Psilocybin, Zauberpilze, magic mushrooms(zurück)

Psychoaktive Pilze

Inhaltsübersicht

"I see mycelium as the Earth's natural internet - a consciousness with which we may be able to comunicate"
P.Stamets

ZauberpilzePsilocybin ist ein Indolalkaloid und gehört zur Gruppe der Tryptamine. Psilocybin kommt in einigen Pilzarten vor, so zum Beispiel im Stropharia Cubensis oder auch im Spitzkegeligen Kahlkopf (Psilocybe semilanceata, Bild rechts) – der auch hier in Deutschland anzutreffen ist.

In Deutschland sind die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin als nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel in der Anlage des Betäubungsmittelgesetzes erfasst. Das bedeutet, der Besitz und der Handel mit diesen Stoffen und den Pilzen, die diese Stoffe enthalten, sind in Deutschland strafbar.

Psychoaktive Pilze sind allerdings in einigen Kulturkreisen fester Bestandteil religiöser Zeremonien und ein Werkzeug schamanistischer Arbeit. Heute wird der aktive Wirkstoff Psilocybin/Psilocin auch in der Psycholytischen Therapie eingesetzt.

Radiomitschnitt zum Thema "Psilocybin und LSD in der Psychotherapie"herunterladen oder anhören

Wissenswertes über Pilze: Pflanzen, Tiere, Pilze!

Lange Zeit wurden Pilze als eine Art von Pflanzen angesehen. In alten biologischen Systematiken findet man sie noch in dieser Weise eingeordnet. Einige wesentliche Fakten sprechen aber gegen diese Einteilung. So zum Beispiel die Tatsache, dass Pilze über kein Blattgrün verfügen und daher auch keine Photosynthese betreiben. Die Zellwände der Pilze bestehen nicht etwa aus Zellulose, sondern aus Chitin, dem Stoff, aus dem Insekten ihren Panzer bilden. Nicht zuletzt waren es aber genetische Untersuchungen, die dazu führten, die Pilze als eine eigene Lebensform, neben Pflanzen und Tieren zu klassifizieren.
(Quelle:Das Pilzbuch von Bert Marco Schuldes und Sam Lanceata - Buchtipp siehe unten)

Allgemeines zu Psilocybin und Psilocin

Im Jahre 1957 gelang es erstmals Albert Hofmann, dem Entdecker des LSD, Psilocybin aus natürlich gewachsenen Pilzen (Psilocybe mexicana und Psilocybe cubensis) zu isolieren und sein molekulares Profil eindeutig einzuordnen. Dies gelang ihm vor allem aufgrund seiner Erfahrungen mit den Eigenschaften des LSD-Moleküls. 1959 konnte er Psilocybin vollständig synthetisieren.

Im Körper wird Psilocybin zu Psilocin umgewandelt. Das Psilocin ist der Wirkstoff, von dem die halluzinogene Wirkung ausgeht. Beide Substanzen haben große Ähnlichkeit mit dem Neurotransmitter Serotonin und Psilocin wirkt direkt am 5-HT-Rezeptor ("Serotonin-Rezeptor").

Deshalb wird Psilocybin/Psilocin auch als mögliches Medikament in der Behandlung chronischer Depressionen geführt. Dazu ist erst vor Kurzem die Studie Enhanced repertoire of brain dynamical s tates during the psychedelic experience" von Enzo Tagliazucchi und Kollegen in der Zeitschrift "Human Brain Mapping" erschienen. Siehe auch: Zauberpilze aktivieren Gehirn wie Träume" beim ORF.

Daneben wird Psilocybin sehr erfolgreich bei der Behandlung chronischer Migräne bzw. Clusterkopfschmerzen eingesetzt (siehe weiter unten).

Psilocybin und Meditation

Was bei der Einnahme von Psychoaktiven Pilzen zu beachten ist:

Psychoaktive Pilze ("Psilos") werden in der Regel oral eingenommen. Da nicht jedem der Geschmack zusagt, ist es ratsam, getrocknetes Obst zu den Pilzen zu essen. Das macht den modrigen Beigeschmack etwas erträglicher und ist zudem eine leichte Kost für den (hoffentlich leeren) Magen.

Zur Dosierung von psychoaktiven Pilzen

In getrockneten Pilzen liegt die Menge an Psilocybin zwischen 0,1 % und 2 %.

Pilzsorte (Getrocknet) Schwache Wirkung Wirkung Mittelstark Stark Sehr Stark
Psilocybe cubensis 0,6g - 1,3g 1,3g - 2,0g 2,0g - 3,5g 3,5g - 4,5g 4,5g - 10g
Psilocybe tampanensis 0,5g - 1,0g 1,0g - 1,8g 1,8g - 2,8g 2,8g - 3,8g 3,8g - 10g
Panaeolus cyanescens 0,3g - 0,6g 0,6g - 1,2g 1,2g - 1,9g 1,9g - 2,5g 2,5g - 5g
Psilocybe semilanceata 0,4g - 0,9g 0,9g - 1,5g 1,5g - 2,5g 2,5g - 3,4g 3,4g - 10g

Zur Wirkung psychoaktiver Pilze (Magic Mushrooms):

Nach etwa 20 – 30 Minuten beginnt die Wirkung mit einem Wärmegefühl, einer subjektiven Entspannung. Die Körpertemperatur erhöht sich, Pupillen erweitern sich, Schwindel und Übelkeit können auftreten: der Rausch beginnt. Die Tryptamine Psilocybin und Psilocin sind die hauptsächlichen, psychoaktiven Komponenten, die in halluzinogenen Pilzarten der Gattungen Psilocybe, Stropharia, Conocybe und Panaeolus enthalten sein können. Die Effekte nach Einnahme ähneln mit sechs Stunden Dauer, jenen eines kürzeren LSD-Trips mit diversen Wahrnehmungsveränderungen.

Eine psychedelische Wirkung tritt ab ca. 10 mg Gesamtpsilocin (Psilocin + Psilocybin) ein. Die Wirkung von 15 mg Gesamtpsilocin wird als vergleichbar mit einem durchschnittlichen LSD-Trip von 250 µg (mikrogramm) beschrieben.

Die „Hochkommphase“ ist bei halluzinogenen Pilzen für einige Menschen leichter zu handhaben, als beim LSD - obwohl anderen wiederum die Pilze manchmal auf den Magen schlagen. Es gibt auch Menschen mit Vorbehalten gegenüber LSD, denen in der Folge der Konsum von Pilzen "leichtfällt", und die dann angstfrei in diese Erfahrung gehen und das so Erlebte der Substanz zuschreiben und nicht ihrer inneren Haltung. magic mushrooms

Manch einer sagt, "die Pilze arbeiten mehr mit einem als das LSD", und pflegt einen respektvolleren Umgang mit Pilzen, auch weil die Pilzerfahrung oft eine sehr körperliche ist und vielleicht auch in dem Wissen, dass "der Pilz ansich" entwicklungsgeschichtlich eine besondere Stellung irgendwo zwischen Tier und Pflanze einnimmt.

Die Frage also, in wie weit individuelle Vorlieben und Perspektiven den Wirkungseintritt und den Verlauf erleichtern bzw. erschweren, hat sich hier hoffentlich beantwortet.

Psilocybin/Psilocin verstärkt deinen vorhandenen Gemütszustand. Das bedeutet, wenn du Angst hast und nervös bist, kann es sein, dass der Wirkungseintritt als eher unangenehm wahrgenommen wird.

Psychedelika wie Psilocybin können verdrängte seelische Inhalte ins Bewusstsein befördern. Magic Mushrooms können den Blick auf innerseelische Vorgänge intensivieren und somit eine Introspektion erleichtern.

Wenn du vorhast Psychoaktive Pilze zu nehmen, dann sorge dafür, dass du in einer sicheren Umgebung bist, die du gut kontrollieren kannst. Teile dein Erlebnis mit Freunden denen du vertraust und die du gut kennst. Wer im Inneren klar und reflektiert ist, hat bestimmt nichts gegen eine "Introspektion" oder eine "Bewusstwerdung" verdrängter seelischer Inhalte. Wer allerdings sehr jung ist, oder unvorbereitet und unwissend in diesen Zustand eintritt, sollte zumindest in dieser Zeit von seinen Freunden verantwortungsvoll begleitet werden. Denn manch einer hat bei diesem Blick in den Spiegel sich selbst kaum wiedererkannt.

Je nach Dosis und innerer Haltung entfaltet sich der Rausch mit manchmal starken kaleidoskopartigen Pseudo-Halluzinationen. Pseudo-Halluzinationen sind keine "echten" Halluzinationen - was in diesem Zusammenhang wichtig ist, denn die Veränderung in der Wahrnehmung kann von der reisenden Person somit auf die Substanzwirkung zurückgeführt und klar von dem Rest der "Wirklichkeit" getrennt werden. Man kann sich die "optischen Halluzinationen" (wie im Kino) ganz genau anschauen und weiß, dass sie von den Pilzen kommen. Die Selbstkontrolle ist in diesen Zuständen in der Regel zu jeder Zeit möglich, denn es bleibt ein "beobachtendes Rest-Ich" (H. Leuner) erhalten, welches ein Gefühl von Identität und damit "Kontrolle" vermittelt. Trotzdem ist auf die Teilnahme am Straßenverkehr in jedem Falle zu verzichten.

Pilz-Zeremonie bei den Maya Dieser Zustand ermöglicht eine tiefe und emotional orientierte Erforschung der eigenen inneren Räume. Hierbei kann die Substanzwirkung aufsteigende und absteigende Phasen haben, welche wellenartig stärker oder schwächer wahrgenommen werden können. Die Körperempfindungen intensivieren sich, können sich aber auch kurzzeitig stark reduzieren - bis hin zu dem Gefühl körperlos zu sein. Die Gedanken und Visionen folgen keinem linearen System (dem System der Logik), sondern sind oft von tiefer Bedeutung und in Meta-Ebenen eingebettet. In einer ruhigen und sicheren Umgebung kann man an dieser Stelle unglaublich tiefgreifende und ungewöhnliche Selbsterfahrungen machen.

Genauso können Synchronizitäten und Gefühle von Zeitlosigkeit erlebt werden, außerdem ist eine starke Identifikation mit dem Selbst leicht möglich.

Nach dem Konsum psychoaktiver Pilze kann die "Ich-Du"-Grenze aufgehoben werden. Dieser Zustand kann nicht erklärt werden. Die Trennung der Welt in Subjekt und Objekt - also in subjektive Erfahrung und objektiver Wirklichkeit - ermöglicht das "normale" Interagieren mit den Dingen um uns herum. Während der Wirkung von Psilocybin erscheint diese Trennung oft zu verschimmen und das Verhältnis zu den Dingen, Objekten aber zu auch Betrachtungsweisen ändert sich. Sinn und Kontext der Objekte im Raum (auch im geistigen Raum) verändern sich oder werden Teil des Eigenen.

Genau wie beimLSD können durch Psychoaktive Pilze (Psilocybin/Psilocin) Zustände von Gedankenlosigkeit ausgelöst werden (). Oft kommt es hier zu Unsicherheiten, da man glaubt, „man könne nicht mehr (logisch) denken“. Dieser Zustand ist allerdings nicht pathologisch, sondern typisch für psychedelische Drogen und er wurde in der Vergangenheit von Schamanen in heiligen Ritualen genutzt - daher auch der Name "magic mushrooms" (Zauber-Pilze).

Interview mit Franz Vollenweider

Psychische und physische Störungen und Psychoaktive Pilze (Magic Mushrooms)

Psychedelika werden seit Tausenden von Jahren verwendet. Die klassischen serotonergen Psychedelika wie LSD, Psilocybin oder Meskalin sind nicht dafür bekannt, Gehirnschäden zu verursachen und machen nicht abhängig. Klinische Studien lassen nicht darauf schließen, dass Psychedelika längerfristig psychische Probleme verursachen. In den USA z. B. haben mehr als 30 Millionen Menschen Erfahrung mit LSD, Psilocybin oder Meskalin.

Psychedelische Drogen wie LSD, Pilze oder Peyote erhöhen nicht das Risiko, dass die Konsumenten psychische Störungen erleiden. Gemeinhin wird angenommen, dass zumindest bei bestimmten Personen die Einnahme halluzinogener Drogen psychische Störungen oder gar Psychosen auslösen könnte. Norwegische Neurowissenschaftler haben Daten aus den USA von mehr als 130.000 Personen analysiert, darunter von fast 22.000 Menschen, die mindestens einmal Halluzinogene zu sich genommen haben, und keine erhöhte Gefährdung entdeckt. Es scheint eher umgekehrt zu sein, nämlich dass die Einnahme von Halluzinogenen das Risiko für psychische Erkrankungen senken könnte ( Telepolis 22.08.2013).
Link zur Studie Psychedelics and Mental Health.

Psilocybin und LSD bei der Behandlung von Clusterkopfschmerz (cluster headaches)

Nach rund 40 Jahren ohne nennenswerte Forschung an Psychedelika sind in jüngerer Zeit mehrere Untersuchungen durchgeführt worden. Hierbei stellte sich heraus, dass Psilocybin Cluster-Kopfschmerzen besser als herkömmliche Medikamente vorbeugt und bei einer akuten Attacke effektiver wirkt als die Gabe von Sauerstoff. Die Cluster-Kopfschmerz-Patienteninitiative (www.clusterbusters.com) versucht eine wissenschaftliche Untersuchung über die Wirkungen von Psilocybin und LSD gegen Cluster-Kopfschmerzen zu erreichen. Dazu haben sie die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS) involviert und Dr. Sewell und Dr. Halpern vom Harvard McLean Hospital haben zugesagt, die Studie durchführen.
Link: U.S. National Library of Medicine National Institutes of Health

Was vor der Einnahme von Psilocybin zu beachten ist:

Sowohl LSD wie Psilocybin sind körperlich gut verträgliche und somatisch ungefährliche Substanzen. Relative Kontraindikationen sind instabile internistische Erkrankungen (wie Krankheiten des Herzens und Kreislaufs, aber auch der Atemwege, usw), welche durch die psychologischen Auswirkungen wie "Angst" und "Erregung" verschlechtert werden können (es kann also zu Herzrasen oder zur Erhöhung des Blutdruckes, etc kommen). Obwohl keine Teratogenität (fruchtschädigenden Eigenschaft) bekannt ist, sollte auf die Anwendung während der Schwangerschaft verzichtet werden. LSD und Psilocybin können als Halluzinogene mit teilweise zentral stimuliterender Wirkung bei prädisponierten Personen epileptische Anfälle auslösen.

Psychoaktive Substanzen - wie LSD und Psilocybin - sollten nicht unbedingt alleine genommen werden. Am besten zusammen mit Menschen, denen man vertraut und die man gut kennt. Außerdem sollte das Umfeld wärend der Substanzerfahrung ruhig und sicher sein. Kommt es wärend der Wirkung zu Unsicherheiten: Ruhig bleiben, sich "sammeln" und sich auf seine Körpermitte konzentrieren!

Wenn es geht, dann Faste doch vor der Einnahme von halluzinogenen Pilzen und betreibe "Psycho-Hygiene". Das heißt, mache dich geistig und körperlich leicht und unbeschwert. Wenn du nicht "gut drauf" bist, dann verzichte lieber!

Auf die Anwendung von Halluzinogenen (LSD, Psilocybin usw.) ist bei bekannten schizophrenen Psychosen, beim Asperger-Syndrom, bei Epilepsie, bei manisch-depressiven Erkrankungen und auch beiBorderline-Störungen unbedingt zu verzichten.

Ungefähre Alkaloidkonzentration getrockneter Psilocybinpilze (Quelle:Wikipedia)

Name Psilocybin [%] Psilocin [%] Baeocystin [%] Total [%]
Conocybe cyanopus
0,930–0,450
0,70-0,00
0,030-0,100
1,03–0,55
Conocybe smithii
n/a
n/a
0,40–0,80
0,40–0,80+
Gymnopilus purpuratus
0,34%
0,29%
0,05%
0,68%
Gymnopilus validipes
0,12%
0,12%+
Panaeolus.subbalteatus.3.jpg
Panaeolus cinctulus
0,150%–0,600
0,00%
0,001%–0,005
0,151%–0,605
P.azurescens.Dan.K.jpg
Psilocybe azurescens
1,78
0,38
0,35
2,51
Psilocybe baeocystis
0,85
0,59
0,10
1,54
Psilocybe.bohemica.gkoller.jpg
Psilocybe bohemica
0,93–1.34%
0,11–0.28
0,02%
1,06–1.47%
Psilocybe Cubensis.JPG
Psilocybe cubensis
0,63%
0,25–0.60%
0,02–0.025%
0,90–1.26%
Psilocybe cyanescens.jpg
Psilocybe cyanescens
0,85
0,36
0,03
1,24
Psilocybe cyanofibrillosa
0,21
0,04
n/a
0,25+
Psilocybe hoogshagenii
0,60
0,10
n/a
0,70+
Psilocybe liniformans
0,16
n/a
0,005
0,17+
Psilocybe semilanceata
0,98%
0,02%
0,36%
1,36%
Psilocybe stuntzii
0,36
0,12
0,02
0,5
Psilocybe.tampanensis.two.jpg
Psilocybe tampanensis
0,68
0,32
n/a
1,00+
Psilocybe weilii
0,61
0,27
0,05
0,93

Weiterführende Informationen zu psychoaktiven Pilzen:

henrik Jungaberle Henrik Jungaberle / Peter Gasser / Jan Weinhold / Rolf Verres: "Therapie mit psychaktiven Substanzen" - Das vorliegende Buch ist Produkt eines interdisziplinären Dialogs zwischen Medizinern, Sozialwissenschaftlern und Psychotherapeuten. Die Psychotherapie mit Halluzinogenen wie LSD und Entaktogenen wie MDMA (Ecstasy) findet nach einer Unterbrechung von drei Jahrzehnten wieder großes Interesse. In einem Zeitfenster von sechs Jahren war es in der Schweiz möglich, mit LSD und MDMA Psychotherapien durchzuführen und dabei wichtige Erfahrungen zu sammeln. Diese werden erstmals systematisch dargestellt und durch Beiträge namhafter Forscher und Therapeuten ergänzt. Das Buch informiert über Geschichte und State-of-the-Art Substanz-unterstützter Psychotherapie. Psycholytische und psychedelische Behandlungsansätze werden erläutert. Potenziale, Risiken und Nebenwirkungen werden bewertet. Die Autoren diskutieren die Relevanz dieser Therapieform für Medizin und Gesellschaft. Das Buch ist Produkt eines Dialogs zwischen Medizinern, Sozialwissenschaftlern und Psychotherapeuten.

pilzzuchtbuchDas Pilzzuchtbuch: Pilze, vor allem medizinische, aber auch Speisepilze- und psychoaktive Pilze erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Viele Sorten bekommt man in keinem Geschäft, aber die Zahl der mykophilen Hobbyzüchter steigt. Was bislang fehlte, war eine korrekte Zuchtanleitung in Deutscher Sprache. Diese wird hiermit von einem Privatforscher und einem akademischen Mykologen doppelt vorgelegt, quasi zwei Bücher in einem.
- Was man über Pilze wissen sollte und zur Zucht braucht
- Mycel-Aufzucht auf Agar, auf Reis, Pferdemist, Sägespänen und anderswo
- Schimmel & Schädlinge
- Schmackhafte Speisepilze als Medizin
- Konservierung und Lagerung von Pilzen.

Fliegenpilz und MedizinDer Fliegenpilz: Als Giftpilz ist der Fliegenpilz ein Symbol für die Gefährlichkeit der Natur, und gleichzeitig gilt er als Synonym für das Glück schlechthin. Wissenschaftler sehen im Fliegenpilz das vielleicht älteste bewusstseinsverändernde Mittel der Menschheit. Der heilige Pilz begleitete Schamanen bei ihren Seelenreisen zu Geistern und Göttern, er half bei der Suche nach Verlorengegangenem und der Erforschung der Zukunft. Das Geheimnis um seine rituelle Verwendung wurde in archaischen Kulturen streng gehütet. Spuren seines Gebrauchs finden sich noch im Namen (ein Pilz zum Fliegen!), in Legenden um Eremiten, die in der Wüste Visionen suchten, in Göttermythen und Zaubermärchen, im Stein der Weisen der Alchimisten und in der fantastischen Literatur. Und nicht zuletzt wird er bis in unsere Zeit als Schmerz- und Heilmittel eingesetzt, vor allem bei nervösen Leiden.

Matthias Diesch-LSD:Rückkehr in die klinische ForschungLSD: Rückkehr in die klinische Forschung:
Matthias Diesch

Das Werk basiert auf den Studienergebnissen des Schweizer Psychiaters Peter Gasser und der Masterthesis von Matthias Diesch (Titel: "Mystik, Salutogenese und Psychotherapie - Eine Schweizer Studie zu LSD-unterstützter Psychotherapie bei Personen mit Angstsymptomatik in Verbindung mit fortgeschrittenen lebensbedrohenden Krankheiten"). Die Schweizer Studie mit LSD ist weltweit die erste offizielle Therapieforschung seit 35 Jahren und wurde von der amerikanischen "Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies" (MAPS) mitfinanziert.

Weiterführender Link: Einsicht beim Nachtschattenverlag

LSD-Psychotherapie
Stanislav Grof

LSD-Psychotherapie - grof Der Autor Stanislav Grof gibt einen Überblick über die Geschichte der LSD-Therapie und ihre theoretischen Grundlagen. Er konzentriert sich dabei auf die praktischen Aspekte der von ihm entwickelten therapeutischen Vorgehensweisen: die Vorbereitung des Patienten, die Methodik der Durchführung von Sitzungen, Indikationen und Kontraindikationen, die therapeutischen Resultate und das Problem von Nebenwirkungen und Komplikationen.

ISBN: 978-3-608-94017-6

PDFs zu Psilocin- und Psilocybin in halluzinogenen Pilzen

PDF-Download:
Nachweis und quantitative Bestimmung von Psilocin- und Psilocybin in halluzinogenen Pilzen.

In den Jahren ab 1980 und besonders nach 1995 sind mehrere irrtümliche Vergiftungen in Mittel-und Süddeutschland vorgekommen, bei denen besonders Psilocybe cyanescens spontan im Garten auf Holzresten wuchs und sowohl für den Hallimasch als auch für den Kulturträuschling gehalten wurde.

PDF-Download:
Vor 50 Jahren hat Stanislav Grof erstmals die psychedelische Droge LSD erprobt - zunächst an sich, bald darauf bei der Therapie psychisch kranker Patienten. Im Interview erläutert der Psychiater, warum LSD die Psychotherapie tief greifend veränderte, wie er das Gefahrenpotenzial der heute verbotenen Substanz einschätzt und wie die Selbstversuche sein Leben umgekrempelt habe.

PDF-Download:

Psychoaktive Substanzen haben den neugierigen Geist der Schamanen, Wissenschaftler, Künstler und Laien seit der Antike fasziniert. Während des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die chemische Zusammensetzung der wichtigsten psychoaktiven Drogen, wie Opium, Cannabis, Koka-und "Magic Mushrooms", vollständig aufgeklärt. Die Wirkungsweise der Hauptbestandteile hat sich auch auf molekularer Ebene entschlüsselt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Verwendung von pflanzlichen Drogen, wie Kava, Kratom und Salvia divinorum, über ihre traditionelle geografische und kulturelle Grenzen hinweg ausgedehnt.

Psychoaktive Pilze/Magic Mushrooms in Presse, Literatur und Online-Medien

siehe auch: Die Wiederkehr der magischen Pilze: Halluzinogene in der Psychotherapie
siehe auch: Halluzinogene Drogen erhöhen nicht das Risiko für psychische Störungen
siehe auch: Beitrag bei n-tv Psychoaktive Pilze fördern Offenheit
siehe auch: Forscher scheitert mit Magic-Mushroom-Studie
siehe auch: LSD und die Modellpsychose
siehe auch: Psycholytische Therapie

Recht und Gesetz zu psychoaktiven Pilzen

In Deutschland sind die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin als nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel in Anlage 1 des Betäubungsmittelgesetzes erfasst. Besitz von und Handel mit diesen Pilzen sind daher in Deutschland strafbar. Irrtümliches Sammeln muss straffrei bleiben und ist beim gleichzeitigen Vorliegen von Speisepilzen und einer schlechten Pilzkenntnis des Sammlers auch nicht anders zu interpretieren.

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