2C-B (Phenylethylamine)(zurück)
2C-B wird synthetisch hergestellt (4-Bromo 2,5-dimethoxyphenetylamin) und gehört zur Stoffklasse der Phenylethylamine. Die chemische Struktur zeigt Ähnlichkeiten mit dem halluzinogen wirkenden Mescalin, eine Komponente des von mittelamerikanischen Indianern während ritueller Zeremonien benutzten Peyote Kaktus. 2C-B wird in Pillenform angeboten, entweder rein oder als Zusatz inXTC-Pillen.
Wirkung:
2C-B wirkt sehr halluzinogen, mit visuellen und farbigen Halluzinationen. Berührungen werden als sinnlicher empfunden. Es verstärkt die Libido, sowohl bei Männern, als auch bei Frauen. Die Wirkung ist stark dosisabhängig und kann bei gleichen Personen sehr unterschiedlich auftreten, je nach geistiger Verfassung der KonsumentInnen und den Rahmenbedingungen des Konsums.
Es scheint so zu sein, dass die Wirkungsaspekte stark von der Tageszeit der Einnahme abhängen. Abends oder nachts tritt die halluzinatorische Wirkung mehr in den Vordergrund, während tagsüber die Wahrscheinlichkeit größer ist in archaische, perinatale oder frühkindliche Erlebnisse einzutauchen.
Wegen der starken halluzinogenen Wirkungen wird die Substanz eher zu Hause oder in der freien Natur genommen, als auf Parties. Normalerweise dauert die Wirkung zwischen 3 und 6 Stunden und die Wirkungsdosierung liegt (mit 10 mg) deutlich niedriger als bei MDMA (ca.100 mg).
Nebenwirkungen:
Menschen die unter demBorderline-Syndrom leiden, sowie Epileptiker oder Menschen mit Herzkreislaufstörungen, Schwangere und Stillende sollten auf keinen Fall 2C-B konsumieren!
Kein Auto fahren! Pausen von mindestens einer Woche zwischen zwei Trips lassen!
Bei einer Überdosierung (aber auch normalen Dosis) können schwere Angstzustände sowie Panikattacken auftreten. Sollte ein Gefühl der Überdosierung
entstanden sein, kann mit fachärztlicher Beratung zur Einnahme von Benzodiazepinen
(Valium) geraten werden, welches die Wirkung innerhalb kürzester Zeit
aufhebt.
Beachte:
2C-B ist ein Aphrodisiakum wird aber nicht in der Medizin verwendet. 1974 synthetisiert Alexander Shulgin (Bild rechts, mit seiner Frau) 2C-B erstmals, ein Jahr später erscheint die zugehörige Publikation (Shulgin AT, Carter MF. "Centrally Active Phenethylamines." Psychopharm. Commun. 1975; 93-98). Am 25. Juni 1975 testet Shulgin 2C-B im Selbstversuch, dessen psychoaktive Eigenschaften beschreibt er als "wunderschön aktiv".
Nach dem Verbot vonMDMA 1985 wurde in den späten 1980er Jahren 2C-B teilweise als Ersatzstoff für MDMA in Ecstasy verwendet und erreichte dadurch eine gewisse Popularität. Bis Ende der 1990er wurde es durch die Leipziger Firma Drittewelle hergestellt und unter dem Markennamen Nexus (Venus, Bromo, Erox) als Aphrodisiakum vertrieben, bis 2C-B im Jahre 1994 verboten wurde.
Die Stoffklasse der Phenethylamine
Die Stoffklasse der Phenethylamine ist eine Gruppe von Substanzen, deren molekulare Struktur ähnlich ist. Zahlreiche Verbindungen dieser Stoffgruppe, insbesondere die Amphetamine, besitzen psychotrope Eigenschaften (siehe auch: Research Chemicals). Immer wieder finden auch sythetisch hergestellte Phenylethylamine als Arzneimittel verwendung, so zum Beispiel bei "Verapamil".
Zu den Phenylethylaminen gehören aber auch Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, das Meskalin, MDMA,Mephedrone, DOB und 2C-B (2C-I, 2C-C) - um nur einige zu nennen.
Psychedelic Welfare:
Die Psychedelische Ambulanz von eclipse e. V.
2-CB fällt unter das BtmG und ist in Deutschland verboten. Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum der Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Die AutorInnen können keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen übernehmen, die sich aus dem Gebrauch der Substanz ergeben!
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