette ist hell rosa und hat als Prägung das Mitsubishi-Logo (rosa Mitsubishis) auf der
Vorderseite. Auf der Rückseite ist eine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt
ca. 9 mm und die Dicke 5 mm. Neben MDMA enthielt die Tablette den
blutdrucksenkenden Arzneistoff Diltiazem und eine unbekannte
Substanz.
Eine Tablette ist weiß und hat auf der Vorderseite einen Hasenkopf als Logo
(weiße "Playboys"). Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 5 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette
4-Fluoramphetamin und eine unbekannte Substanz. (Informationen zu 4-Fluoramphetamin)
Im Februar 2011: Methylon verkauft als MDMA:
Methylon ist kein MDMA! Die Nebenwirkungen und die (Langzeit-)Risiken von
Methylon sind kaum erforscht. Da es bis zum Wirkungseintritt von Methylon länger
dauert als bei MDMA, besteht die Gefahr, dass nachgelegt, somit überdosiert wird. Methylon (Methylendioxy-Methcathinon) gehört zur Gruppe der Phenethylamine und wird als
gelbliche Flüssigkeit oder weißes Pulver angeboten (siehe auch: Research Chemicals).
Im Januar 2011 als "Ecstasy" zur Analyse gebracht:
Die Tablette ist weiß und hat keine Prägung auf der Vorderseite. Auf der
Rückseite ist eine Bruchrille. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die
Dicke 4 mm. Anstelle vonMDMA enthielt die Tablette das
Piperazinderivat TFMPP (15 mg) und zwei unbekannte Substanzen.
Eine Tablette ist weiß mit orangen Sprenkeln und hat das Mitsubishi-Symbol auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die
Dicke 5 mm. Anstelle vonMDMA enthielt die Tablette das
Piperazinderivat mcpp (58 mg/g), Koffein (35 mg/g) und eine unbekannte Substanz
Drei weiße Tabletten haben auf der Vorderseite ein Herz als Logo (weiße Herzen). Der
Durchmesser beträgt ca. 7 mm und die Dicke 5 mm. Anstelle vonMDMA
enthielt eine Tablette ausschließlich das Piperazinderivat mCPP (5 mg/g).
Die zweite Tablette enthielt neben mcpp (63 mg), das Piperazinderivat
BZP, Koffein und ein unbekanntes Piperazin. Die dritte Tablette enthielt
anstelle von MDMA die Piperazine mcpp und BZP und zusätzlich
Koffein, sowie eine unbekannte Substanz.
Eine Tablette ist rosa gesprenkelt und trägt als Logo das Dollar-Symbol
auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke
5 mm. Neben MDMA (13 mg) enthielt die Tablette Koffein (37 mg) und
mcpp (39 mg).
Zwei Tabletten sind hell rosa und haben auf der Vorderseite den
Buchstaben M als Prägung. Verkauft werden sie unter dem Namen
"Motorola" (rosa Motorolas). Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm.
Anstelle von MDMA enthielt eine Tablette Fluoramphetamin (146 mg/g).
Die andere Tablette (von der nur eine Hälfte zur Analyse gebracht wurde)
enthielt ebenfalls Fluoramphetamin (110 mg).
Zwei Tabletten sind hell-rosa und haben auf der Vorderseite den
Buchstaben M als Prägung. Verkauft werden sie unter dem Namen
"Motorola". Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm.
Anstelle von MDMA enthielt eine Tablette Fluoramphetamin (146mg/g).
Die andere Tablette (von der nur eine Hälfte zur Analyse gebracht wurde)
enthielt ebenfalls Fluoramphetamin (110mg).
Was ist BZP ?
BZP, ebenfalls ein Piperazin-Derivat, ähnelt hinsichtlich der Wirkung den Amphetaminen, bzw. Amphetaminderivaten, wie MDMA. Durch die Kombination von BZP und MDMA kann es zu einer bedrohlichen Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck kommen. Auch das Mischen mit anderen Substanzen, insbesondere mit Alkohol, kann sehr gefährlich sein. Die Wirkungen sind kaum einschätzbar und die Belastung für Körper und Psyche besonders groß. Siehe auch: Research Chemicals
Achtung: Speed mit PMA versetzt ( Warnung vom 21.01.2011 )
Am 21.01.2011 hat ChEck iT! in einer Speedprobe PMA gefunden. Darüber hinaus enthielt die Probe
bk-MBDB.
Ca. eine Stunde nach der Einnahme von PMA steigen Blutdruck und Körpertemperatur plötzlich und stark an. Da UserInnen selten wissen, dass sie PMA konsumieren, kommt es vor, dass weiter
konsumiert wird, noch bevor diese Symptome auftreten. Dieser Irrtum kann lebensgefährlich sein. Weltweit sind bereits etliche Personen an PMA gestorben. Grundsätzlich ist noch
zu sagen, dass PMA in Pulverform sehr schwer dosierbar ist, da es schon in geringen Mengen toxisch wirkt! Darüber hinaus ist über eine mögliche Wechselwirkung von PMA und bk-MBDB nichts bekannt, was ebenfalls ein erhöhtes Risiko darstellt.
!!!Vorsicht!!! Die Wirkung des PMA-haltigen Speeds unterscheidet sich möglicherweise anfangs NICHT von herkömmlichem Speed, da bk-MBDB eine
Speed-ähnliche Wirkung haben kann!!!! Solltest du trotz des großen gesundheitlichen Risikos Speed konsumieren, konsumiere nur geringe Mengen und lass mehrere (!) Stunden vergehen, bevor du
"nachlegst".
Wie erkenne ich eine PMA-Überdosierung? Starkes Schwitzen, Körpertemperatur bis über 40 Grad, starke Muskelkrämpfe, Anstieg von Blutdruck, Herzrhythmus-Störungen, schnelle
aber schwere Atmung, Einschlafen der Glieder, sprunghafte Bewegung der Augen; Bei Verdacht auf PMA-Einnahme sofort Rettung (112) rufen!
XTC mit Amphetamin + Methamphetamin + Coffein, anstatt MDMA
Diese als XTC verkaufte Tablette mit dem Omega-Symbol als Prägung beinhaltet drei aktive Substanzen. Dieser
Mischkonsum führt zu einer Verstärkung der Wirkung und zu einer hohen Noradrenalin- und Dopaminkonzentration. Diese hohe
Konzentration ist neurotoxisch (hirnschädigend) und führt zu einer starken Dehydratation (Austrocknung). Amphetamin und
Methamphetamin erhöhen beide die Körpertemperatur, es ist somit damit zu rechnen, dass die Kombination zu einer zusätzlichen Erhöhung führt.
Es besteht die Gefahr, dass bei ausbleiben der Ecstasy Wirkung "nachgeschmissen" wird und somit hohe Mengen Amphetamin und Methamphetamin konsumiert werden. Es wird vermutet, dass der Konsum
von Methamphetamin (vor allem bei Mischkonsum mit MDMA) zu irreversiblen Veränderungen oder Schädigungen
im Gehirn führen kann!
Mehr
zu dieser Pille hier als pdf.
PMA - Ecstasy mit Todesfolge! (16.11.2010)
In den Niederlanden wurde PMA (para-Methoxyamphetamin) in Pulver (verkauft als Amphetamin) identifiziert (am 16.11.2010). Zur gleichen Zeit
wurde in Norwegen ein Zusammenhang zwischen PMMA (para-Methoxymethamphetamin) und kürzlich erfolgten Überdosierungen mit Todesfolge festgestellt. Zusätzlich sind in den
Niederlanden Tabletten (verkauft als Ecstasy) aufgetaucht, die über 100 mg PMMA enthalten. Auch wenn dazu bislang keine Meldungen aus anderen Ländern vorliegen, ist nicht auszuschließen,
dass diese Tabletten, bzw. Pulver auch nach Österreich und Deutschland gelangt sind. Die in den Niederlanden gefundene Tablette ist weiß/beige und hat ein Kleeblatt als
Logo auf der Vorderseite (weiße Kleeblätter), ist 5 mm dick und hat einen Durchmesser von 9 mm.
Eine Tablette ist hell rosa und hat eine Krone als Logo auf der Vorderseite
(Straßenname: Rolex). Der Ducrchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke
4 mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (12 mg) und
Metocolpramid (12 mg).
Eine Tablette ist dunkel rosa und hat das Symbol für Radioaktivität als Logo
auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 8mm und die Dicke 4mm.
Anstelle von MDMA enthielt die Tablette ausschließlich mCPP (18mg).
Eine als 2C-B abgegebene Tablette ist hellblau und hat ein Herz auf der
Vorderseite als Logo (hellblaue Herzen). Der Durchmesser beträgt ca. 7 mm und die Dicke
5 mm. Neben 2C-B enthielt die Tablette Koffein und noch weitere
unbekannte Substanzen.
Eine als das Legal High namens „Charge +“ abgegebene Substanz wurde ebenfalls
zur Analyse abgegeben. Das weiße Pulver enthielt die stimulierende
Substanz Alpha-Pyrrolidinopropiophenon, ein unbekanntes
Pyrrolidinopropiophenon und Koffein.
Was ist Alpha-Pyrrolidinopropiophenon ?
Alpha-Pyrrolidinopropiophenon (α-PPP) ist eine noch sehr wenig erforschte psychoaktive Substanz. In Deutschland wurde α-Pyrrolidinopropiophenon in als Ecstasy verkauften Tabletten nachgewiesen – vermutlich auf Grund der stimulierenden Wirkung und der Legalität. Von der chemischen Struktur gehört α-Pyrrolidinopropiophenon in die Klasse der Cathinone. Trotz der strukturellen Ähnlichkeit scheint α-Pyrrolidinopropiophenon eine geringere psychoaktive Wirkung als das weiter verbreitete Research Chemical Methcatinon zu haben.
Eine Tablette, gekauft unter dem Namen „Diablos“, ist weiß. Der
Durchmesser beträgt 9 mm, bzw. 16 mm und die Dicke 6 mm. Das
vermeintliche legal High enthielt ausschließlichMephedron (21 mg).
Als "Speed" zur Analyse gebrachte Substanzen:
Zwei (von insgesamt 11) „Speed“-Proben wurden als gesundheitlich
besonders bedenklich eingestuft, da sie neben anderen Substanzen auch
noch das weitaus potentere Methamphetamin enthielten:
Amphetamin (12 mg/g) + Methamphetamin (4 mg/g) + Koffein (Spuren)
Methamphetamin (98 mg/g) + Paracetamol + Koffein (Spuren)
Als Kokain zur Analyse gebrachte Substanzen:
Vor zwei vermeintlichen Kokain-Proben musste besonders gewarnt werden,
da –wie nicht unüblich- neben Kokain noch eine Reihe anderer Inhaltsstoffe
enthalten waren:
Kokain (820 mg/g) + Levamisol (120 mg/g) + Lidocain (50 mg/g)
Kokain (750 mg/g) + Benzoylecognin (Spuren)+ Koffein + Levamisol + Phenacetin
ChEck iT! hat beim letzten Einsatz am 2./3. Juli 2010 insgesamt 124 Proben getestet - darunter eine Reihe an unerwarteten und gesundheitlich bedenklichen Substanzen. Erstmalig wurde das Research Chemical Methylenedioxypyrovalerone (MDPV) in als MDMA und Kokain verkauften Substanzen nachgewiesen. Auch Phenylpiperazine – in erster Linie verkauft als Ecstasy – sind wie üblich vermehrt aufgetaucht. Anbei eine detailierte Beschreibung der Proben:
Fünf Tabletten sind rosa mit weißen Sprenkeln und haben das Dolce &
Gabbana – Logo (D&G) als Prägung auf der Vorderseite. Der Durchmesser
beträgt ca. 9 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von MDMA enthielten die
Tabletten mCPP (11mg/11mg/16mg/17mg/20mg).
Eine Tablette ist rötlich und hat das Dolce & Gabbana – Logo (D&G) als Prägung
auf der Vorderseite. Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4
mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette das Phenylpiperazin pCPP
(1-(4-Chlorophenyl)piperazin).
Eine Tablette ist weiß und trägt das Mercedes–Logo auf der Vorderseite.
Der Durchmesser beträgt ca. 9 mm und die Dicke 4 mm. Anstelle von
MDMA enthielt die Tablette mCPP (13 mg).
Eine Tablette ist vergilbt und trägt ein Kleeblatt als Logo auf der
Vorderseite (weiße Kleeblätter). Der Durchmesser beträgt ca. 8 mm und die Dicke 4 mm.
Anstelle von MDMA enthielt die Tablette mCPP (78mg).
Was ist m-CPP?
m-CPP ist ein Piperazin-Derivat, die Wirkung von mCPP ist ähnlich der von MDMA, wobei neben der vergleichsweise schwachen
psychoaktiven Wirkung, wie Glücksgefühlen und optischen Veränderungen (nach 1 bis 2 Stunden) treten beim Konsum von mCPP sehr häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen,
Nierenschmerzen, Nervosität, Schweratmigkeit, Müdigkeit, Verwirrtheit, Ängstlichkeit, Zittern, Schwindelgefühl und Übelkeit bis hin zum Erbrechen auf. Die Wirkdauer beträgt 4 bis 8 Stunden.
Außerdem kann ein mehrere Tage anhaltender „Hangover" auftreten, es tritt keine leistungs-steigernde Wirkung ein, Herzschlag und Puls sind nicht erhöht. Im Zusammenhang mit dem
gleichzeitigen Konsum von MDMA kann es zu Krampfanfällen kommen!
Nach dem Konsum tritt oft mehrere Tage lang starke Niedergeschlagenheit und depressive Verstimmung auf, der Urin kann sich für 2-3 Tage rostbraun bis rötlich verfärben.
Regelmäßiger Konsum kann zu Depressionen, Angstzuständen, psychomotorischer Unruhe, sowie sexuellen Funktionsstörungen führen.
Zwei Tabletten sind vergilbt. Der Durchmesser ist ca. 8 mm und die Dicke
5 mm. Anstelle von MDMA enthielt eine Tablette ausschließlich
Amphetamin (7 mg), die andere 9,2 mg Amphetamin und eine
unbekannte Verbindung.
Eine Tablette ist rot und hat das Mitsubishi-Zeichen als Logo auf der
Vorderseite (rote Mitsubishis). Der Durchmesser ist ca. 8 mm und die Dicke 5 mm. Anstelle
von MDMA enthielt die Tablette eine unbekannte Substanz.
Eine Tablette ist weiß. Der Durchmesser beträgt ca 9 mm und die Dicke 3
mm. Anstelle von MDMA enthielt die Tablette Mephedron/MMC (35 mg).
Eine Tablette ist weiß und hat auf der Vorderseite eine runde
Einbuchtung (weiße Kreise). Der Durchmesser beträgt ca. 13 mm und die Dicke 4 mm.
Anstelle von MDMA enthielt die Tablette Mephedron/MMC (116 mg).
Was ist MMC?
MMC (4-Methylmethcathinon) ist chemisch verwandt mit Cathinon, dem stimulierenden Wirkstoff des Kath-Strauchs, und Methcathinon (Ephedron). MMC ist ein Stimulans und Empathogen und kommt als weißes Pulver, bzw. auch in Tablettenform vor.Mephedron gehört zu den sogenannten Research Chemicals, d. h., es ist weitgehend unerforscht, daher gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wirkmechanismen, Risiken, Langzeitfolgen, sowie mögliche Gefahren beimMischkonsum. Durch die stimulierende Wirkung von MMC kann es zu einer als unangenehm empfundenen Hyperaktivität, starker Erhöhung des Blutdrucks und Herzrasen (bzw. unangenehmem Gefühl in der Herzgegend) kommen. Insbesondere bei Konsum von hohen Dosen können Wahnvorstellungen und Paranoia auftreten. KonsumentInnen berichten weiterhin von unangenehmem Körpergeruch und Kältegefühl, Hautausschlägen, Kopfschmerzen und Gewichtsverlust. Beim Herunterkommen kann es laut Erfahrungsberichten zu erhöhter Nervosität und Verstimmungen kommen. Langanhaltende Schlaflosigkeit, sowie Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und Erinnerungslücken können ebenfalls vorkommen.
Als „MDMA“in Pulverform zur Analyse gebrachte Substanzen:
14 Proben, die als MDMA zur Analyse gebracht wurden, enthielten
anstelle des erwarteten Inhaltsstoffs Mephedron/MMC in
unterschiedlichen Dosierungen (min. 68 mg/g - max. 715 mg/g). Zwei
vermeintliche MDMA-Proben enthielten Koffein und die beidenResearch Chemicals Butylon (bk-MBDB) und
Methylenedioxypyrovalerone (MDPV).
Eine weitere als MDMA-Kristall zur Analyse gebrachte Substanz, stellte sich als die
Research Chemikalie Methylon (bk-MDMA) (671 mg/g) heraus.
Als „Speed“ in Pulverform zur Analyse gebrachte Substanzen:
Von den als „Speed“ zur Analyse gebrachten Substanzen waren drei
Proben gesundheitlich besonders bedenklich. Eine Probe enthielt
anstelle von Amphetamin das Phenylpiperazin
TFMPP (87 mg/g). Eine
weitere als Speed zur Analyse gebrachte Substanz enthielt Koffein
(147 mg/g) und den schmerzstillenden und fiebersenkenden Arzneistoff
Paracetamol. Eine Probe enthielt anstelle von Amphetamin das
weitaus potentere Methamphetamin (739 mg/g) in Kombination mit
einer unbekannten Substanz.
Als Kokain zur Analyse gebrachte Substanzen:
Auch dieses Mal wurde in vier Kokain-Proben neben dem erwarteten
Inhaltsstoff Kokain das Antihelmintikum Levamisol in
unterschiedlichen Dosierungen nachgewiesen (min. 37 mg/g – max.
80 mg/g). Eine Probe enthielt neben Kokain (223 mg/g) und Levamisol
auch noch das Arzneimittel Phenacetin. In einer Substanz wurden
neben Kokain (280 mg/g), Koffein (40 mg/g), Levamisol und das
Lokalanästhetikum Procain nachgewiesen. Zwei Proben enthielten
neben Kokain auch das Lokalanästhetikum Lidocain (7mg/g und 30mg/g). In einer Probe
wurde anstelle von Kokain das Research Chemical Methylenedioxypyrovalerone (MDPV)
in Kombination mit Lidocain nachgewiesen.
Was ist MDPV ?
Methylenedioxypyrovalerone (MDPV) gehört zur Gruppe der Cathinone und ist wie andere Research Chemicals bis dato sehr wenig erforscht. Die Wirkung ist in erster Linie stimulierend. Zu den positiven Effekten zählen unter anderem Euphorie, erhöhte Empahtie und Geselligkeit, gesteigertes Redebedürfnis und geistige Klarheit. Es werden auch aphrodisierende Effekte beschrieben. Negative Wirkungen sind Appetitverlust, Schlafschwierigkeiten, unwillkürliche Körperbewegungen (z. B. Zuckungen), Verwirrung, Nervosität und Ängstlichkeit. Das „Runterkommen“ wird häufig als sehr unangenehm beschrieben, was gelegentlich zu erneutem „Nachlegen“ führt. Risiken und Langzeitfolgen sind unbekannt.
hier gibt`s die älteren Pillenwarnungen
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