Anaklitische Therapie (zurück)
Substanzinduzierte Regressionen in der Anaklitischen Therapie
Die Anaklitische Therapie (griech. anaklinein = sich anlehnen) ist in den 70er Jahren von den beiden Psychoanalytikerinnen Joyce Martin und Pauline McCririck entwickelt worden, und beruht auf der Erfahrung, dass es inLSD-Sitzungen zu tiefen Regressionen (in der Psychoanalyse bedeutet "Regression" den unbewussten oder bewussten Rückgriff auf kindliche Verhaltensmuster) kommen kann.
Wärend dieser Regression werden frühkindliche Frustation und Gefühlsdeprivation nacherlebt. Diese frühkindlichen Zustände sind eher primitv und rudmentär. Es entseht der Wunsch nach Liebe, Körperkontakt und dem Ausleben anderer Triebe.
Im Gegensatz zu den klassischen - distanzierten - Therapieverfahren übernahmen Martin und McCririck eine aktiv bemutternde Rolle und ließen sich auf einen engen körperlichen Kontakt ein. Das bedeutet, dass die Therapeutin den Patienten in den Arm nimmt, ihn streichelt, besänftigt und seinen Kopf auf den Schoß nimmt. Dieser enge Körperkontakt führt bei den Klienten zu einer Erfahrung ursprünglicher, symbiotischer Einheit. Nicht selten treten in der tiefsten Form einer solchen Erfahrung auch Gefühle des Einsseins mit dem ganzen Kosmos oder dem höchsten Prinzip aller Schöpfung, mit Gott, auf.
Weite Verbreitung hat die Anaklitische Therapie nie gefunden. Den meisten Therapeuten bereitete die Intimität dieser Behandlung allzu große Schwierigkeiten und Unbehagen.
Weiterführende Informationen:
Aktuelle Publikation: Therapie mit psychoaktiven Substanzen - Praxis und Kritik der Psychotherapie mit LSD, Psilocybin und MDMA, Verlag Hans Huber, ISBN 978-3-456-84606-4
Stanislav Grof: LSD-Psychotherapie,
ISBN: 978-3-608-94017-6
Psychedelic Welfare:
Die Psychedelische Ambulanz von eclipse e. V.
PDf´s zum Thema:
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LSD mein Sorgenkind von Albert Hofmann
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