Anaklitische Therapie (zurück)
Substanzinduzierte Regressionen in der Anaklitischen Therapie
Die Anaklitische Therapie (griech. anaklinein = sich anlehnen) ist in den 70er Jahren von den beiden Psychoanalytikerinnen Joyce Martin und
Pauline McCririck entwickelt worden und beruht auf der Erfahrung, dass es in LSD-Sitzungen zu tiefen Regressionen (in der Psychoanalyse
bedeutet "Regression" unbewusster oder bewusster Rückgriff auf kindliche Verhaltensmuster) kommen kann.
Während dieser Regression werden frühkindliche Frustation und Gefühlsdeprivation nacherlebt. Diese frühkindlichen Zustände sind eher primitv und rudmentär. Es entsteht der Wunsch nach
Liebe, Körperkontakt und dem Ausleben anderer Triebe.
Im Gegensatz zu den klassischen - distanzierten - Therapieverfahren übernahmen Martin und McCririck eine aktiv bemutternde Rolle und ließen sich auf einen engen körperlichen Kontakt ein.
Das bedeutet, dass die Therapeutin den Patienten in den Arm nimmt, ihn streichelt, besänftigt oder seinen Kopf auf den Schoß nimmt. Dieser enge Körperkontakt führt bei den Klienten zu einer
Erfahrung ursprünglicher, symbiotischer Einheit. Nicht selten treten in der tiefsten Form einer solchen Erfahrung auch Gefühle des Einsseins mit dem ganzen Kosmos oder dem höchsten Prinzip
aller Schöpfung, mit Gott, auf.
Weite Verbreitung hat die Anaklitische Therapie nie gefunden. Den meisten Therapeuten bereitete die Intimität dieser Behandlung allzu große Schwierigkeiten und Unbehagen.
Weiterführende Informationen zur Hypnodelischen Therapie mit entheogenen Substanzen:
Therapie mit psychoaktiven Substanzen
Henrik Jungaberle, Peter Gasser, Jan Weinhold, Rolf Verres
Das vorliegende Buch ist Produkt eines interdisziplinären Dialogs zwischen Medizinern, Sozialwissenschaftlern und Psychotherapeuten.
Die Psychotherapie mit Halluzinogenen wie LSD und Entaktogenen wie MDMA (Ecstasy) findet nach einer Unterbrechung von drei Jahrzehnten wieder großes Interesse. In einem Zeitfenster von sechs Jahren
war es in der Schweiz möglich, mit LSD und MDMA Psychotherapien durchzuführen und dabei wichtige Erfahrungen zu sammeln. Diese werden erstmals systematisch dargestellt und durch Beiträge namhafter Forscher
und Therapeuten ergänzt. Das Buch informiert über Geschichte und State-of-the-Art Substanz-unterstützter Psychotherapie. Psycholytische und psychedelische Behandlungsansätze werden erläutert.
Potenziale, Risiken und Nebenwirkungen werden bewertet. Die Autoren diskutieren die Relevanz dieser Therapieform für Medizin und Gesellschaft. Das Buch ist Produkt eines Dialogs zwischen Medizinern,
Sozialwissenschaftlern und Psychotherapeuten.
ISBN: 978-3-456-84606-4
LSD-Psychotherapie
Stanislav Grof
Der Autor Stanislav Grof gibt einen Überblick über
die Geschichte der LSD-Therapie und ihre theoretischen Grundlagen. Er konzentriert sich dabei auf die praktischen Aspekte der von ihm entwickelten
therapeutischen Vorgehensweisen: die Vorbereitung des Patienten, die Methodik der Durchführung von Sitzungen, Indikationen und Gegenindikationen, die t
herapeutischen Resultate und das Problem von Nebenwirkungen und Komplikationen.
ISBN: 978-3-608-94017-6
PDf´s zum Thema:
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LSD mein Sorgenkind von Albert Hofmann
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