home|ueber uns|bewerbung|video|drogeninfo|praevention|internes|kontakte|historie

Drugchecking Initiative Berlin-Brandenburg(zurück)

drugchecking-InitiativeMitte 2007 bildete sich in Berlin eine Arbeitsgruppe Drugchecking, die sich aus Vertretern der Drogenarbeit, Verwaltung und Politik der Bundesländer Berlin und Brandenburg zusammen setzte.

Neben der Deutschen Aidshilfe, Vista-Berlin, den Grünen, der Linken, Fixpunkt Berlin und anderen, ist auch das Drogen-Info-Berlin e.V. Förderer der Drugchecking Initiative Berlin Brandenburg.

Mitschnitt vom Funkhaus Europa Berlin zur Drugchecking-Initiative Berlin-Brandenburg abspielen

In Deutschland sind Strategien zur praktischen Durchführung von Drugchecking und Ergebnisse der Projekte in den Nachbarländern bislang weitgehend unbekannt oder werden nicht in die politische Diskussion eingebracht. Die Diskussion in Deutschland spiegelt zudem meist nicht den aktuellen Forschungsstand zum Thema. So konnten wissenschaftliche Evaluationen von Drugchecking-Angeboten inzwischen in Deutschland oft erhobene Einwände und Vorbehalte gegenüber möglichen unerwünschten Nebeneffekten von Drugchecking weitgehend ausräumen. Darüber hinaus bestehen Unsicherheiten über die rechtlichen Bedingungen und Voraussetzungen für eine aus betäubungsmittelrechtlicher Sicht unbedenkliche Durchführung von Drugchecking.

In Deutschland existieren derzeit keine Angebote, illegal erworbene psychoaktive Substanzen einer umfassenden Analyse zu unterziehen, die dem hinreichenden Gesundheitsschutz von Drogengebrauchern dient. Zum Testen illegaler Substanzen ist es Privatpersonen derzeit nur möglich, gegen ein Entgelt Substanzproben in Apotheken abzugeben und meist unvollständige, rein qualitative Ergebnisse zu den Inhaltsstoffen zu erhalten. Eine quantitative Analyse (derzeit möglich z. B. im Zentrallabor Deutscher Apotheker) ist zu langwierig und kostspielig, um als niedrigschwelliges Instrument des Gesundheitsschutzes wirksam zu werden. Zudem sind die Beratungsintentionen und möglichkeiten in Apotheken nicht auf die Risikoreduzierung beim Drogengebrauch ausgerichtet. Auf einzelnen Tanzveranstaltungen wird die Testung von illegal erworbenen Pillen und Pulvern mit Hilfe des Marquis-Reagenz angewendet (Schnelltestverfahren). Auch diese Analyse gibt allerdings keinen hinreichenden Aufschluss darüber, welche Substanzen sich in welcher Menge in den getesteten Proben befinden.

Die Drugchecking-Initiative Berlin-Brandenburg will hier einen Wissenstransfer leisten, indem sie Schlüsselpersonen in Verwaltung und Politik sowie des Drogenhilfesystems über die Möglichkeiten zur Implementierung von Drugchecking in die Drogenarbeit informiert und konkrete praktische Ansatzpunkte dazu liefert, wie Drugchecking in Deutschland umgesetzt werden kann. Neben Schlüsselpersonen aus der Verwaltung will die Initiative auch Mandatsträger aller Parteien auf allen Ebenen (Bezirks , Landes und Bundesebene) dafür gewinnen, für Drugchecking einzutreten.

Weiterführende Informationen:

siehe auch:"Keine Ahnung für alle" (von Tibor Harrach)

siehe auch:Drugchecking - ein Modell für Deutschland?

Hier geht es zur Homepage der Drugchecking Initiative Berlin Brandenburg

zur Hauptseite

Social Bookmarks:

Bookmark and Share