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Borderline: Sehr verbreitet unter Drogenkonsumenten

borderline „(…) Wenn wir uns vorstellen, dass Pferde Gefühle sind, dann sitzen ‚normale’ Menschen auf einem alten Ackergaul und die ‚Borderliner’ auf einem Araber-Hengst. Er geht schnell durch, ist schwer zu kontrollieren und lässt sich nur langsam wieder bremsen. Reiten müssen alle Menschen lernen, aber die ‚Borderliner’ müssen Spitzenreiter werden (...)“

Die Definition der Borderline-Störung:

Symptome des Borderline-Syndroms auf 4 Ebenen:

Borderline-Persönlichkeitsstörung:

Dieser Auszug aus den Aufzeichnungen einer Betroffenen soll die zentrale Schwierigkeit vieler Betroffener verdeutlichen: Ihre Gefühle fahren Achterbahn und sie müssen lernen, diese zu steuern. Häufig sind deshalb die zwischenmenschlichen Beziehungen von Höhen und Tiefen geprägt. PatientInnen berichten vermehrt, dass sie ihre(n) Partner(in) oder beste(n) Freund(in) lieben und im nächsten Augenblick eine starke Abneigung empfinden können. Dann kann es zu Abwertungen und unkontrollierten Wutausbrüchen kommen, die schnell in Scham und Schuldgefühle wechseln.

Die intensiven Gefühle oder ein chronisches Gefühl der inneren Leere werden häufig mit impulsiven Verhaltensweisen bewältigt, die zu neuen Problemen führen. Dazu können u.a. unkontrolliertes Essverhalten, hohe Geldausgaben, Alkohol- und Drogenkonsum oder risikoreiches Verhalten im Straßenverkehr bzw. Sexualverhalten gehören.

Oftmals zeigen Patientinnen mit Borderline-Störung auch unterschiedliche Arten von selbstverletzendem Verhalten. Einige Betroffene haben gelernt, sich kurzfristig mit Suizidphantasien zu trösten, oder „beamen“ sich aus dem grässlich erlebten oder in der Vergangenheit erfahrenen Leben. In diesen dissoziativen Zuständen empfinden sie ihren Körper und die Welt als fremdartig, irreal – bis dahin, dass sie ganz aussteigen oder aufgeben.

Die Bedeutung von Borderline:

Vom Englischen ins Deutsche wörtlich übersetzt, bedeutet „Borderline“ einfach „Grenzlinie“. Diese Bezeichnung ist der Versuch darzustellen, dass sich die Borderlinestörung weder ins Feld der Neurosen noch in das der Psychosen einordnen lässt. Während Neurotiker ihre Störung als ich-dyston erleben, d. h. nicht zu sich zugehörig (z. B. Zwänge, Phobien, Panik, Depressionen) werden von Psychotikern ihre Störungen als ich-synton wahrgenommen (z. B. Wahn, Halluzinationen, Persönlichkeitsstörungen).

Die Neurose ist auch der Ausdruck eines unbewussten Konflikts der meist in der Lebensgeschichte der Person zu finden ist, während bei einer psychotischen Persönlichkeit ein Störung in der Produktion der Neurotransmitter vorliegt. Mit dem Ausdruck „Borderline“ versucht man ein Krankheitsbild zu bezeichnen, welches die Merkmale einer neurotischen, aber auch die einer psychotischen Erkankung aufzeigt. Das heißt, dass der Borderliner seine Störungen in manchen Momenten als ich-dyston und in manchen als ich-synton erlebt.

Einige der Symptome von Borderline werden von den Betroffenen direkt körperlich wahrgenommen. Dazu gehören:

Innerliche Hochspannung
Die Betroffenen empfinden einen zum Teil sehr massiven inneren Spannungszustand, welcher je nach Intensität mit äußerstem Stress vergleichbar ist. Im Gegensatz zu letzterem muss kein Auslöser vorliegen oder es reicht oft auch ein marginaler Auslöser um eine unverhältnismäßig heftige Reaktion hervorzurufen. Betroffene leiden oft sehr darunter, da sie oft nicht wissen wie sie auf diese Empfindung reagieren sollen, wenn keine Äußeren Umstände vorliegen an denen man sich „abreagieren“ könnte.

Schlafstörungen/Alpträume
Wie eben schon beschrieben, stehen Borderliner oft unter innerer Spannung (aber auch unter Ängsten und Wahnideen, auf die noch eingegangen wird), diese macht es ihnen entsprechend auch schwer, die nötige innere Ruhe zu haben um ruhigen Schlaf zu finden. Dieser wird unter Umständen auch von Alpträumen begleitet. Leider hat dies wieder zur Folge, dass der Mangel an Schlaf wiederum dazu führt, dass sie emotional sehr unausgeglichen sind, was wiederum entsprechende Spannungszustände , Gedankenkreisel und Ängste provoziert welche Schlafstörungen hervorrufen.

Konzentrationsstörungen
Borderliner haben oft eine hypersensible Wahrnehmung und daher große Probleme unter der Masse der Eindrücke zu filtern, was sie als relevant und was als irrelevant einschätzen sollen. So fällt es ihnen auch oft schwer sich auf eine Sache zu fokussieren. Oft sind es auch die schon genannten Spannungszustände oder die vollkommene Vereinnahmung der Wahrnehmung von starken Emotionen oder Gedankenkreisen die es den Betroffenen schwer macht ihre Aufmerksamkeit der tatsächlichen Situation zu widmen.

Innere Leere
Es wird oft ein Gefühl des innerlichen „Ausgehöhlt-Seins“ beschrieben. Dabei wird der Körper als innerlich ausgehöhlt wahrgenommen. Es werden zwar sehr wohl Atmung und Peristaltik wahrgenommen, aber oft als irreal empfunden. Zu diesem Gefühl kommt oft auch hinzu, dass nahezu keine Emotionen mehr wahrgenommen werden. So kann es sein, dass Borderliner in dieser Situation absolut keinen Antrieb haben oder keine emotionale Reaktion auf die Ereignisse der Umwelt zeigen.

Unwirklichkeitsgefühle/Gefühl vom Körper getrennt zu sein
Es kommt vor, dass das ganze physische Ich und teilweise auch die Umwelt als vollkommen irreal wahrgenommen werden. Es wurde oft von Betroffenen beschrieben, als fühlten sie sich wie in einem Film, der mit ihnen selbst nicht im direkten Zusammenhang steht. Dabei kann es vorkommen, dass das eigene Ich und der Körper nicht mehr als eine Einheit wahrgenommen werden. Vielmehr besteht das Gefühl, dass der Körper nicht der eigene sei.

Taubheitsgefühle
Diese werden sowohl in Bezug auf die emotionale wie auf die physische Ebene wahrgenommen. Einerseits befinden sich Betroffene dabei in einem Zustand des völligen Fehlens von Emotionen, andererseits werden auch Teile oder das gesamte physische Dasein nicht mehr wahrgenommen.

Ängstigende Wahrnehmungen, Vorstellungen und Bilder
sensi seeds hanfsamen skunk #1 Die Wahrnehmungsstörungen können sich auf vielen Ebenen äußern. Einerseits kann es vorkommen, dass Menschen in der nächsten Umgebung Äußerungen, Gesichtsausdrücke oder Handlungen unterstellt werden, die ausschließlich in der Wahrnehmung des Borderliners stattgefunden haben. Es kann auch passieren, dass Bedrohungen wahrgenommen werden, die so tatsächlich nicht bestehen. Manchmal werden auch Bilder und Gestalten wahrgenommen. Oft kommt es auch zu sehr beunruhigenden Vorstellungen in der eine sehr unangenehme, oft auch katastrophale Situation als kurz davor einzutreten oder gerade woanders stattfindend wahrgenommen wird welche aber ausschließlich in der Realität des Borderliners konstruiert wird. Der Borderliner unterscheidet sich dabei vom Psychotiker, da er, wenn man ihn von Außen auf Widersprüche und Unmöglichkeiten aufmerksam macht, fähig ist, seine Wahrnehmung zu korrigieren.

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