Zusätze in Ecstasy Pillen/Resaerch Chemicals(zurück)
Gefährliche Zusätze in Ecstasy-Pillen und in Speed- oder Kokainproben
All diese Substanzen können unter Umständen in den Pillen sein, die in der Szene der Konsumenten kursieren. Da es in Deutschland noch kein Drugchecking gibt, sind deutsche Konsumenten leider einem hohen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Wir vom "Drogen-Informations-Portal Berlin" können nur aufklären und auf die uns zugänglichen Quellen zugreifen. Wenn du Wert auf deine Gesundheit legst, dann informiere dich vor dem Konsum! Siehe auch: Pillenliste
Butylon (bk-MBDB) ist ein Empathogen und gehört zur Klasse der Phenethylamine. Die
Wirkung ist ähnlich der von MDMA, aber abgeschwächter. Wie andere Research Chemicals ist
Butylon gänzlich unerforscht. Risiken und Langzeitfolgen sind bisher noch nicht bekannt.
Ephedrin ist der psychoaktive Wirkstoff der Pflanze Ephedra. Seit 1920 wird Ephedrin in der
westlichen Medizin bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt. Mittlerweile findet es
vorwiegend in Arzneimitteln gegen niedrigen Blutdruck Anwendung, da Ephedrin die
Herztätigkeit angeregt und der Blutdruck erhöht wird. Als Appetitzügler hat sich Ephedrin
aufgrund seines Abhängigkeitspotenzials sowie diverser Nebenwirkungen auf das Herz-
Kreislauf-System nicht durchgesetzt.
Levamisol ist ein Anthelminthikum (wird in der Tiermedizin gegen Wurmbefall eingesetzt),
welches früher auch in der Humanmedizin Anwendung fand. Als Beimengung zu Kokain tritt die
Substanz in den letzten Jahren gehäuft auf. Verschiedene Nebenwirkungen, die im
Zusammenhang mit Levamisol berichtet wurden, sind unter anderem: allergische Reaktionen
(Schwierigkeiten beim Atmen, Anschwellen der Lippen, der Zunge, des Gesichts) und
Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems (z. B. Verwirrungszustände oder
Bewusstlosigkeit, extreme Müdigkeit). Die bedenklichste Nebenwirkung von Levamisol ist die
Veränderung des Blutbildes, Agranulocytosis genannt. Im Zuge dieser kommt es zu einer
Reduktion der weißen Blutkörperchen, was in weiterer Folge – aufgrund von Immunschwäche
– zu lebensbedrohlichen Infektionen führen kann.
Methylethylcathinon (4-Methyl-N-ethylcathinon, 4-MEC)* gehört zu der Gruppe der
Cathinone und ist von der Wirkungsweise her dem 4-Methylmethcathinon (Mephedron) sehr
ähnlich, möglicherweise aber potenter. Die Wirkung ist in erster Linie stimulierend und
euphorisierend. User/innen-Berichten zu Folge kommt es schnell zu einer Toleranzentwicklung.
Ein erhöhtes psychisches Abhängigkeitspotenzial ist - durch die strukturelle Ähnlichkeit zu
Mephedron - mit hoher Wahrscheinlichkeit gegeben.
4-Methylamphetamin (4-MeA)* ist ein Stimulans, das eine Freisetzung der
Monoamin-Neurotransmitter bewirkt. 4-MeA wirkt vermutlich schon in sehr geringen Dosen und
kann wohl ein Serotoninsyndrom bewirken. Zudem wird vermutet, dass es stark neurotoxisch ist.
Da 4-MeA eine noch unerforschte Substanz ist, über welche nur wenige Informationen
bekannt sind, wird dringend vom Konsum abgeraten!
Mephedron (4-Methylmethcathinon, MMC)* ist ein Stimulans und Empathogen, das
chemisch mit Cathinon und Methcathinon (Ephedrin) verwandt ist. Durch die stimulierende
Wirkung von MMC kann es zu einer als unangenehm empfundenen Hyperaktivität, starker
Erhöhung des Blutdrucks und Herzrasen (bzw. unangenehmem Gefühl in der Herzgegend)
kommen. Insbesondere bei Konsum von hohen Dosen können Wahnvorstellungen und
Paranoia auftreten. Konsument/innen berichten weiterhin von Kältegefühlen, Hautausschlägen,
Kopfschmerzen und Gewichtsverlust, sowie unangenehmem Körpergeruch. Beim
Herunterkommen kann es laut Erfahrungsberichten zu erhöhter Nervosität und
Verstimmungen kommen. Langanhaltende Schlaflosigkeit, sowie Beeinträchtigung des
Kurzzeitgedächtnisses und Erinnerungslücken können ebenfalls vorkommen. Bei (intranasalem)
Konsum von Mephedron wird ein starker Drang zum wiederholten Weiterkonsum beobachtet,
was für ein erhöhtes psychisches Abhängigkeitspotenzial der Substanz spricht. Mephedron ist
nach wie vor recht unerforscht, daher gibt es kaum wissenschaftliche Erkenntnisse über
Wirkmechanismen, Risiken, Langzeitfolgen sowie mögliche Gefahren beim Mischkonsum.
Meta-Clorphenylpiperazin (mCPP)* gehört zu der Gruppe der Piperazine. Die Wirkung von
mCPP ist ähnlich der von MDMA, wobei neben der vergleichsweise schwachen psychoaktiven
Wirkung, wie Glücksgefühlen und optischen Veränderungen beim Konsum von mCPP sehr
häufig unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Nierenschmerzen,
Nervosität, Schweratmigkeit, Müdigkeit und ein mehrere Tage anhaltender "Hangover"
auftreten können. Im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Konsum von MDMA kann es zu
Krampfanfällen kommen!
Methylon (3,4-Methylendioxymethcathinon, bk-MDMA)* gehört zu der Gruppe der
Cathinone und wirkt stimulierend und empathogen. Die Wirkung wird als MDMA-ähnlich
beschrieben: Zu Beginn überwiegen die anregenden Effekte (wie beschleunigter Herzschlag,
Hitzewallungen, Schwitzen und Unruhe), die allerdings schnell nachlassen. Danach treten die
empathogenen Effekte in den Vordergrund (Gefühl der Zufriedenheit, Euphorie,
Verbundenheitsgefühl). Bei sehr hoher Dosierung überwiegen die stimulierenden Effekte: Es
kommt zu Unruhe, beschleunigtem Herzschlag, erhöhtem Blutdruck und starkem Zittern
(Tremor) des gesamten Körpers. Darüber hinaus ist das Auftreten von Augenzittern
(Nystagmus), Verkrampfungen der Kaumuskeln und Zuckungen der Gesichtsmuskeln
wahrscheinlich. Ähnlich wie bei MDMA steigt die Körpertemperatur und es kann (bei hoher
Dosierung) zu gesundheitsgefährdender Überhitzung des Körpers (Hyperthermie) kommen.
Gefühle des Kontrollverlusts, Verwirrung und Panikattacken sind ebenso möglich. Einigen
Berichten zu Folge können auch optische Halluzinationen (bei geöffneten und geschlossenen
Augen) auftreten. Manche User/innen beschreiben die Wirkung als fast identisch mit der von
MDMA, andere erleben die Effekte wiederum eher als halluzinogen. Laut einer 2007
veröffentlichten Studie wird vor allem die Freisetzung von Dopamin und Noradrenalin durch
Methylon verstärkt. Dopamin wird für die euphorisierende Wirkung, Noradrenalin für die zentral
stimulierende, antriebssteigernde Wirkung verantwortlich gemacht. Bei MDMA steht die
Freisetzung und Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin im Vordergrund, was
Unterschiede in den beobachteten Erfahrungen erklären könnte.
Pentedron ist ein Cathinon-Derivat, das neben einer stimulierenden auch eine stark
entaktogene Wirkung aufweist. Die Wirkdauer der Substanz beträgt etwa drei bis vier Stunden.
Leicht stimulierende Effekte, Herzrasen und Bluthochdruck können bis zu acht Stunden
anhalten. Der Drang, weiter zu konsumieren bzw. "nachzulegen" wird oft durch die bei höheren
Dosierungen auftretenden unangenehmen Nebenwirkungen (Verwirrtheit, Übelkeit, Paranoia
etc.) gemildert. Pentedron ist eine relativ unerforschte Substanz, weshalb derzeit keine
zuverlässigen Informationen zu Langzeitfolgen und gesundheitlichen Risiken verfügbar sind.
5-APB und 6-APB sind als Research Chemical verkaufte Substanzen, über deren
Wirkungsweise noch sehr wenig bekannt ist. User/innen berichten über empathogene und
stimulierende Effekte, wobei die Wirkungsweise von 5-APB im Vergleich zu 6-APB als
weniger empathogen beschrieben wird.
Dimethylcathinon ist eine noch weitgehend unerforschte Substanz mit stimulierender
Wirkung aus der Gruppe der Cathinone. Aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit zu 4-Methylmethcathinon
kann eine Ähnlichkeit in der Wirkung angenommen werden.
Fluorphenylpiperazin (pFPP) gehört – wie mCPP und TFMPP – zur Gruppe der
Phenylpiperazine. pFPP hat eine leicht euphorisierende Wirkungsweise und wurde deshalb -
wie andere Piperazine auch – vermehrt als Inhaltsstoff von legal erhältlichen Freizeitdrogen
(sogenannten "Party Pills") eingesetzt.
Nachtschatten-Verlag
Die Grundstruktur der Phenethylamine findet sich in Pflanzen, die seit Jahrtausenden von prähistorischen Kulturen genutzt wurden, ebenso wie in marinen Spezies; in Schlankheitsmitteln, Antidepressiva und
Stimulanzien, aber auch in hunderten Wirkstoffen, welche die Wahrnehmung tiefgreifend verändern, in den sogenannten Psychedelika. Eine umfassende und systematische Betrachtung der vielfältigen Aspekte
von über 2.300 Substanzen.
Das einzige allumfassende Standardwerk für Medizinalchemiker, Pharmakologen, Forensiker, Gesetzgeber, Historiker, Pharmazeuten, Ärzte, Psychiater und Sozialarbeiter.
Das Buch bietet:
Biochemische und pharmakologische Beschreibungen zu mehr als 2.300 Substanzen der Phenethylamin-Klasse.
Strenge Strukturierung und einfache Navigation (von der Struktur zur Funktion).
Detaillierte Abhandlung der pharmakologischen Profile von Klassenvertretern und ausführliche Präsentation von Struktur-Aktivitätsbeziehungen der verschiedenen Substanzklassen unter Einbezug neuer
Gegenüberstellungen wissenschaftlicher Daten.
Schnelle Übersicht durch Tabellen (Referenzen, Werte wie untersuchte Targets, Bindungsaffinitäten, funktionelle Potenz, Wirkdauer, Wirkart, Humandosis etc.).
Interdisziplinäre Betrachtung aller Aspekte der Phenethylamine: Geschichte, Entwicklung, Pharmakologie, Anwendungsbereiche und Missbrauch.
Phenethylamine - Von der Struktur zur Funktion
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